Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Pressemitteilungen

Unabhängige Aufarbeitung beauftragt

München, 6. Mai 2021

Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiter*innen einer Einrichtung des SOS-Kinderdorfvereins in Bayern

Ergebnisse werden voraussichtlich zum Herbst 2021 vorliegen

Im August 2020 sind bei der Anlaufstelle für Betreute Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiter*innen aus einem Kinderdorf des SOS-Kinderdorfvereins in Bayern eingegangen. Die Vorwürfe beziehen sich auf Vorgänge in den 2000er Jahren. Nach einer ersten Bewertung wurden umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur vollumfänglichen Aufarbeitung in die Wege geleitet, bei der die Interessen der Betroffenen im Mittelpunkt stehen. Um eine unabhängige Aufarbeitung sowie ein Höchstmaß an Transparenz und Professionalität zu gewährleisten, konnte mit Prof. Dr. Heiner Keupp ein sehr erfahrener Experte für den Prozess gewonnen werden.

„Aufgrund meiner Erfahrungen aus diversen Aufarbeitungsprojekten bin ich davon überzeugt, dass Träger von Jugendhilfeeinrichtungen die Verantwortung haben, konsequent Hinweisen auf Grenzüberschreitungen nachzugehen und die möglichen systemischen Gründe dafür aufzuarbeiten“, so Prof. Dr. Heiner Keupp. „Nur so können wirksame präventive Maßnahmen ergriffen werden, um die Zukunftsfähigkeit von Institutionen sicherzustellen.
Im Mittelpunkt des Aufarbeitungsprozesses müssen hierbei stets die betroffenen ehemaligen Kinder und Jugendlichen aus den Einrichtungen stehen. Aus diesem Grundverständnis und in Unabhängigkeit habe ich den Auftrag des SOS-Kinderdorf e.V. übernommen.“

Prof. Dr. Keupp ergänzt: „Die vorliegenden Hinweise sowie die Ergebnisse aus ersten, bereits erfolgten Gesprächen zeigen, dass es gravierende Vorfälle pädagogischen Fehlverhaltens und Missbrauchsvorwürfe gab. Die unabhängige Aufarbeitung wird durch einen Fachbeirat, dem auch ehemalige Kinderdorfkinder angehören werden, begleitet. Die Ergebnisse der Aufarbeitung werden von mir voraussichtlich zum Herbst 2021 vorgelegt.“

„Wir nehmen jeden Vorwurf pädagogischer Grenzverletzung oder Unrechtshandlung sehr ernst“, erklärt Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende des SOS-Kinderdorfvereins. „Gerade in pädagogischen Beziehungen muss ein besonderes Augenmerk auf der professionellen Reflexion der Machtungleichheit und den damit verbundenen Risiken liegen. Deshalb bin ich dankbar, dass mit Professor Keupp ein erfahrener und unabhängiger Experte zur Aufarbeitung pädagogischer Unrechtshandlungen gegenüber Kindern und Jugendlichen gewonnen wurde.“

Prof. Dr. Schutter ergänzt: „SOS-Kinderdorf arbeitet seit vielen Jahren an der kontinuierlichen Verbesserung des Schutzes von Kindern, die in öffentlicher Verantwortung aufwachsen und wird mit Berichten und Vorwürfen von Unrechtshandlungen weiterhin transparent umgehen und diese unter Wahrung der Rechte aller Betroffenen aufarbeiten. Dabei stehen für uns die Beteiligungs- und Schutzrechte von jungen Menschen, eine Kultur des offenen Umgangs mit Fehlern und eine professionelle Weiterentwicklung pädagogischer Standards im Mittelpunkt.“

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Im Pressebereich erhalten Sie alle aktuellen Berichte, Pressefotos sowie Wissenswertes rund um den SOS-Kinderdorf e.V. Sollten Sie dennoch Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

pressestelle_victoria_leipert

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frau Victoria Leipert
SOS-Kinderdorf e.V.
Renatastraße 77
80639 München

Tel: 089 12606-491
Mobil: 0176 12605-262
Fax: 089 12606-479
victoria.leipert@sos-kinderdorf.de

Hinweis: 
Allgemeine Anfragen von Spendern und Paten bitte an info@sos-Kinderdorf.de


Mehr zum Thema