Warum SOS-Kinderdorf in China tätig ist
In China gibt es über 300 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Das Land trat 1992 der UN-Kinderrechtskonvention bei und hat seitdem mehrere Programme zur Verbesserung des Lebens von Kindern aufgelegt. Trotzdem sind viele weiterhin ungeschützt. China hat eine der höchsten Raten von Kinderarbeit der Welt. Kinder in ländlichen Gebieten sind am meisten gefährdet – sie müssen eher arbeiten als Kinder in den Städten.
Umwelt und Gesundheit
Chinas Wirtschaft ist von globaler Bedeutung, aber sie ist auch ein großer Verursacher von Treibhausgasemissionen. Die Umweltschäden, die durch das rasche Wirtschaftswachstum verursacht werden, haben zu einer weitverbreiteten Luftverschmutzung geführt und dadurch zu einer Zunahme von Atemwegsproblemen und anderen Krankheiten. 2017 wurden schätzungsweise 1,24 Millionen Todesfälle auf die Luftverschmutzung zurückgeführt.
Ungleiches Wachstum
Die jüngsten Veränderungen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt, wie z. B. der Rückgang der Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe sowie die zunehmende Automatisierung, zwingen immer mehr Arbeitende dazu, andere Arbeiten anzunehmen. Etwa 500 Millionen Menschen (im Alter zwischen 18 und 64 Jahren) haben keinen Schulabschluss. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften steigt. Eine große Zahl ungelernter Arbeitskräfte muss weitergebildet werden, bevor sie beschäftigt werden kann.