Warum SOS-Kinderdorf in Kenia tätig ist
Über 40 Prozent der kenianischen Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Millionen von Menschen, die meisten von ihnen Kinder und Jugendliche, können ihren täglichen Kalorienbedarf nicht decken. Das beeinträchtigt häufig ihre körperliche Entwicklung. Außerdem sind viele Kinder von HIV und Aids betroffen. Obwohl Kenia in dieser Hinsicht enorme Fortschritte gemacht hat, sind viele Kinder entweder selbst infiziert oder haben ihre Eltern durch die Krankheit verloren. Auch der Zugang zu Bildung ist nach wie vor ein Problem, denn mehr als eine Million Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule.
Unterernährung
Unterernährung ist in Kenia ein großes Problem. Das Land macht deswegen nur geringe Fortschritte bei der Beseitigung von Krankheiten. Die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln stellt nach wie vor eine Herausforderung dar, insbesondere für Gemeinden, die von wiederkehrenden Dürren und Armut betroffen sind. Tatsächlich leidet jedes fünfte Kind unter fünf Jahren unter Wachstumsstörungen aufgrund von Unterernährung.
Bildung
Kenia hat dank kostenloser Schulbildung wichtige Schritte zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung unternommen. Doch trotz der allgemeinen Fortschritte gehen viele Kinder aus ethnischen Minderheiten nicht zur Schule. Auch Kinder mit Behinderungen sowie Kinder, die in Nomadengemeinschaften und in städtischen informellen Siedlungen leben, sind schwer zu erreichen. Im Bereich der Bildung sind Mädchen benachteiligt. Insgesamt gehen etwa 1,2 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule.