Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Aktuelles

Corona: Diese Themen bewegen Familien

27. Januar 2021

SOS-Kinderdorf ist weiterhin für Familien da 

Homeschooling, Kontaktbeschränkungen, finanzielle Ängste: Besonders für Familien in Not, in denen Sorgen, Streit und Überforderung schon immer zum Alltag gehörten, ist die Corona-Pandemie eine Zerreißprobe. Deshalb versuchen wir bei SOS-Kinderdorf, unsere Tätigkeiten situationsabhängig so schnell und gut wie möglich an aktuelle Begebenheiten anzupassen und unkompliziert Lösungen zu finden, um weiterhin für alle Familien, Kinder und Jugendliche da zu sein und Ihnen zu helfen – trotz Lockdown.

Pandemiebedingt steigt in vielen Familien das Stress-Level.

Pandemiebedingt steigt in vielen Familien das Stress-Level.

Aktuelle Herausforderungen & kreative Lösungen

Obwohl wir Kindertagesstätten und Familienzentren größtenteils schließen müssen und Beratungsarbeit nicht mehr von Angesicht zu Angesicht möglich sind, ist es unser Hauptziel, so viele Familienhilfen wie möglich unbedingt aufrecht zu erhalten. Denn gerade in unserer Beratungsarbeit ist der persönliche Kontakt und Austausch mit Eltern und Kindern besonders wichtig. Dabei gehen wir deutschlandweit neue Wege und erarbeiten kreative Lösungen: Gespräche über Sorgen und Nöte des Alltags, ja selbst Musikunterricht und Hausaufgabenhilfen funktionieren mittlerweile nicht nur „mit Abstand am Fenster“, sondern auch per Telefon, per E-Mail, per WhatsApp und per Videokonferenz.

Die meisten Second-Hand-Läden öffnen sehr individuell für bedürftige Familien oder stellen kontaktlos Kleidungs-Pakete zum Abholen zusammen, soziale Mittagstisch-Angebote haben ihre Logistik angepasst und bieten günstige und gesunde Gerichte zum Mitnehmen an. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschicken Basteltipps per Video und stellen Familien Beschäftigungs-Kisten oder mit Büchern gefüllte „Lese-Rucksäcke“ zum Abholen zur Verfügung, damit die Kinder zu Hause eine Möglichkeit haben, sinnvoll ihre Freizeit zu gestalten. Viele Kurse wie beispielsweise Musikunterricht oder Kochkurse wurden ins „virtuelle“ übersetzt oder Online-Aktionen speziell für Jugendliche erarbeitet. Auch die Ausbildungsangebote  wurden angepasst: Die Anleiter in den Einrichtungen halten über digitale Medien Kontakt zu den Jugendlichen und leisten telefonisch, per E-Mail oder Livechat Hilfe. Wo es geht, versuchen wir, persönlich Kontakt zu halten.

Finanzielle Nöte, familiäre Konflikte: Anfragen in Beratungszentren häufen sich

Aufgrund der Pandemie häufen sich besonders in den Beratungszentren die Anfragen. Die Familien beschäftigen aufgrund von Jobverlust oder Kurzarbeit verstärkt finanzielle Ängste. Vielen wachsen aufgrund der Doppelbelastung von Job und Homeschooling die Anforderungen über den Kopf. Besonders Alleinerziehende sind derzeit belastet, da vorhandene Netzwerke nicht mehr greifen können. Aufgrund fehlender Freiräume dreht sich leider auch die Gewalteskalationsspirale in den belasteten Familien schneller. Für viele Kinder und Jugendliche stellen die technischen Hürden beim Homeschooling ein großes Problem dar – sowie der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen, der besonders in der Phase der Pubertät zum Finden der eigenen Identität wichtig wäre.

Junges Kind mit Maske

Die Kontakteinschränkungen verhindern Treffen von Gleichaltrigen.

Homeschooling: eine Herausforderung auch für SOS-Kinderdorffamilien

Das Thema Homeschooling und die dafür notwendige technische Ausstattung, die vielerorts nur durch Spenden gesichert werden konnte, spielt auch in den SOS-Kinderdorffamilien eine tragende Rolle. Da es für die SOS-Kinderdorfmütter zeitlich nicht machbar ist, bis zu sechs Kinder gleichzeitig in unterschiedlichen Jahrgangsstufen zu unterstützen, verstärken – wo immer es möglich ist – Schulsozialarbeiter von SOS-Kinderdorf das Team. Ziel ist es, den Kindern den aktuellen  Schulstoff zu vermitteln oder Nachhilfe zu geben, damit die Kinder den Anschluss nicht verlieren. Zum Schutz der Gemeinschaft sind private Kontakte zu Freunden oder auch leiblichen Eltern auch in den SOS-Kinderdörfern so weit wie möglich eingeschränkt.

Auch im Ausland haben wir unsere Arbeit trotz der Krise aufrechterhalten, vielerorts den Einsatz noch verstärkt. Denn gerade in Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung, einer schwachen Wirtschaft und gesellschaftlicher Ungleichheit hat das Virus die Lage verschärft. Dort helfen wir mit medizinischer Versorgung, mit Information und Prävention und stellen eine grundlegende Schulbildung für viele Hundert Kinder sicher.

spenden

So können Sie helfen!

Spenden

Tipps: So kommen Sie gut durch den Lockdown