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Behaupte-Dich-Gegen-Mobbing-Tag

22. Februar 2020

Behaupte dich gegen Mobbing

37 Prozent der 12-19-jährigen Jugendlichen haben bereits mitbekommen, wie jemand per Handy oder im Internet fertig gemacht wurde, acht Prozent waren bereits selbst schon einmal betroffen, so die  JIM-Studie aus 2017**.

Mehr als jeder 5. Schüler im Alter von 15 Jahren wird mehrmals im Monat gemobbt.

PISA Studie 2018*

Der heutige Tag soll ein Zeichen gegen Mobbing setzen. Einer PISA Studie aus 2018* zufolge wird mehr als jeder 5. Schüler im Alter von 15 Jahren mehrmals im Monat gemobbt. Besonders schlimm ist aber das sogenannte Cybermobbing, das Mobbing im Netz. 37 Prozent der 12-19-jährigen Jugendlichen haben bereits mitbekommen, wie jemand per Handy oder im Internet fertig gemacht wurde, acht Prozent waren bereits selbst schon einmal betroffen, so die JIM-Studie aus 2017**.

Warum ist Cybermobbing besonders schlimm?

Kinder und Jugendliche werden nicht nur im realen, sondern auch im virtuellen Leben, über soziale Medien und andere Kanäle beleidigt. Das Handy ist ständiger Begleiter von Jugendlichen und so auch die bösen Kommentare von anderen – oft Jugendlichen, die sie bereits kennen. So entsteht bei Betroffenen das Gefühl diesen Anfeindungen gar nicht mehr entkommen zu können – selbst nicht in den eigenen vier Wänden.

Wie erkenne ich, ob mein Kind von Cybermobbing betroffen ist?

Das Verhalten und Wesen deines Kindes verändert sich. Dein Kind reagiert plötzliche gereizt, verschließt sich, zieht sich zurück oder spricht vielleicht gar nicht mehr mit dir. Manche Kinder und Jugendlichen reagieren aber auch psychosomatisch und klagen beispielsweise häufig über Kopfschmerzen, Bauchweh, etc.

Was ist jetzt wichtig?

Ihr solltet sofort handeln. Vorerst kann man bei entsprechenden Kommentaren sachlich darauf hinweisen, den Inhalt zu löschen. Wenn das nicht hilft, sollte derjenige blockiert und bei der Plattform gemeldet werden. Außerdem solltet ihr Beweise in Form von Screenshots sammeln.

Das Wichtigste ist: Gib deinem Kind Halt und Sicherheit. Gemeinsam übersteht ihr das.

Wie kann ich meinem Kind helfen?

Aber was ist eigentlich, wenn mein Kind andere mobbt, mein Kind also Täter ist?

Keine Vorwürfe

Wichtig ist es, dass du deinem Kind keine Vorwürfe machst oder es gar direkt zu bestrafst. Finde heraus, warum dein Kind andere mobbt. Dafür gibt es Gründe und diese solltest du herausfinden. Solltest du hier gar keinen Zugang zu deinem Kind bekommen, dann hole dir dafür professionelle Unterstützung.

Ursachen herausfinden und beseitigen

Wenn du die Ursachen dann herausgefunden hast, solltet ihr diese dringend beseitigen. Oftmals liegt es an einem fehlenden Selbstwertgefühl. Manchmal ist es schlicht ein Ruf nach Aufmerksamkeit. Ein Patentrezept hierfür gibt es nicht. Baue deinem Kind Brücken – es sitzt genauso in der Klemme wie sein „Opfer“.

Klärendes Gespräch mit dem Betroffenen

Außerdem sollte sich dein Kind beim betroffenen Kind oder Jugendlichen entschuldigen. Geht auf die Eltern des oder der Betroffenen zu und führt auch mit ihnen ein klärendes Gespräch. Seid ein Vorbild für euer Kind.

Als letzter Schritt kann auch eine Therapie hilfreich sein. Insbesondere wenn es um das Thema „Selbstwert“ geht, haben Mobbing-Attacken eine lange „Vorgeschichte“. Diese Geschichte zu verstehen hilft Kindern und Eltern, das Kapitel zu beenden. Sie lernen frühzeitig über Gefühle zu sprechen und andere Verhaltensweisen anzunehmen.

Beleidigung ist auch im Netz strafbar

Es gilt zwar das Recht der freien Meinungsäußerung (Artikel 5, Absatz 1 Grundgesetz), dennoch ist dieses durch Absatz 2 eingeschränkt: „Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.“

Dementsprechend sind Verleumdungen, Beleidigungen und Volksverhetzung auch im Netz strafbar und können zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.


Pisa Studie 2018

** JIM-Studie 2017

Wo finde ich schnell Hilfe?

Telefon für Kinder: 

0800 111 0333 oder vom Handy 116 111

Sprechzeiten: Montag bis Samstag 14.00 - 20.00 Uhr (am Samstag sitzen Jugendliche am Telefon)

Beratung auf Augenhöhe: www.JUUUPORT.de