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Aus der Organisation 2020

Verelendung aufhalten

4. Dezember 2020

Für junge wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Erwachsene sind niederschwellige Jugendhilfeangebote oft die letzte verfügbare Hilfestation. Das Sozialpädagogische Institut des SOS-Kinderdorf e. V. (SPI) widmet diesem wichtigen Arbeitsfeld eine eigene Studie.

Wohnungslose Jugendliche und junge Erwachsene in der Jugendhilfe

Gesichtslose Einzelgänger? Die Studie untersucht insbesondere, wie förderliche Beziehungen zu
jungen Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen gelingen.

Junge Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen starten mit großen Schwierigkeiten ins Erwachsenenleben. Das kräftezehrende Überleben, vielfältige Risikofaktoren und ein komplexer Hilfebedarf stehen einer häufig unzureichenden Einbindung in das Hilfenetz gegenüber. Zudem sind praktische Ansätze bisher wenig aufgearbeitet. 

Eine laufende Studie des SPI schlägt hier eine Brücke. Sie macht das Wissen und die spezifischen Erfahrungen in den Einrichtungen des SOS-Kinderdorfvereins in Freiburg und Saarbrücken zugänglich und ordnet diese fachlich ein. Interviews mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zeigen, welche Ansprüche und Schwierigkeiten im Arbeitsfeld bestimmend sind, aber auch, welche Haltungen, Überzeugungen und Praktiken tragen.

Im Fokus steht die Beziehungsarbeit

Viele der betreuten Klientinnen und Klienten sind Einzelgänger, sie misstrauen Erwachsenen und haben geringe personale Ressourcen. Im Fokus der Angebote wie der Studie steht daher die Beziehungsarbeit. Wertschätzende Zugehörigkeit, Interesse und konkrete Unterstützung können für junge Menschen zum Ausgangspunkt des Vertrauens in sich und andere werden, das Entwicklungen in Gang setzt. Neben einer Selbstvergewisserung der beteiligten Projekte können die Studienergebnisse fachliche Anregungen und sozialrechtliche Impulse liefern.

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