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Bildung eröffnet Kindern Chancen

26. November 2018

Die Mitglieder des SOS-Kinderdorf-Vereins befassen sich in ihrer Jahresversammlung damit, wie der Verein benachteiligte junge Menschen dabei unterstützt, ihr Leben erfolgreich zu gestalten.

Kinderband "Karacho" bei der Mitgliederversammlung 2018

Viel Beifall gab es bei der Mitgliederversammlung des SOS-Kinderdorf e.V. für die Kinderband „Karacho“. Sie hatten mit ihren Liedern für die passende Musik gesorgt.

Die rund 80 Anwesenden der diesjährigen Mitgliederversammlung am 23. November 2018 von SOS-Kinderdorf e.V., die traditionell im Dießener SOS-Kinderdorf stattfindet, befassten sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Bildung als Schlüssel gegen Armut. Vorstandsvorsitzender Dr. Kay Vorwerk stellte den Jahresbericht 2018 vor und berichtete, mit welchen Aufgaben sich der Verein im letzten Jahr beschäftigte. Doch zuvor brachte die Kinderband Karacho unter Leitung von Roger Kretschmann die Gesellschaft in Schwung. Mit dem Song „Wenn ich den See seh‘, brauch ich kein Meer mehr…“ zeigten sie auf ihre Art, wie gut es ihnen im SOS-Kinderdorf am Ammersee geht. Dass „die Kinder behütet aufwachsen dürfen, in dieser wunderschönen Gegend, wo andere Urlaub machen“, betonte auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Landsberg Peter Ditsch, und lobt die gute Zusammenarbeit mit dem zuverlässigen Partner SOS-Kinderdorf.

„Mehr benachteiligte junge Menschen gestalten ihr Leben erfolgreich“, lautet das zentrale Ziel der Strategie 2024 von SOS-Kinderdorf e.V. Dazu wurden 2018, laut Vorwerk, wichtige Weichen gestellt. Entwickelte Maßnahmen sollen 2019 in die Praxis umgesetzt werden. Ein zentrales Handlungsfeld, nämlich die Chancen der Digitalisierung umfassend zu nutzen, hat der Verein schon in diesem Jahr mit seinem neuen Internetauftritt aufgegriffen. „Wir möchten damit unsere Arbeit inhaltlich so transparent und nahbar wie möglich vermitteln“, so der Vorstandsvorsitzende. Insbesondere junge Familien und junge Leute sollen über den Weg von SOS-Kinderdorf angesprochen werden.

Bildungschancen und Armut sind miteinander verknüpft

In Deutschland ist fast jedes fünfte Kind von Armut betroffen. „Das ist für uns nicht hinnehmbar“, betonte Dr. Kay Vorwerk. So fordert der Verein von der Bundesregierung ein Gesamtkonzept und sucht den Dialog mit der Politik. Dies ist insbesondere bei zwei Abendveranstaltungen in der neuen „Botschaft für Kinder“ in Berlin gelungen, bei denen neben der interessierten Öffentlichkeit, zahlreiche Mitglieder des Bundestages teilnahmen.  

Dass Kinderarmut kein politisches Tabuthema ist, stellte auch die Vorsitzende des Verwaltungsrats Dr. Gitta Trauernicht in ihrer Rede an die Mitglieder fest. Es gebe einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kinderarmut in Deutschland und mangelnden Bildungschancen. Auch die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten sind eng mit dem Bildungsabschluss verbunden. „Daher ist es für den SOS-Kinderdorfverein entscheidend, dass jedes Kind von Anfang an an faire Bildungschancen herangeführt wird“, betont Vorwerk. Dafür engagiere sich SOS-Kinderdorf auch im Ausland.

Damit die Mitglieder einen Eindruck davon bekamen, hatte Dr. Kay Vorwerk eindrucksvolle Bilder von seiner Reise nach Nepal mitgebracht. Nach dem verheerenden Erdbeben 2015 engagierte sich SOS-Kinderdorf hier mit einer Reihe von Hilfeleistungen. Schulen wurden neu aufgebaut, ausgeweitet und für weitere Erdbeben Versammlungsräume errichtet. Insbesondere Mädchen, die in Nepal in der Regel nach der 8. Klasse die Schule verlassen, sollen die Möglichkeit erhalten, das Abitur zu machen. 

Aber auch in Deutschland wird fleißig erweitert, zum Beispiel an Standorten wie Hamburg, Essen und Dortmund. „Wir sind national und weltweit aktiv. Wir wollen weiter wachsen und mehr tun für benachteiligte Menschen, so viel wie in unserer Macht steht!“

Die Erweiterung des SOS-Kinderdorfs in Dießen um mehrere Familienhäuser in den kommenden Jahren freute auch Bürgermeister Herbert Kirsch, der die schon jahrzehntelange harmonische Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf betonte. „Sie haben mir als Bürgermeister auch mit der neuen Kinderkrippe aus der Patsche geholfen!“ Der Verein ist nämlich  nicht nur in der stationären Kinder- und Jugendhilfe tätig, sondern erweitert sich mehr und mehr mit zahlreichen ambulanten und offenen Angeboten für Kinder, Jugendlich, junge Flüchtlinge und Familien. So wurden 2017 insgesamt 110.000 Menschen in Deutschland erreicht.

Am Ende bedankte sich Dr. Kay Vorwerk nochmal bei den Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen, den  Spendern, Paten und Kooperations-Unternehmen. Sie alle täten ihren Dienst, um all das zu realisieren, was sich der Verein vorgenommen habe.

Dr. Kay Vorwerk und Peter Ditsch

Vorstandsvorsitzender Dr. Kay Vorwerk (links) bedankte sich beim stellvertretenden Landrat Peter Ditsch für die Grußworte.


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Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frau Victoria Leipert
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