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Mutter mit Baby in einer Trage und kleiner Tochter
Unsere Erfolge im Jahr 2019

Bildung für Lateinamerika

Bildung ist ein Menschenrecht. Und dennoch gehen über zwei Millionen Kinder in Lateinamerika im Grundschulalter nicht zur Schule. Das zeigt, wie wichtig der Einsatz für Bildung auf dem Kontinent ist. Deshalb hat sich SOS-Kinderdorf auch im vergangenen Jahr erfolgreich dafür engagiert, mehr Menschen in Lateinamerika einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Insgesamt haben wir mit unseren Programmen ca. 4.111 Kindern, Jugendlichen und deren Eltern geholfen. Unsere Bildungsarbeit hat dabei drei Ziele:

  • Zugang zu Bildung für bedürftige Kinder – durch frühkindliche Bildungsangebote, die Unterstützung bei Schulgebühren und -materialien
  • Unterstützung der Eigenständigkeit benachteiligter Jugendlicher – z. B. mit einer fundierten Ausbildung in den SOS-Ausbildungszentren
  • Stärkung von Familien durch Programme, die Eltern dabei unterstützen, ihre Kinder selbstständig und bestmöglich zu versorgen
Bildung in Lateinamerika

Ihre Spende wirkt

1209

Kinder besuchten die Grund- oder Sekundarschule.

1829

Kinder konnten in den Kindergarten gehen.

1550

Eltern bekamen psychologische oder soziale Beratung.

Bildung als Ausweg aus der Not auf Haiti

Haiti gilt als das Armenhaus Lateinamerikas. Um den Menschen vor Ort zu helfen, ist SOS-Kinderdorf seit 1978 auch mit verschiedenen Bildungsmaßnahmen auf Haiti tätig.

  • 18 Prozent der Jugendlichen sind Analphabeten.
  • 33 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre.
  • 24 Prozent der Bevölkerung gelten als arm.
  • 37 Prozent der Kinder müssen arbeiten.*

*Quelle: https://data.worldbank.org/country/haiti

Bildung und eine stabile Existenzgrundlage gelten nach wie vor als verlässlichste Auswege aus der Armut. Doch die ersten Schritte auf diesem Weg können für viele Menschen ohne Unterstützung zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

So auch auf Haiti, wo insbesondere viele Familien in einem ständigen Teufelskreis aus Armut und mangelnder Bildung feststecken. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, setzt sich SOS-Kinderdorf bereits seit 1978 in dem Inselstaat auch für mehr Bildung ein. SOS-Kinderdorf hilft Kindern, Jugendlichen und Familien unter anderem in Berufsausbildungszentren, Schulen und Jugendeinrichtungen. Über das Familienstärkungsprogramm können Kinder zudemmit Schulgebühren und -materialien unterstützt werden und Eltern sich mit verschiedenen Berufsbildungsmaßnahmen wieder eine Existenz aufbauen. Auch bei der Betreuung der Kinder, die wegen mangelnder elterlicher Fürsorge im Kinderdorf aufwachsen, stellt Bildung einen zentralen Baustein dar. Eine Schule besuchen zu können, ist dabei die wichtigste Voraussetzung. Die Älteren werden zudem mit Ausbildungs- und Universitätsprogrammen auf ein Leben in der Unabhängigkeit vorbereitet und die Jüngeren werden mit gezielter Förderung altersgerecht unterstützt. So können oftmals auch größere Defizite wieder aufgeholt werden. 

Berufsträume mal zwei in Honduras

Ein Leben in Perspektivlosigkeit: Für viele junge Menschen in Honduras gibt es nur wenig Aussichten auf eine bessere Zukunft. SOS-Kinderdorf setzt sich vor Ort ein, um das zu ändern.

Problemlagen in Honduras

  • 20 Prozent der Kinder besuchen keine Grundschule.
  • 24 Prozent der Erwachsenen sind Analphabeten.
  • 10 Prozent der Kinder müssen Kinderarbeit verrichten.
  • 24 Prozent der Mädchen werden vor ihrem 19. Lebensjahr schwanger. *

* Quelle: https://data.worldbank.org/country/Honduras

Zwei junge Frauen aus Honduras

Maria (links) und Brenda (rechts): zwei junge Frauen mit großen Plänen für die Zukunft.

Maria und Brenda verbindet ihre Freundschaft und ein großer Traum: eines Tages erfolgreich zu sein, von anderen unabhängig und mit Karrieren, auf die sie stolz sein können. Beide kamen in jungen Jahren in ein SOS-Kinderdorf, weil ihre Eltern sich nicht ausreichend um sie kümmern konnten. Bei SOS-Kinderdorf bekamen sie ein Zuhause, Geborgenheit und die Chance auf eine bessere Zukunft. Hier freundeten sich die beiden auch an. „Wir haben uns in der Jugendwohngruppe kennengelernt und waren seitdem immer sehr eng miteinander“, erzählt Maria. Nach ihrer Zeit bei SOS-Kinderdorf zogen die beiden gemeinsam zum Studium in die Stadt. 

Dass ihre Studienplätze ein großes Privileg sind, ist den beiden bewusst. Denn Perspektivlosigkeit ist ein großes Problem in Honduras, besonders für junge Menschen. Rund die Hälfte der Bevölkerung zwischen 18 und 30 Jahren ist arbeitslos. Um seinen Schützlingen den bestmöglichen Start in ihre Zeit nach SOS-Kinderdorf zu geben, legt SOS-Kinderdorf deshalb großen Wert auf eine fundierte Ausbildung und unterstützt SOS-Kinderdorfkinder auch nach ihrem Auszug beim Übergang in ein eigenständiges Leben. Auch Brenda und Maria haben von diesen Maßnahmen profitiert.

Brenda ist heute für Journalismus eingeschrieben, eines Tages möchte sie Fernsehmoderatorin werden. Maria studiert Fremdsprachen: „Ich liebe vor allem Französisch und möchte es nach meinem Abschluss gerne selber
unterrichten“, sagt sie.