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Hygieneschulung im äthiopischen SOS-Kinderdorf in Harar
SOS in der Welt

Helfen durch internationalen Zusammenhalt

Die weltweite Corona-Pandemie hat 2020 das Leben vieler Menschen beeinträchtigt. Und gerade für die ärmsten Familien ist die wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Unsicherheit durch die Pandemie häufig noch gewachsen. Der SOS-Kinderdorf e. V. unterstützt daher gezielt humanitäre SOS-Hilfsprojekte in mehreren Ländern.

Die andauernde Pandemie hat Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften stark belastet und so das Leben zahlreicher Menschen erschwert. Speziell die von vielen Regierungen verordneten Einschränkungen des sozialen Lebens beeinträchtigten und belasteten auch die von SOS-Kinderdorf Betreuten. Diese gehören in aller Regel bereits zu den Schwächsten ihrer Gesellschaft. Der SOS-Kinderdorf e. V. unterstützt daher gezielt SOS-Projekte in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika, die junge Menschen und ihre Familien in dieser weltweiten Krise unterstützen.

Psychosoziale Unterstützung: Familien in schweren Zeiten Halt geben

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in einigen Punkten weltweit vergleichbar, in anderen jedoch sehr unterschiedlich. So schlossen in fast allen Ländern monatelang die Schulen, Kinder aus SOS-Kinderdorffamilien oder –Wohngruppen mussten daheim unterrichtet werden. Ähnlich wie in Deutschland verursachte die Lockdown-bedingte lange Zeit in den eigenen vier Wänden erhöhte psychosoziale Belastungen. In vielen Ländern war es nicht mehr möglich, externe Beratungsangebote wahrzunehmen. Innovative pädagogische Konzepte waren gefragt und die lokalen SOS-Einrichtungen verstärkten die direkte psychosoziale Unterstützung: So gelang es, traumatisierten Kindern in SOS-Kinderdorffamilien und -Wohngruppen sowie in von SOS-Kinderdorf betreuten Pflegefamilien in Litauen beizustehen. Von Traumabearbeitungs-Trainings für Betreuungspersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Lehrkräfte profitieren auch Kinder und Jugendliche, die SOS-Kinderdorf normalerweise nicht direkt betreut.

Anschub für Bildung und Beratung: Digitale Zugänge eröffnen neue Möglichkeiten

Um das Homeschooling zu ermöglichen, wurden für die SOS-Kinderdörfer in Äthiopien, der Dominikanischen Republik, Jamaika und Italien internetfähige PCs beziehungsweise Tablets angeschafft. Außerdem wurden die Kinder entsprechend begleitet, damit sie diese digitalen Bildungszugänge adäquat nutzen können. Diese äußerst wichtige Unterstützung hilft sicherzustellen, dass gerade benachteiligte junge Menschen bei ihrer Schulbildung nicht ins Hintertreffen geraten und ihre Entwicklung weiterhin gut gefördert wird.

Online-Workshop im Benin

Weiterlernen trotz Corona: Jugendliche in Benin nehmen an einem Online-Workshop teil.

Vom SOS-Kinderdorfverein unterstützte Digitalisierungsmaßnahmen ermöglichten es zudem den Mitarbeitenden in den SOS-Familien- stärkungsprogrammen in Nepal und Bolivien, während des Lockdowns mit betreuten Familien im Kontakt zu bleiben und Beratungsangebote weiterzuführen. Diese wurden zusätzlich um Informationen zur Gesundheitsprävention und -sicherung erweitert. „In unseren Familienstärkungsprogrammen arbeiten wir daran, die Digitalisierung voranzutreiben und langfristige negative Folgen der Pandemie für Kinder zu vermeiden. Wir unterstützen alle Familien kontinuierlich mit Therapien und Schulungen zu verschiedenen Themen wie Biosicherheit und Ernährung“, erläutert etwa Guido Pecho, Programmdirektor Santa Cruz bei SOS-Kinderdorf Bolivien. „Wir haben außerdem die SOS-Kinderdorffamilien mit digitalen Geräten ausgestattet, damit die Kinder am Online-Unterricht teilnehmen können. Die Laptops und Mobiltelefone sind inzwischen zum wichtigsten Kommunikationsmittel geworden.“

