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Aktuelles

SOS-Kinderdorf zum Weltflüchtlingstag

20. Juni 2021


Flüchtlingscamp Moria

Im Flüchtlingscamp Mavrovouni haben Kinder keinen sicheren Ort, um zu spielen und auch einmal wieder Kind sein zu können.

SOS-Kinderdorf fordert zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni, geflüchteten Kindern umfassenden Schutz zu gewähren.

Hunger, Krieg, Verfolgung, schwere Menschenrechtsverletzungen – wenn Menschen flüchten, ist dies immer mit einer großen Not verbunden. 79,5 Millionen Menschen waren Ende 2019 auf der Flucht. 40 Prozent der Vertriebenen weltweit sind Kinder unter 18 Jahren.* Viele Menschen hoffen auf ein besseres Leben in Europa. Zu oft müssen sie jahrelang in Flüchtlingscamps ausharren. Eines dieser Lager, das Camp Moria in Griechenland, wurde letzten September durch einen Brand zerstört.

„Für diese Kinder ist es normal, in einer solchen Situation zu leben“

12.000 Geflüchtete lebten wochenlang ohne Unterkunft und ohne Grundversorgung auf der Insel Lesbos. Im neuen provisorisch eingerichteten Camp Mavrovouni leben nun 6.200 von ihnen, darunter auch 1.900 Kinder. Sie leben in Zelten direkt am Meer, der Witterung beinahe schutzlos ausgesetzt. Zum heutigen Weltflüchtlingstag möchte SOS-Kinderdorf auf die Missstände im Flüchtlingscamp Mavrovouni aufmerksam machen.

Flüchtlingscamp KaraTepe

Das Flüchtlingscamp Mavrovouni liegt direkt am Meer. Die Menschen leben im Gegensatz zum Flüchtlingscamp KaraTepe in Zelten und nicht in Containern. So sind sie der Witterung fast schutzlos ausgesetzt.

Das neue Camp bietet keinerlei Schutzräume für Mütter und Kinder. Monatelang waren die Menschen im Camp durch die Pandemie isoliert. Manche Menschen harren teilweise schon seit Jahren aus – vorher in Moria, nun in Mavrovouni. „Hunderte von Kindern verbinden den Begriff ‚Zuhause‘ mit einem Zelt in einem Flüchtlingslager“, erklärt Popi Gkliva, Leiterin des Flüchtlings-Nothilfeprogramm von SOS-Kinderdorf Griechenland und fügt hinzu: „Für diese Kinder ist es normal, in einer solchen Situation zu leben.“

SOS-Kinderdorf weist auf das besondere Schutzrecht von Flüchtlingskindern hin!

Wir von SOS-Kinderdorf sind der Überzeugung, dass ein Leben im Flüchtlingscamp für kein Kind Normalität sein darf. Außerdem weist SOS-Kinderdorf ausdrücklich auf das besondere Schutzrecht von Flüchtlingskindern hin, das in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. „Die Situation im Flüchtlingscamp Mavrovouni ist untragbar. Grundlegende Kinderrechte sind hier kontinuierlich verletzt. Wir als Gesellschaft müssen uns fragen, ob wir dabei zuschauen wollen, wie eine Generation von geflüchteten Kindern mit ihren Familien in menschenunwürdigen Verhältnissen aufwächst. Kinderrechte sind aber keine Verhandlungsmasse sondern eine völkerrechtliche Vereinbarung. Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträger auf, der UN-Kinderrechtskonvention nachzukommen und diesen Kindern umfassenden Schutz zu gewähren“, so Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf e.V.

* https://www.unhcr.org/dach/de/services/statistiken

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