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Ungarn

SOS-Kinderdorf in Ungarn

SOS-Kinderdorf setzt sich seit den 1980-er Jahren in Ungarn für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien ein. Unsere Sozialzentren arbeiten mit lokalen Gemeinden und Behörden zusammen, um Kinder und ihre Familien zu unterstützen, damit sie in einem liebevollen familiären Umfeld aufwachsen können. Wenn Kinder nicht länger in ihren Familien bleiben können, werden sie von SOS-Kinderdorf-Müttern in einem liebevollen Zuhause betreut. Darüber hinaus bietet SOS-Kinderdorf auch jungen Menschen Unterstützung und die Möglichkeit des betreuten Wohnens.

Als Reaktion auf die Flüchtlingskrise von 2015, unterstützt SOS-Kinderdorf Flüchtlinge sowohl in Budapest als auch in den südlichen und westlichen Teilen des Landes. Wir helfen Familien mit Kindern und unbegleiteten Kindern. Unsere Hilfe hängt immer davon ab, was die Flüchtlinge brauchen, aber in der Regel beinhaltet sie die Bereitstellung von Unterkunft, Nahrung und Gesundheitsversorgung.

SOS-Kinderdorf in Ungarn

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Ungarn. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Ungarn außerdem an vier Standorten durch Jugendeinrichtungen, Sozialzentren sowie Nothilfeprogrammen.

Minderheiten leiden unter Ausgrenzung und Benachteiligung

Dank diverser Familienstärkungsprogramme der Regierung konnte in den letzten Jahren die Zahl der von Armut betroffenen Kinder auf 20 Prozent gesenkt werden. Die Minderheiten der Sinti und Roma aber leiden nach wie vor unter Ausgrenzung, mangelnden Bildungschancen und damit verbundener Armut. Menschenrechtsorganisationen zufolge sind die Roma auf dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt und dem Bildungssektor nach wie vor benachteiligt. Zwar hat die Regierung durch gezielte Maßnahmen zur Integration hier gute Fortschritte erzielen können. Roma-Kinder brechen dennoch immer noch überdurchschnittlich häufig die Sekundarschulbildung ab, wodurch ihre zukünftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt eingeschränkt sind.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Wirtschaftskrise von 2009 hat Ungarn gut überwunden. Dank im Jahre 2010 eingeführter Sondersteuern gelang es der Regierung die Staatsverschuldung erheblich zu reduzieren. Die meisten Ungarn arbeiten im Dienstleistungssektor. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequelle - mehr als 10 Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Ungarn. Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung ist in der Industrie beschäftigt, ca. fünf Prozent arbeiten in der Landwirtschaft. Angesichts einer niedrigen Arbeitslosenquote von rund vier Prozent, der gegenüber aber eine hohe Abwanderung fachlich gut ausgebildeter junger Menschen steht, sieht sich das Land mit einem akuten Fachkräftemangel konfrontiert.

20

aller Kinder leben in Armut

14

der Gesamtbevölkerung gelten trotz Arbeit als arm

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