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Aktuelles

Behaupte-Dich-Gegen-Mobbing-Tag!

18. Februar 2021

Cybermobbing

Schützen Sie Kinder und Jugendliche und stoppen Cybermobbing!

Am 22. Februar ist ist Behaupte-Dich-Gegen-Mobbing-Tag. Ein Tag, an dem wir auf das Thema Cybermobbing aufmerksam machen wollen. Ein Thema, das in Zeiten von Corona an Brisanz zugenommen hat.


Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing ist Mobbing in der virtuellen Welt. Besonders schlimm ist, dass man bösen, herabsetzenden Kommentaren und Hetze so scheinbar gar nicht mehr entkommen kann – selbst in den eigenen vier Wände nicht. Ein Ort der Schutz und Geborgenheit geben soll. Fängt es relativ harmlos mit einem Kommentar an, steigen oft andere Menschen ein – eine Art Shitstorm entsteht. Die Hemmschwelle ist in der virtuellen Welt oft niedriger. Vielen, die Hasskommentare absetzen, ist nicht bewusst, dass auch hinter diesem virtuellen Profil ein echter Mensch steht. Der neuesten JIM Studie aus 2020 zufolge gaben 29 Prozent der Jugendlichen an, dass schon einmal beleidigende oder falsche Sachen über sie im Netz verbreitet wurden. Zudem stieg die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen seit 2017 um 36 Prozent*. Und das mit ernsten Folgen: Jeder Vierte äußerte Suizidgedanken und jeder Fünfte griff aus Verzweiflung zu Alkohol und Tabletten.

Warum verschlimmert Corona die Lage?

Gerade jetzt im Lockdown wird ein Großteil der Kontakte über soziale Netzwerke gepflegt. Reale Kontakt sollen derzeit soweit es geht vermieden werden. Auch Kinder und Jugendliche verbringen mehr Zeit im Netz als vor Corona. Die beliebtesten Kanäle bei den Jugendlichen sind hierbei YouTube, Instagram und WhatsApp. Reale Kontakte werden durch virtuelle ersetzt. Leider werden auch Konflikte ins Internet verlegt. Das Problem hierbei ist wiederum die geringe Hemmschwelle. Konflikte im realen Leben eskalieren oft nicht so schnell wie die in der virtuellen Welt.

„Cybermobbing ist ein wachsendes Risiko. In der Pandemie verlagert sich das soziale Leben mit all seinen Vor- und Nachteilen ins Netz – und dort sind junge Menschen Mobbing noch stärker ausgeliefert als im realen Leben. Online ist es noch schwieriger, Beleidigungen aus dem Weg zu gehen oder Falschaussagen zu widerlegen. Viele Kinder und Jugendliche sind damit überfordert.“

Karen Silvester

Was tun bei Cybermobbing?

Wichtig ist es deshalb Kinder und Jugendliche vor Cybermobbing zu schützen. Oftmals ist es für Eltern kaum erkennbar, dass das Kind im Netz gemobbt wird. Cybermobbing ist unsichtbar. „Kinder haben auch online ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Anerkennung; wenn diese Bedürfnisse aber verletzt werden, sollten sie rechtzeitig Alarm schlagen und sich mitteilen. Bestärken Sie sie, frühzeitig über mögliche Probleme zu sprechen und auch selbst gegen feindliche Stimmung im Netz einzustehen anstatt mitzumachen“, rät Karen Silvester.

Ändert sich das Verhalten Ihre Kindes stark? Ist es zunehmend traurig? Sprechen Sie Ihr Kind offen darauf an! Weitere Tipps wie Sie Cybermobbing erkennen und was Sie tun können, erfahre Sie von unserer Medienexepertin Karen Silvester.

Wie kann man Cybermobbing vorbeugen?

„Ähnlich wie man als Kind lernt, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat, so sollte man jungen Menschen auch grundlegende Regeln im virtuellen Leben nahbringen“, meint Karen Silvester. Deshalb ist es wichtig, Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Außerdem rät unsere Expertin auch im Diskurs zu bleiben: „Eltern sollten wissen, was ihre Kinder im Netz tun. So können sie auch frühzeitig eingreifen, unterstützen oder gar professionelle Hilfe einholen, sollte es zu Cybermobbing kommen. Interessieren Sie sich, fragen Sie nach, lassen Sie sich die virtuelle Welt des Kindes erklären!“

*Techniker Krankenkasse, Pressemitteilung: "Jeder sechste Schüler von Cybermobbing betroffen", 02.12.2020

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