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#MissionInklusion - Die Zukunft beginnt mit dir

5. Mai 2019

SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth

Bewohner in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth

Mission Inklusion – auch bei SOS-Kinderdorf

Heute ist europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der unter dem Motto „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ steht.

Mit dem Namen SOS-Kinderdorf verbindet man zunächst die Ursprungsidee des Gründers Hermann Gmeiner: Kinderdorffamilien. Doch in nun 70 Jahren, die nun schon seit der Gründung von SOS-Kinderdorf vergangen sind, haben sich auch die Angebote der Einrichtungen an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst. So gibt es inzwischen Wohngruppen, Kindertageseinrichtungen, Beratungsangebote, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser und noch vieles mehr.

Hermann Gmeiner in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth

SOS-Kinderdorf Gründer Hermann Gmeiner bei der offiziellen Eröffnung der Dorfgemeinschaft Hohenroth

Auch SOS-Kinderdorf bemüht sich bereits seit Jahrzehnten um die Inklusion und Verselbständigung von Menschen mit Behinderung. Die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth feierte im letzten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Insgesamt fördert SOS-Kinderdorf drei Dorfgemeinschaften in Deutschland: die Dorfgemeinschaften Hohenroth und Grimmen-Hohenwieden und den Hof Bockum.

Unsere Dorfgemeinschaften

In allen drei Dorfgemeinschaften leben Menschen mit Behinderung in unterschiedlichen Wohnformen. In sogenannten Hausgemeinschaften leben bis zu neun Bewohner zusammen mit einem Betreuer-Paar, den Hauseltern, in einer Wohngemeinschaft. Die betreuten Frauen und Männer können hier so selbständig wie möglich sein und bekommen dennoch Sicherheit, Rückhalt und Orientierung. Wann ist es Zeit in die Arbeit zu gehen? Wann gehe ich zum Mittag wieder nach Hause? Wie gehe ich mit Geld und Besitz um? Zu alle diesen Fragen bekommen die Betreuten von ihren Bezugspersonen Hilfestellungen.  Selbständigere Bewohner der Dorfgemeinschaften leben in Wohngruppen mit ambulanter Betreuung und erhalten so die nötige Unterstützung im Alltag.

Arbeiten können die Bewohner in den dorfeigenen Werkstätten oder Arbeitsbereichen. Von Webereien über Molkereien und Bäckereien bis zu Café und Hofladen – das Angebot ist vielfältig. So kann jeder Bewohner seinen Fähigkeiten und Talenten entsprechend gefördert werden.

Nach der Arbeit können sich die Bewohner dann den Freizeitaktivitäten widmen. In Hohenroth werden zum Beispiel im Theatersaal Theaterstücke eingeübt. Es wird gesungen, musiziert, getanzt und gemalt. Die Bewohner von Hof Bockum fahren auch gerne mal ins Schwimmbad oder gehen Eislaufen.

Inklusionskita SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden

Inklusionskita SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden

In der Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden gibt es auch eine Integrationskindertagesstätte. Vor kurzem wurde hier zusätzlich eine Waldkindergartengruppe eröffnet.

Alle drei Dorfgemeinschaften stehen für Besucher offen. Ob das auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen im dorfeigenen Café ist oder um die Erzeugnisse der Werkstätten in den Hofläden zu bestaunen und zu erwerben. Die Dorfgemeinschaften laden aber auch regelmäßig zu Veranstaltungen, Theateraufführungen und Konzerten ein, die von den Menschen aus der Umgebung gut besucht werden. Ein Höhepunkt in der Dorfgemeinschaft Hohenroth: der Adventsbasar. Auf diesen fiebern die Bewohner ganz besonders hin. Denn dort können sie den Besuchern die Produkte zeigen, die sie aus eigener Kraft hergestellt haben. Und auf diese sind sie ganz besonders stolz.

Tipp:

Bloggerin Katharina besuchte für ihren Blog Sonea Sonnenschein die Dorfgemeinschaft Hohenroth. In ihrem Beitrag gibt sie Einblicke in das Leben in der Dorfgemeinschaft. Hier geht’s zum Beitrag.

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