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Weißrussland

SOS-Kinderdorf in Weißrussland

SOS-Kinderdorf nahm seine Aktivitäten in Weißrussland nach der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 auf. Zurzeit betreiben wir verschiedene SOS-Kinderdorf-Einrichtungen und -Programme zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien in den Gemeinden. Es wurden Zentren zur Jugendbetreuung errichtet, um junge Erwachsene zu beraten und ihnen die Möglichkeit zu geben, durch betreutes Wohnen, die Selbständigkeit zu erlernen. 

Die SOS-Sozialzentren bieten Familienstärkungsprogramme an. Sie arbeiten mit lokalen Behörden zusammen, um vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedrohten Kindern, die Möglichkeit zu geben, in einer liebevollen familiären Umgebung aufzuwachsen. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

SOS-Kinderdorf in Weißrussland

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Weißrussland. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Weißrussland außerdem an drei Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Krankheiten wie HIV und Tuberkulose breiten sich aus

Die jüngsten sozialen Veränderungen haben auch Auswirkungen auf das Leben von Familien und Kindern. Laut UNICEF müssen fünf Prozent der Kinder unter 14 Jahren Kinderarbeit verrichten, und ein hoher Prozentsatz wird zwangsverheiratet, bevor die Kinder das Erwachsenenalter erreichen. Menschen in ländlichen Regionen sind auch aufgrund der veralteten Infrastruktur benachteiligt.  Viele haben nur unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen.

Da das Gesundheitssystem unterfinanziert ist, stellen Tuberkulose und HIV/AIDS bedeutende Probleme dar. Weißrussland hat einer der höchsten HIV/AIDS-Infektionsraten in der Region, und auch die Tuberkulose-Epidemie wird durch die Armut einiger Bevölkerungsteile verschlimmert.

Wirtschaftliche und politische Situation

Der Großteil der Wirtschaft ist weiterhin unter staatlicher Kontrolle. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist in staatlichen Betrieben beschäftigt. Fast ein Viertel der Bevölkerung arbeitet in der Industrie. Aber auch die Landwirtschaft ist mit 10 Prozent der Erwerbstätigen von Bedeutung. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt sechs Prozent.

Nach einem erheblichen Einbruch in den Jahren 2015/2016 konnte in 2017 wieder ein leichtes Wirtschaftswachstum verzeichnet werden. Die wirtschaftliche Lage des Landes bleibt jedoch erschwert. Das Land ist international kaum wettbewerbsfähig und überwiegend von Russland abhängig, wohin knapp die Hälfte aller Exporte gehen. Hauptaugenmerk der Regierung liegt daher in der Erschließung neuer Exportmärkte.

12

aller Jugendlichen sind arbeitslos

spenden

429

USD beträgt der monatliche Durchschnittslohn

5

aller Kinder leiden unter Mangelernährung

patenschaft

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