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Somalia

SOS-Kinderdorf in Somalia

Dürre und Hunger in Somalia

Somalia befindet sich in einer schweren humanitären Krise, vor allem der Süden ist stark von Dürre und Konflikten betroffen. Die Ernährungslage hat sich stark verschlechtert. In ganz Somalia sind rund 6,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen.* Das ist rund ein Drittel der Bevölkerung. Besonders ländliche Regionen leiden unter Ernteausfällen, Wasserknappheit und steigenden Preisen. Gleichzeitig verschärfen wirtschaftliche Probleme wie stark gestiegene Treibstoffkosten die Situation zusätzlich und behindern humanitäre Hilfe.
So hilft SOS-Kinderdorf:  
Sicherung von Wasser und Grundversorgung: Ausbau von Wasser- und Sanitärversorgung, Hygieneaufklärung sowie Verteilung von Hilfsgütern, um Krankheiten vorzubeugen.
Gesundheit und Ernährung: Behandlung von Mangelernährung bei Kindern, medizinische Versorgung sowie Unterstützung für Schwangere und Mütter, ergänzt durch psychosoziale Hilfe. 
Unterstützung von Familien und Schutz von Kindern: Bargeldhilfen und Lebensmittel für besonders betroffene Haushalte sowie Schutzmaßnahmen, Bildung und sichere Räume für Kinder.
Mit den Hilfsmaßnahmen sollen insgesamt 540.000 Menschen erreicht werden.  
* Quelle: FAO/FSNAU (2026): IPC Acute Food Insecurity Analysis, Februar–März 2026

Warum SOS-Kinderdorf in Somalia tätig ist 

Seit 1985 unterstützt SOS-Kinderdorf in Somalia Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren. Kinder, die in Somalia aufwachsen, sind vielen Risiken ausgesetzt. Vor allem, wenn sie in Familien aufwachsen, die in Not sind. Schätzungsweise benötigen mehr als drei Millionen Kinder humanitäre Hilfe. Sie brauchen Nahrung und medizinische Versorgung, ein sicheres Dach über dem Kopf und eine angemessene Ausbildung, um ihr Leben zu verbessern. Auch ihre Rechte müssen geschützt werden. Nur drei Prozent der Kinder werden bei ihrer Geburt registriert. Wenn sie keine offiziellen Papiere haben, können ihnen ihre Rechte auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Sozialhilfe verweigert werden.

Bildung

Somalia hat eine der niedrigsten Einschulungsraten der Welt. Nur etwa ein Viertel der Kinder im Schulalter geht wirklich zur Schule. Das ist auf einen Mangel an Bildungseinrichtungen, Materialien und Lehrkräften zurückzuführen. Viele Familien können sich das Schulgeld nicht leisten. Die Kinder werden aus der Schule genommen und müssen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Infolgedessen kann nur jeder dritte Mensch lesen und schreiben. 

Gesundheit

Ein in Somalia geborenes Kind hat eine der geringsten Überlebenschancen bis zum Erwachsenenalter weltweit. Viele Familien haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, was die Ausbreitung lebensbedrohlicher Krankheiten begünstigt. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Binnengeflüchtete und schwangere Frauen. Somalia hat die sechsthöchste Müttersterblichkeitsrate der Welt. Die meisten dieser Todesfälle könnten durch den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung verhindert werden.

Somalia

Somalia liegt am Horn von Afrika und ist die Heimat von über zwölf Millionen Menschen. Nach jahrzehntelangem Konflikt gibt es heute noch viele Herausforderungen im Zusammenhang mit der zerstörten Infrastruktur, der prekären Sicherheitslage und Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen, Hungersnöten und Krankheiten. Auch hatte die Coronapandemie negative Auswirkungen auf das Leben benachteiligter Kinder, Jugendlicher und Familien.

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