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Geflüchtete Ukraine
Notlage

Krieg in der Ukraine

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SOS-Kinderdorf in der Ukraine

„SOS-Kinderdorf wird helfen, so lange dieser Krieg auch dauern wird. Und auch danach werden wir beim Wiederaufbau helfen und Kinder in Not so lange unterstützen, wie sie unsere Hilfe benötigen.“

Julian Erjautz, Nothilfe-Koordinator SOS-Kinderdorf International

Seit Monaten gefährdet der Krieg in der Ukraine das Leben von Millionen Kindern und Familien und zwingt diese zur Flucht und die Zahl der zivilen Opfer steigt. SOS-Kinderdorf International plant mit seiner humanitären Hilfe in den nächsten Jahren 500.000 Menschen aus der Ukraine zu erreichen. 


Direkte Hilfe in der Ukraine

Seit Beginn des Krieges setzt SOS-Kinderdorf Ukraine seine Aktivitäten fort, leistet vor Ort Soforthilfe, und baut seine Hilfsmaßnahmen bedarfsorientiert kontinuierlich aus. 

Das Team von SOS-Kinderdorf Ukraine betreut 492 Familien mit 1.275 Kindern weiter und bietet neue Dienstleistungen an.
In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen unterstützt SOS-Kinderdorf Ukraine Menschen auf der Flucht mit Nahrungsmitteln, Bedarfsgütern und WASH*.

In Lwiw wurde ein „Mutter-Kind-Zentrum“ eröffnet. Schwangere Frauen und Mütter mit Babys und Kleinkindern auf der Flucht erhalten hier u.a. medizinische Beratung, Babynahrung und einen Rückzugsort um sich auszuruhen.   

113 Mitarbeitende aus der Ukraine erhielten Unterstützung beim Umzug und bei der Eingewöhnung am neuen Wohnort.

* WASH steht Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene

Hilfe für Geflüchtete in europäischen SOS-Programmen

Die Hilfe wird aktuell auf bestehende Kinderdorfprogramme in weiteren europäischen Ländern ausgeweitet. 1.350 Kinder und Erwachsene erhalten derzeit Hilfeleistungen in SOS-Programmen  in Polen, Rumänien, Tschechien, Litauen und anderen Ländern in Form von Unterbringungsmöglichkeiten, materieller und psychosozialer Unterstützung  sowie medizinischer Versorgung. Die Kinder werden beim Onlineunterricht begleitet bzw. in Bildungseinrichtungen angemeldet. Die Eltern bekommen Unterstützung bei der Arbeitssuche.
 

Unsere Unterstützung in Deutschland

Die SOS-Einrichtungen in Deutschland stellen kurz- und langfristig Wohnraum für Frauen, Kinder und Familien bereit. Die Geflüchteten erhalten zudem psychologische Hilfe und werden von Dolmetschern und SOS-Mitarbeitern im Alltag unterstützt – beispielweise beim Einkaufen oder bei Arzt- oder Behördenbesuchen. In den SOS-Familienzentren können sie verschiedene Angebote wie offene Treffs, Mittagstisch oder Deutschkurse kostenlos wahrnehmen.

Unsere Maßnahmen in der Ukraine-Krise

Folgende Hilfsmaßnahmen für die in Not geratenen Familien werden in der Ukraine, in weiteren europäischen Ländern und in Deutschland aktuell umgesetzt bzw. vorbereitet: 

  • Unterstützung bei der Evakuierung von Kindern und Familien vor Ort
  • Bereitstellung von Notunterkünften
  • Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hygiene-Artikeln
  • Psychologische und medizinische Soforthilfe  
  • Sicherstellung von Bildung für geflüchtete Kinder
  • Errichtung von kinderfreundlichen Räumen
  • Mittel- und langfristige alternative Betreuung und Unterstützung bei der Integration von geflüchteten Müttern und Kindern 
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Das können Sie beispielsweise bewirken

82856

30

ein Lebensmittelpaket für eine Familie

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60

sofortige psychologische Hilfe für eine Mutter und ihr Kind

82856

80

Kleidung für einen Jugendlichen

„Der Angriff Russlands in der Ukraine bringt hunderttausende Kinder in Gefahr. Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass dieser Krieg sofort endet.“

Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende SOS-Kinderdorf e.V.

So hilft SOS-Kinderdorf im Ausland


756 Kinder in Betreuung* in SOS-Programmen

  • 4 Belgien
  • 2 Bulgarien
  • 59 Deutschland
  • 5 Estland
  • 11 Italien
  • 46 Lettland
  • 36 Litauen
  • 37 Österreich
  • 187 Polen
  • 56 Rumänien
  • 266 Tschechien
  • 47 Ungarn

Hinweis: Alle Daten geben den Stand zum Redaktionsschluss am 12.04.2022 wieder.
*Die Zählung beinhaltet sowohl unbegleitete Minderjährige als auch stationär betreute Kinder aus den SOS-Programmen. Zusätzlich wurden hunderte Eltern untergebracht

Unterstützung in drei Phasen in der Ukraine und den europäischen Nachbarländern

SOS-Kinderdorf unterstützt die Ukraine und ihre Bevölkerung im Krieg und darüber hinaus.

