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Bildung in Lateinamerika und der Karibik SOS-Kinderdorf
Unsere Erfolge im Jahr 2020

Bildung für Lateinamerika und die Karibik

Bildung ist ein wichtiges Fundament für das Erwachsenen- leben und ein Menschenrecht. Doch zentrale Bausteine wie Schule, Berufsausbildung oder Universität – die für uns selbst- verständlich sind – bleiben für viele Kinder und Jugendliche in Lateinamerika und der Karibik* unerreichbar. 2020 kamen die Coronapandemie und die zur Eindämmung verhängten Beschränkungen erschwerend hinzu. 13 Millionen Kinder hatten keinen Zugang zu Fernunterricht.

SOS-Kinderdorf setzt sich weiter dafür ein, mehr Menschen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.  Mit unserer Arbeit haben wir letztes Jahr 5.760 Menschen in Lateinamerika erreicht. Dabei verfolgen wir drei Hauptziele:

  • Bildung für bedürftige Kinder
  • Benachteiligte Jugendliche auf ihrem Bildungsweg unterstützen
  • Familienstärkung

* Im Folgenden schließt die Bezeichnung „Lateinamerika“ die Länder der Karibik ein.

„Unsere Bildungsmaß­ nahmen sind für viele Kinder und Jugendliche die einzige Chance auf eine schulische und berufliche Ausbildung.“

Karin Thurn, Referentin für Internationale Zusammenarbeit bei SOS-Kinderdorf

Bildung in Lateinamerika

Das haben wir 2020 erreicht

11172

1020

Kinder besuchten die Grund- oder Sekundarschule.

46040

730

Kinder konnten in den Kindergarten gehen.

11170

1536

Eltern bekamen psychologische oder soziale Beratung.

Bildung schafft Zukunft

Viele Menschen in Venezuela sind arm und müssen hungern. Um vor Ort zu helfen, ist SOS-Kinderdorf seit 1978 mit verschiedensten Maßnahmen in dem südamerikanischen Land aktiv.

  •  22,8 Prozent der Jugendlichen gehen weder zur Schule, noch haben sie einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. 
  • 33,1 Prozent der VenezolanerInnen gelten als arm.
  • 44,1 Prozent der Stadtbevölkerung leben in Slums.
  • Jedes fünfte Kind beendet die Grundschule nicht. *

Im Jahr 2020 konnten mit unserer Unterstützung 214 Kinder und Jugendliche eine Bildungseinrichtung in Venezuela besuchen.

*Quelle: Quellen: https://data.worldbank.org/country/venezuelarb, http://hdr.undp.org/en/countries/profiles/VEN

Bildung und eine stabile Existenz

Bildung und eine stabile Existenzgrundlage gelten als die besten Voraussetzungen, gar nicht erst in Armut zu geraten oder ihr zu entfliehen. Aber vielen Menschen ist der Zugang zu beidem verwehrt. Venezuela gehört zwar zu den erdölreichsten Ländern der Welt, doch die Preise sind in den letzten Jahren nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise stark gefallen. Die Wirtschaft leidet, die Inflation ist extrem hoch und die medizinische Versorgung im Land ist zusammengebrochen. 

Um den Teufelskreis aus mangelnder Bildung, Arbeitslosigkeit und Armut zu durchbrechen, ermöglichen wir Kindern im SOS-Kinderdorf den Besuch einer Schule und Jugendlichen im Jugendprogramm eine Ausbildung. In unserem Kindergarten erhalten schon die Kleinsten frühkindliche Bildung. Unser SOS-Familienstärkungsprogramm unterstützt bei der Bezahlung von Schulgebühren und -materialien, Eltern erhalten Berufsbildungsmaßnahmen, damit sie sich eine Existenz aufbauen können. Auch bei der Betreuung von Kindern, die spezielle Zuwendung brauchen, ist Bildung ein zentraler Baustein. So lassen sich oft auch größere Defizite aufholen – wie bei dem vierjährigen Alex.* 

„Ich bin glücklich, denn ich habe gelernt, dass Alex etwas Besonderes ist.“ 

Francisca, Großmutter von Alex

Alex lebt mit seiner Mutter Sixa und seiner Großmutter Francisca in Maracay. Als Sixa 2017 in das Familienstärkungsprogramm eintrat, wurde bei Alex eine bisher nicht diagnostizierte psychomotorische Verzögerung festgestellt, die besondere Betreuung und Unterstützung erforderte. Die bekam Alex auch: Mit seiner Mutter durchlief er eine spezielle Therapie, die Alex’ Entwicklung förderte. Seine Großmutter besuchte von SOS-Kinderdorf organisierte Workshops. Bald machte der Kleine Fortschritte, und Francisca sagt heute: „Ich bin sehr glücklich, denn ich habe gelernt, dass Alex etwas Besonderes ist.“ Seit Beginn der Covid-19-Krise im März 2020 erhält die Familie zusätzlich alle 15 Tage ein Lebensmittelpaket, Medikamente, Hygienesets sowie Lernmaterialien, damit Alex’ Therapie weitergeht und er hoffentlich schon bald am regulären Unterricht teilnehmen kann.

*Name zum Schutz der Privatsphäre des Kindes geändert