Pressemitteilungen

SOS-Kinderdorf feiert Festival der Kinderrechte in Berlin

5. Dezember 2019

Aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

 Beim Festival der Kinderrechte in der SOS-Botschaft für Kinder am vergangenen Samstag zeigten Kinder und Jugendliche eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ das Thema Kinderrechte programmatisch umgesetzt werden kann. Zuhören, diskutieren, Meinung bilden – beteiligt sein: In Workshops und Aktionen zu Tanz, Kunst, Literatur und Bau konnten sich alle BesucherInnen aktiv einbringen.

Unter dem Motto "Dein Recht auf Gesundheit" lud der Kinderdorfverein am vergangenen Samstag zum ersten Familien-Festival der Kinderrechte in die SOS-Botschaft für Kinder in Berlin ein. Im Rahmen des Festivals wurde hier auch zum ersten Mal der SOS-Kinderrechtepreis verliehen.

Neben dem Workshop der Flying Steps Academy sorgten auch die Mitmachaktion „Stiftung Kindergesundheit“ – eine Zahnaktion von und mit dem Wrigley Oral Healthcare Programm – und die Aktion MACHmit! des Museums für Kinder in Berlin für ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Besonderes Highlight war neben dem Bauworkshop von Lego  „Build the change – Baue deine Schule der Zukunft” auch das Kicken mit dem Blindenfußballer Mulgheta Russom. Die Jugendlichen zeigten sich schwer beeindruckt von seiner Leistung, nachdem sie selber mit verbundenen Augen “Blindenfußball” ausprobieren durften: „Ich kann es immer noch nicht fassen, wie jemand so sicher geht, rennt und Bälle kickt – obwohl er nichts sieht. Ich hatte die Augenbinde auf und fühlte mich völlig hilflos. Das Training war viel zu kurz – ich hätte gerne noch länger mit ihm trainiert. Echt faszinierend!“ stellte einer der teilnehmenden Jugendlichen fest.

Kunst und Kultur konnten die Besucher auch im Kinder-Mitmachkonzert des Kinderrechteliedermacher Florian Müller erleben, die ganz Kleinen jubelten im Kindertheater “Schabernack”. Älteren Kids ab zwölf Jahren zeigten Dokumentarfilmer Luca Zug und sein Team von den MovieJam Studios ihren Film zum Thema psychische Erkrankungen bei Jugendlichen,  „Grau ist keine Farbe“, und standen im anschließenden Künstlergespräch Rede und Antwort.

Eröffnet wurde das Festival von Promi-Moderatorin Sarah Richmond und den Vertretern des Kinder- und Jugendrats von SOS-Kinderdorf. Die hatten, gerade ins Amt gewählt, das Event mitorganisiert ein hartes Stück Arbeit. „Ich bin stolz, dass wir das geschafft haben. Am Anfang hatte ich keinen Plan, aber dann war es ein cooles Fest“, sagte auch die 19-jährige Vanessa.

Im November feierte die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum, doch gibt es weiterhin Handlungsbedarf in der Umsetzung. Der deutsche Kinderdorfverein setzt sich seit langem für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein, die SOS-Botschaft für Kinder in Berlin dient dabei als geschützter Ort, wo sie sich aktiv für ihre Belange engagieren können.