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Familien stärken SOS-Kinderdorf
Familien stärken

Wirkungsbericht "Familien stärken in Deutschland"

Das haben wir 2020 erreicht

2020 war geprägt durch die Coronapandemie. Kinder waren in Gefahr, Opfer von häuslicher Gewalt oder Vernachlässigung zu werden. Beengter Wohnraum, finanzieller Druck und Streit wurden zur Zerreißprobe für viele Familien. Um solche Situationen zu entschärfen und den Kindern und Jugendlichen beizustehen, hat SOS-Kinderdorf Familien während der Pandemie unterstützt.

Mit Angeboten der ambulanten Hilfen konnte SOS-Kinderdorf in 2.113 Fällen Familien und jungen Erwachsenen helfen, die Beistand bei der Erziehung ihrer Kinder benötigten sowie Entwicklungs- und Erziehungsschwierigkeiten hatten. Den Betreuten werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie den Alltag wieder alleine meistern können.

Die Angebote zielen darauf ab:

  • Eltern in Krisensituationen zu unterstützen, damit ihre Kinder gut versorgt und gefördert werden;
  • die Lebens- und Erziehungsbedingungen in den Familien langfristig zu verbessern und dadurch die Herausnahme der Kinder aus den Familien zu verhindern;
  • Kinder, Jugendliche und Eltern zu bekräftigen, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln;
  • Kinder, Jugendliche und junge Volljährige bei Entwicklungs- und Alltagsschwierigkeiten zu unterstützen und ihren Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten.

Ich habe während der Ausgangsbeschränkungen viel Überforderung erlebt.

Heidrun Boye, Pädagogin der ambulanten Hilfen zur Erziehung im SOS-Kinderdorf in Hamburg

Wege in die Selbständigkeit

Räumliche Enge, Sorgen, Streit: Die Coronakrise traf 2020 besonders Familien hart. SOS-Kinderdorf stand vor der Herausforderung, benachteiligte Familien, die an ihre Belastungsgrenze kamen, nicht aus den Augen zu verlieren. Die plötzliche Veränderung des Alltags durch die vielfältigen Einschränkungen stellte die SOS-Mitarbeiter vor die Frage, wie sie den Kontakt zu problembelasteten Familien halten können. Die Sorge, dass sich Konflikte zuspitzen und Kinder Opfer dieser Krise werden, war groß. Wie wirkungsvoll SOS-Kinderdorf überforderte oder belastete Familien durch die Angebote der ambulanten Hilfen im letzten Jahr unterstützen konnte, zeigen die Fälle von Samira* und Elias*.

* Namen, Abbildungen und biografische Details wurden aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen geändert.

Ihre Spende wirkt

Die ambulanten Hilfen sind ein wichtiger Baustein in der Angebotsvielfalt von SOS-Kinderdorf. Bundesweit finden in 31 der 38 Einrichtungen solche Angebote statt. 2020 wurden 2.113 Familien und junge Erwachsene ambulant betreut. Die meisten dieser ambulanten Hilfen laufen über mehrere Monate.

Hilfe zur Selbsthilfe

1.482 junge Menschen und Familien wurden durch erzieherische Angebote im Alltag begleitet, beraten und unterstützt. Sie haben gelernt, eigene Lösungen für Probleme zu finden und konnten so ihre Lebensbedingungen und Erziehungsstile verbessern.

Perspektiven für Jugendliche und junge Erwachsene

99 Jugendliche und junge Erwachsene Jugendliche und junge Erwachsene wurden im ambulant-betreuten Wohnen unterstützt. Fachkräfte begleiteten sie in ihrem Alltag und vermittelten ihnen soziale Kompetenzen für ein eigenständiges Leben.

Gerechte Chancen für alle Kinder, Jugendliche und Familien

462 Familien sowie junge Menschen haben durch soziale Gruppenarbeit, Angebote zum Frauenschutz, Projekte gegen Jugendkriminalität, Begleitung von Pflegeeltern oder Hilfen für werdende oder junge Eltern Unterstützung erhalten.

Individuelle Förderung von Kindern

70 Kinder und Jugendliche mit besonderem Hilfebedarf wurden durch Angebote wie beispielsweise der schulischen Integrationshilfe oder der tiergestützten Pädagogik individuell gefördert.

Was sind ambulante Hilfen?