Jugendliche in Benin, Bolivien, Nepal und dem Sudan erhalten in der Krise gezielte Unterstützung durch Bildungsmaßnahmen, insbesondere im IT-Bereich. Das hilft ihnen, auf einem sich verändernden Arbeitsmarkt beruflich langfristig auf eigenen Beinen zu stehen.

Gesundheit und Versorgung: „Ich bete zu Gott, dass diese Krise bald vorbei ist“

Besonders in Ländern ohne ausgebaute Sozialsysteme erhalten Menschen in Wirtschaftskrisen meistens nur wenige staatliche Leistungen. Durch die verordneten Einschränkungen des sozialen Lebens können Eltern vielerorts ihrer Beschäftigung nicht mehr nachgehen, um ihre Familien zu ernähren. Einschränkungen im Handel ließen außerdem die Preise für Lebensmittel und Hygieneartikel steigen. Wie stark die Belastung der Familien in vielen Fällen ist, vermittelt die Aussage von Anju, einer 25-jährigen Mutter, die in einem nepalesischen Familienstärkungsprogramm betreut wird: „Ich bete zu Gott, dass diese Krise bald vorbei ist und wir zu unserem Alltag zurückkehren können.“

SOS-Kinderdorf im Benin

SOS-Kinderdorf Benin betreibt 3 SOS-Kinderdörfer sowie, angebunden an diese Standorte, 2 Frühförderprogramme, 3 Arbeit - und
Ausbildungsprogramme für Jugendliche, 3 Familienstärkungsprogramme, 3 Schulen, 1 Mitarbeiterausbildungs- sowie je 1 Gesundheits- und 1 Nothilfeprogramm.


Familien in Äthiopien, der Dominikanischen Republik, Laos, Nepal und Sudan erhalten dank der Unterstützung des SOS-Kinderdorf e. V. finanzielle Hilfe oder Lebensmittelpakete. Dies hilft, die einbrechenden Einnahmen auszugleichen und Familien zu stabilisieren: „Endlich müssen wir nicht mehr von der Hand in den Mund leben und ich kann für die Zukunft planen“, erzählt Awadiya, eine Mutter, die an einem SOS-Familienstärkungsprogramm im Sudan teilnimmt.

Zudem bekommen betreute Familien und die in den stationären SOS-Angeboten Betreuten Informationen und Material zum Schutz ihrer Gesundheit. Dazu zählen etwa Mund-Nasen-Schutzmasken, Desinfektionsmittel oder Seife. Da der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso großgeschrieben wird, stehen auch ihnen diese gesundheitssichernden Maßnahmen zur Verfügung.

SOS-Kinderdorf auf Jamaika

SOS-Kinderdorf Jamaika betreibt 2 SOS-Kinderdörfer und 2 Pflegefamilienprogramme. Hinzu kommen 2 SOSJugendeinrichtungen,
um die Berufsausbildung und Verselbständigung junger Menschen zu begleiten.


Die internationale Corona-Hilfe des SOS-Kinderdorf e. V.

Mit bis zu 10 Millionen Euro unterstützt SOS-Kinderdorf Deutschland SOS-Projekte in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika, die junge Menschen und ihre Familien in der weltweiten Corona-Krise unterstützen.

Im Jahr 2020 ermöglichten oder förderten diese Hilfsgelder SOS-Projekte in folgenden Ländern:

Lateinamerika:
Bolivien, Dominikanische Republik, Jamaika

Europa:
Italien und Litauen

Afrika:
Äthiopien, Benin, Laos und Sudan

Asien:
Nepal