Derzeit kämpfen in Haiti bewaffnete Banden brutal um die Kontrolle weiter Teile des Landes und der Hauptstadt Port-au-Prince. Entführungen, sexualisierte Gewalt und Angriffe gehören zum Alltag. Große Teile der Hauptstadt sind bereits unter Kontrolle. Für die Menschen hat das verheerende Auswirkungen: Die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser ist stark eingeschränkt. Rund 5,7 Millionen Menschen haben im Land nicht genug zu essen. Zahlreiche Gesundheitseinrichtungen sind außer Betrieb. Schulen sind geschlossen oder werden als Notunterkünfte genutzt.
Trotz der schwierigen Umstände sind die Kinder und Mitarbeitenden von SOS-Kinderdorf in Sicherheit. Die SOS-Kinderdorffamilien leben weiterhin in der Gemeinde. Die SOS-Schule in Port-au-Prince ist geöffnet und bietet Unterricht und Schutz für die Kinder. Das Sicherheitsteam von SOS-Kinderdorf Haiti beobachtet die Lage fortlaufend und entscheidet täglich, ob der Weg zur Schule oder zur Arbeit sicher ist.
„Wir hoffen und beten, dass sich die Situation bald bessert“, sagt Faimy Carmelle Loiseau, Nationaldirektorin von SOS-Kinderdorf Haiti. „Viele Kinder leiden psychisch und physisch. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Kinder von heute die Erwachsenen von morgen sind. Deshalb müssen wir alles daransetzen, das Ausmaß des Traumas zu verringern, weil es direkt die Zukunft Haitis beeinflusst.“
Update vom 27.04.2026