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Freizeitangebote

Entfalten mit individuellen Angeboten

Spazierengehen, Sport treiben, sich zusammensetzen und reden, Feste feiern oder einfach mal nichts tun - in ihrer Freizeit können die Betreuten machen, was sie möchten.

Durch vielfältige Freizeitangebote innerhalb und außerhalb der Einrichtung wird die Kreativität der Bewohner gefördert und ihre Eigeninitiative geweckt. Neben der Möglichkeit, freie Zeit auch ohne aktives Tun zu verbringen, gibt es zahlreiche Angebote wie zum Beispiel:

  • die Judogruppe
  • der Chor
  • die Pantomimegruppe
  • Fahrten ins Schwimmbad
  • Eislaufen
  • Freizeiten
  • die Veeh Harfen Gruppe

Gefördert wird auch die Teilnahme an Aktivitäten außerhalb der Einrichtung, an denen sich die Betreuten teils in Eigenregie, teils mit Unterstützung beteiligen.

Im Fokus: Die Hof Bockum Band

Calo, Daniel, Frank und Marcel leben und arbeiten in der SOS-Dorfgemeinschaft Hof Bockum. Aber Arbeit ist nun mal nur das halbe Leben. Die andere Hälfte widmen die vier ihrer großen Leidenschaft: Musik. Unterstützt werden sie dabei von David, der als Betreuer ebenfalls in Bockum lebt.

Von einer eigenen Band zu träumen ist das eine. Wenn das werden soll muss man aber auch einfach mal loslegen. „2013 haben wir angefangen. Frankie spielte erstmal Cajon, Calo saß am Keyboard und David spielte da noch Gitarre, ein Schlagzeug gab es noch nicht“ erinnert sich Marcel, der Gitarrist der ersten Stunde, der hauptberuflich in der Hauswirtschaft arbeitet. Nach einem ersten Auftritt vor den Kollegen in Bockum kommt der Stein ins Rollen.

Irgendjemand erinnert sich an ein altes Schlagzeug – und transportiert es in die Dorfgemeinschaft. „Wir haben ganz professionell jeden Mittwoch ab 19 Uhr geprobt und das Feedback nach unseren Auftritten hat uns motiviert, immer weiter zu machen.“ Im Jahr darauf wird das Equipment immer besser, Calo wechselt an den Bass, David ans Keyboard und Daniel kommt in die Band und bereichert den Sound mit Backgroundgesang und Tambourine.

Es dauert nicht lange, und er hat seinen Spitznamen weg: Jack Rassel. Er trägt es mit Fassung. Die Band hat ihre Formation gefunden und der nächste Auftritt vor den Kollegen in Bockum ist bereits umjubelt. Gar nicht so übel, Rockstar zu sein. Man übt, man tritt auf, man wird immer besser und wird langsam zum festen Bestandteil bei so ziemlich jeder Veranstaltung der SOS-Dorfgemeinschaft. Doch nicht nur das: auch auswärts sind die leidenschaftlichen Musiker immer öfter gefragt.

Es folgen Auftritte in ganz Norddeutschland, bis die Band im November 2016 bei einer SOS-Spendengala in Hamburg auf der Bühne steht. Dort treffen sie auf Manfred Thurau, langjähriger SOS-Mitarbeiter und Musikverrückter. „Als ich die Band an dem Abend zum ersten Mal sah wie sie „Anna“ spielte, dachte ich sofort, von denen müssen mehr Leute erfahren, mit denen will ich ein Musikvideo drehen“. Die Band nahm die Idee gelassen: „Wir dachten, okay, geile Idee, lass´ den mal machen, was soll schon passieren.“

Aber Manfred Thurau meinte das ernst, besorgte einen Sponsor und eine Produktionsfirma, die seinen Enthusiasmus teilte, und zum Ende des Sommers 2017 wurde das Video an zwei Tagen in Bockum gedreht. Jetzt können auch Sie es sehen. Und eins, und zwei, und eins, zwei, drei: „Anna, Anna, ohh-hooo Anna!“

Das Making-Of zu "Anna"


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