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Erkenntnisse des Fachtags Medien

17. April 2018

Teilnehmer des Fachtags Medien

Digitalisierung in der Jugendhilfe

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung. Im Jahr 2018 bedeutet das vor allem, dass man ihnen ermöglicht, sich sicher in der virtuellen Welt zu entfalten. Um die komplexen Themen rund um Digitalisierung in der Jugendhilfe zu bewegen, trafen sich im Dezember 2017 und im April 2018 Vertreter aus fünf Kinderdörfern zum Medienforum „„Handy oder nicht Handy? Das ist hier nicht die Frage“. In Arbeitsgruppen, Fachvorträgen und Diskussionsrunden rückten folgende Themen in den Fokus:

  • Was bedeutet die Mediatisierung von Lebenswelten für die Jugendhilfe?
  • Was sind bereichernde Anwendungsgebiete der neuen Medien und virtuellen Welten in der Jugendhilfe?
  • Welche Beteiligungschancen eröffnen sich durch neue Medien
  • Welche pädagogische Grundhaltung braucht es, um Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln?
  • Wie können neue Technologien eingesetzt werden, um Bildungsangebote für Betreute zu verbessern und bessere Bildungschancen zu eröffnen?

Im Rahmen des zweiten Medienforums im April fand darüber ein Fachtag statt, auf dem insgesamt 80 Besucher einer fesselnden Mediendiskussion zum Thema „Daumenbettlern, Influencer, Clicktivism – wie gesund ist unsere Demokratie?“ folgten.

Das Podium war hochkarätig besetzt:

  • Prof. Dr. Roland Bader (Psychologe und lehrt als Professor für Medienwissenschaft und Medienpädagogik an der Fachhochschule in Holzminden)
  • Philipp Senkbeil (Germanist und betreibt als Chef eines Youtube-Netzwerks Marketing für Influencer)
  • Alexander Prinz (Lehramtsstudent - veröffentlicht unter dem Namen Der dunkle Parabelritter Videos auf Youtube)
  • Dr. Vincent Richardt (Psychologe und Sozialarbeiter – Leiter des Ressort Pädagogik bei SOS-Kinderdorf)
  • Matthias Birzle (Pädagoge – Bereichsleiter Ambulante Hilfen im SOS-Kinderdorf Weilheim)

Die Experten gaben Einblick in die Phänomena „Influencer“, „Produktplazierung“ und „Filterblasen“, durch die das Internet zur kommerziellen Stimmungsmache genutzt wird: Von Unterhaltung über Werbung bis zur politischen Meinungsbildung wird auf YouTube und Co. alles verbreitet. Nicht immer ist den Konsumierenden klar, was sie gerade sehen und wie die scheinbaren Fakten ihre Sicht auf die Welt verändern. Das schafft neue Herausforderungen für die pädagogische Praxis.

Am Ende des Podiumsgesprächs, dem eine Diskussion folgte, war die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer überzeugt: Es ist nichts Verwerfliches, wenn sich unsere Jugendlichen für Youtube, Instagram und Co interessieren, denn digitale Medien sind der Schlüssel zu Bildung und Beteiligung. SOS-Kinderdorf bereitet sich gut darauf vor, sich dieser Verantwortung zu stellen.

Heico M. Engelhardt (rechts) wird von Youtuber Alexander Prinz (links) interviewt

Der Einrichtungsleiter von SOS-Kinderdorf Zwickau, Heico M. Engelhardt gab Youtuber Alexander Prinz Einblicke ins Kinderdorf.

Ganz spontan drehte einer der Teilnehmer des Fachtags, der Youtuber Alexander Prinz, am Fachtag ein Video für seinen Kanal "Der dunkle Parabelritter". Darin zeigt ihm der Leiter des SOS-Kinderdorfs die EInrichtung und erzählt wie das Leben hier funktioniert.
Den Film finden Sie hier

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SOS-Kinderdorf Zwickau
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