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Aktuelle Entwicklungen zum Thema Kinderschutz in der internationalen Arbeit von SOS-Kinderdorf
Kinderschutz in der internationalen Arbeit

Aktuelle Entwicklungen

Seit ihrer Gründung sind die SOS-Kinderdorf-Vereine in 137 Ländern dem Kinderschutz verpflichtet und arbeiten kontinuierlich daran, den Kinderschutz zu verbessern. Insbesondere seit 2009 gelten international verbindliche Kinderschutzrichtlinien. Es wurde unter anderem ein Meldesystem eingerichtet, über das Betroffene oder Mitarbeitende Verdachtsfälle und Vorwürfe weitergeben können, auch solche, die in der Vergangenheit liegen.

Bereits 2016 wurde die unabhängige Kinderschutzorganisation „Keeping Children Safe“ in London von SOS-Kinderdorf International damit beauftragt, vergangene Kinderschutzverletzungen aufzuarbeiten. Im Mai 2021 legte „Keeping Children Safe“ den Abschlussbericht „Independent Child Safeguarding Review“ (ICSR) vor, verbunden mit einer Reihe von Empfehlungen, die seitdem von SOS-Kinderdorf International umgesetzt werden.

Der vollständige Bericht ist im englischen Original auf der Internetseite von SOS-Kinderdorf International abrufbar.
Der Prüfbericht zeigt Fälle auf, in denen wichtige Standards nicht erfüllt wurden und wo das Versprechen der Organisation, Kinder zu schützen, nicht eingehalten wurde. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, denen sie vertrauen können. Dieses Vertrauen gebrochen zu haben, ist für SOS-Kinderdorf International Anlass zu großer Besorgnis und gleichzeitig Ansporn, dafür zu sorgen, dass solche Vorfälle nicht wieder passieren können.

Derzeit sorgen in den SOS-Kinderdorf-Programmen in 137 Ländern rund 20.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar für 76.600 Kinder und Jugendliche. Der mit Abstand größte Teil der SOS-Kinderdorf-Familien lebt die Werte von SOS-Kinderdorf Tag für Tag. In den allermeisten SOS-Programmen ist der Kinderschutz lückenlos gewährleistet. Dass dies in einigen Ländern trotz aller Maßnahmen nicht der Fall war und Kinder und Jugendliche zu Schaden gekommen sind, ist nicht hinnehmbar. Deshalb hat sich SOS-Kinderdorf International verpflichtet, die Empfehlungen, die „Keeping Children Safe“ in dem Bericht gibt, umzusetzen und bereits konkrete Schritte eingeleitet.

Unabhängige, internationale Expertenkommission

Um Verstöße gegen den Kinderschutz lückenlos aufzuarbeiten, wurde eine unabhängige Expertenkommission ins Leben gerufen, die anerkannte internationale Experten umfasst: Willy Mutunga aus Kenia, Mona Ali Khalil aus Saudi-Arabien, Andras Vamos-Goldman aus Kanada und Gita Mital aus Indien.

Aufgaben und Mandat der Kommission sind u.a. das Bewerten und Priorisieren der erhobenen Vorwürfe und Bedenken in Bezug auf Kinderschutz, Einsatz von Geldern, Compliance, Management, Governance und anderer wichtiger Bereiche und die Formulierung von Empfehlungen für geeignete Maßnahmen an den Senat von SOS-Kinderdorf International.

Aller Voraussicht nach wird die Kommission im Frühjahr 2022 erste Ergebnisse der Aufarbeitung vorlegen. 

Weitere konkrete Schritte zur Stärkung des Kinderschutzes bei SOS-Kinderdorf International sind im Maßnahmenplan zur Stärkung des Kinderschutzes beschrieben.