SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau unterstützt Kinder und Jugendliche in Not
Guinea-Bissau
SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau

SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau

Seit 1994 unterstützt SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Warum SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau tätig ist 

In den letzten Jahren gab es trotz der schwierigen politischen und sozialen Lage in Guinea-Bissau Verbesserungen in Bezug auf das Wohlergehen der Kinder. So hat sich beispielsweise die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren und bei Neugeborenen verbessert. Dennoch bleiben viele Probleme bestehen. Die Impfquoten sind zurückgegangen und die Unterernährungsrate stagniert. Kinderheirat, Gewalt gegen Frauen und weibliche Genitalverstümmelung sind nach wie vor große Hindernisse für die Gleichstellung der Geschlechter und für die Rechte der Kinder.

Kinderarbeit


Die meisten Kinder in Guinea-Bissau haben bestimmte Pflichten zu erfüllen. Entweder zu Hause, auf dem Feld oder auf der Straße. Kinderarbeit kann zu körperlichen und geistigen Schäden und manchmal sogar zum Tod führen. Sie kann zu Sklaverei und sexueller oder wirtschaftlicher Ausbeutung führen. In fast allen Fällen hindert sie die Kinder daran, eine Schule zu besuchen und medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Das schränkt ihre Grundrechte ein und bedroht ihre Zukunft.

Gewalt gegen Frauen


Guinea-Bissau hat alle Formen der weiblichen Genitalverstümmelung verboten. In den letzten Jahren ist jedoch ein Anstieg der Fälle zu verzeichnen. Die Weltgesundheitsorganisation definiert sie als „die teilweise oder vollständige Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien oder andere Verletzungen der weiblichen Genitalien aus nicht medizinischen Gründen“. Es ist eine schädliche Praxis, die die Rechte von Mädchen verletzt und sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Sie kann als direkter Ausdruck von Geschlechterungleichheit angesehen werden.

Guinea-Bissau

Guinea-Bissau ist ein kleines Land in Westafrika mit einer Bevölkerung von etwa zwei Millionen Menschen. Es grenzt an Senegal, Guinea und den Atlantischen Ozean. Das Land erlangte 1974 seine Unabhängigkeit von Portugal. Seitdem hat es mehrere Putsche und Konflikte erlebt, die die Wirtschaft geschwächt und zu politischer Instabilität geführt haben. Das Land ist stark von der Landwirtschaft abhängig und relativ arm.

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