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Fragen und Antworten

Was bedeutet die Corona-Krise für das Leben im SOS-Kinderdorf?

Wie schaut die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen derzeit aus?

Die Kinder und Jugendlichen werden nach wie vor in den SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen betreut. Allerdings gehen sie wie alle anderen Kinder und Jugendlichen nicht mehr zur Schule oder in die Kita. Das bedeutet einen erhöhten Betreuungsbedarf.

Wie viele Kinder leben in den SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen?

In den SOS-Kinderdorffamilien leben bis zu sechs Kinder, in den Wohngruppen bis acht. Wir bieten aber auch Sonderbetreuungsformen wie die Krisenwohngruppe oder familienstärkende Programme an, in denen die Gruppen mit zehn bis elf Kindern größer sind.

Welche Auswirkungen haben die Schließung von Schulen und Kitas auf die Betreuung?

Der Betreuungsaufwand ist in jedem Fall höher. Wir gehen mit unseren personellen Ressourcen sehr sorgsam um und entscheiden im Einzelfall, wo wir den Alltag regulär gestalten können und wo mehr Mitarbeiter im Einsatz sein müssen.

Was bedeutet Corona im Alltag für die SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen?
  • Wir halten natürlich alle die allgemeingültigen Abstands- und Hygieneregeln ein.
  • Wir schützen das SOS-Kinderdorf vor Besuchen von außen, d.h. wir haben an den Eingängen zum Dorf Schilder aufgestellt, auf denen Spaziergänger darauf hingewiesen werden, dass der Durchgang durchs Dorf bis auf weiteres nicht möglich ist.
  • Wir können es im Moment auch nicht verantworten, dass Eltern ihre Kinder besuchen. Das Gefahrenpotential ist leider zu hoch.
  • Es ist derzeit auch nicht möglich, dass sich Kinder/Jugendliche/Mitarbeiter gegenseitig besuchen.
  • Unsere Pädagogen sorgen dafür, dass das Spielen im Freien auf die Flächen rund um das eigene Haus begrenzt ist.
  • Unser Dorfspielplatz und unser Dorfsportplatz dürfen nur jeweils von einer SOS-Kinderdorffamilie oder Wohngruppe genutzt werden.
  • Die Kinder/Jugendlichen können aktuell keine Freunde besuchen und umgekehrt dürfen auch keine Freunde zu uns kommen.
  • Unsere Mitarbeiter bilden Einkaufsgemeinschaften, damit die Wege minimiert werden können. Wie alle anderen auch, beschränken wir unsere Wege auf den Lebensmitteleinkauf, Apotheke, Arzt und die Abholung von Unterrichtsmaterialien.
  • Kinder/Jugendlichen begleiten im Moment nicht beim Einkaufen.
Wie gestaltet sich das Lernen, da die Schulen geschlossen sind?

Grundsätzlich erledigen die Kinder ihre Aufgaben und Lerneinheiten in ihren SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen, was schon eine Herausforderung für unsere Sozialpädagogen ist.

Was passiert, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher am Coronavirus erkrankt?

Wir haben einen sehr klaren Notfallplan erstellt. Wir würden Verdachtsfälle sofort melden und den Anweisungen der Behörden folgen. Für eine häusliche Pflege sind wir vorbereitet und können erkrankte Kinder räumlich von den anderen getrennt betreuen.

Besteht die Sorge, dass Mitarbeiter ausfallen könnten?

Zunächst einmal ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter. Sie gehören zu jenen systemerhaltenden Berufsgruppen, die nicht auf Homeoffice umsteigen, sondern weiterhin täglich zur Arbeit gehen. Unsere Sozialpädagogen geben Kindern und Jugendlichen auch in Krisenzeiten ein stabiles und sicheres zu Hause, das ist von unschätzbarem Wert. Sie leisten großartige Arbeit!

Zur Sorge: wir strengen uns durch die Sicherheitsmaßnahmen sehr an, Coronafälle zu vermeiden. Und wir gehen mit unserem Ressourceneinsatz schonend um, um noch Reserven zu haben.

Können SOS-Mitarbeiter zur Betreuung der eigenen Kinder Sonderurlaub beantragen?

Ja natürlich, für sie gelten die gleichen Möglichkeiten, wie für alle anderen. Wir haben um rasche Information gebeten, damit wir den Einsatz der anderen SozialpädagogInnen richtig planen können.

Ist die Betreuung der Kinder und Jugendlichen dann noch gewährleistet?

Ja, die Betreuung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen kann in jedem Fall fortgesetzt werden.

Haben SOS-Kinderdorfmütter und Sozialpädagogen auch weiterhin arbeitsfreie Tage?

Die arbeitsfreien Tage werden eingehalten. Sie sind notwendig, um sich zu erholen und frische Energien zu tanken.

Erhöht sich die Corona-Gefahr durch diese freien Tage?

Wir haben großes Vertrauen, dass unsere MitarbeiterInnen in ihrer Zeit außerhalb dem SOS-Kinderdorf verantwortungsvoll handeln. Für sie gelten die gleichen Regelungen wie für andere Menschen auch.

Stehen die Mitarbeiter ebenso in Quaratäne, sobald ein Kind diese verordnet bekommt?

Diese Entscheidungen trifft die zuständige Gesundheitsbehörde. Eine Betreuung unter entsprechenden Schutzmaßnahmen wie räumliche Trennung des betroffenen Kindes und Schutzkleidung für Betreuungspersonen ist möglich.

Auf Mitarbeiter mit Vorerkrankungen, Mitarbeiter mit vorerkrankten Personen im gleichen Haushalt oder auch Schwangerschaften wird besonders Rücksicht genommen – diese Mitarbeiter wären von einer etwaigen Betreuung ausgenommen.