Soforthilfe
Soforthilfe Ukraine

Grundversorgung, Evakuierung, psychologische und medizinische Soforthilfe und Bereitstellung von Notunterkünften, Schutz von Kindern ohne Eltern und Verhinderung von Familientrennungen.

Grundversorgung, Evakuierung, psychologische und medizinische Soforthilfe und Bereitstellung von Notunterkünften, Schutz von Kindern ohne Eltern und Verhinderung von Familientrennungen.

Mittelfristige Hilfe


Mittelfristige Hilfe Ukraine

Alternative Unterbringungsformen für Kinder ohne Eltern, Integration von geflüchteten Müttern und Kindern im Ausland sowie Familienzusammenführung.

Alternative Unterbringungsformen für Kinder ohne Eltern, Integration von geflüchteten Müttern und Kindern im Ausland sowie Familienzusammenführung.

Langfristige Hilfe
Langfristige Hilfe

Wiederaufbau von alternativen Betreuungssystemen für Kinder ohne Eltern im Fokus auf Pflegefamilien nach dem Krieg.

Wiederaufbau von alternativen Betreuungssystemen für Kinder ohne Eltern im Fokus auf Pflegefamilien nach dem Krieg.

So hilft SOS-Kinderdorf Rumänien

Rumänien musste als Nachbarland direkt auf den Krieg in der Ukraine reagieren. Schnell kamen viele Geflüchtete über die Grenze zur Ukraine. Diana Podaru, Nationaldirektorin SOS-Kinderdorf Rumänien, erklärt, wie SOS-Kinderdorf Rumänien kurz-, mittel- und langfristig Hilfe leistet.


So hilft SOS-Kinderdorf International

Nothilfe-Koordinator von SOS-Kinderdorf International Julian Erjautz erklärt, welche Maßnahmen SOS-Kinderdorf in der Ukraine aber auch in Nachbarländern wie Polen und Rumänien ergreift, um den Kindern und Familien zu helfen.


Drei Phasen der Hilfe in Deutschland

Kurzfristig
  • Alle SOS-Einrichtungen in Deutschland haben ihre aktuell freien Ressourcen hinsichtlich der Unterbringung von Geflüchteten erhoben. Diese Kapazitäten können zentral abgerufen werden.
  • Die Einrichtungen können diese Räumlichkeiten sofort und unbürokratisch für die Aufnahmen von geflüchteten Menschen verwenden.*
  • Unterschiedliche SOS-Einrichtungen kooperieren zudem untereinander, um weitere Betreuungs- und Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Wir bieten nach Möglichkeit auch kurzfristig Wohnraum in den Einrichtungen an. Relevant ist dabei, dass die geflüchteten Menschen so schnell wie möglich Begleitung und Unterstützung erhalten. Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass die Menschen aus der Ukraine eigenständig wohnen werden.
  • Auch die Versorgung von Geflüchteten mit Kleidung und Hygieneartikeln findet  vor Ort statt und wird von den jeweiligen Einrichtungen organisiert. Bei der Gestaltung der schnellen, unmittelbaren Hilfen sind kurzfristig Kompromisse nötig, mittelfristig sind die üblichen Jugendhilfestandards zu berücksichtigen.

*Wir orientieren uns bei der Aufnahme von Geflüchteten in den Einrichtungen insbesondere an den in der Vereinssatzung definierten Zielgruppen: Unterstützung für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Innerhalb dieser Gruppen wird keine Priorisierung vorgenommen.

Mittelfristig
  • Die Einrichtungen haben bereits begonnen, Maßnahmen zur Integration der Geflüchteten vorzubereiten: Dazu gehören Sprachkurse (auch mit Kinderbetreuung), gezielte Gruppenangebote für Geflüchtete u.v.m. Die Einrichtungen haben bereits Mitarbeitende mit der entsprechenden Sprachkompetenz identifiziert und werden diese ab sofort schulen. Es kann auch sinnvoll sein, dass Mitarbeitende grundlegende Kenntnisse in Ukrainisch erwerben, um eine Verständigung zu ermöglichen. 
  • Die Einrichtungen werden nochmals verstärkt Mitarbeitende in der traumapädagogischen Begleitung von Geflüchteten weiterbilden.
Langfristig

Wir gehen davon aus, dass geflüchtete Menschen aus der Ukraine auch langfristige Bleibeperspektiven benötigen werden. Vor diesem Hintergrund spielen künftig die Themen Fachkräftegewinnung und -haltung, berufliche Integration und Integration in das Bildungssystem aus unserer Sicht eine entscheidende Rolle. Wir bieten über unsere niedrigschwelligen Angebote der Familienunterstützung die notwendigen Strukturen und das Fachwissen, diese Leistungen anzubieten und zu entwickeln.

SOS-Kinderdorf in der Ukraine

In den 1990-er Jahren nahmen mehrere ukrainische Hilfsorganisationen, die Familien und Kinder in Not unterstützen, mit SOS-Kinderdorf Kontakt auf, in der Hoffnung, dass wir auch in der Ukraine unsere Tätigkeit aufnehmen. 2003 eröffnete SOS-Kinderdorf ein Büro in Kiew und im selben Jahr starteten wir ein Familienstärkungsprogramm. 2009 konnte  das erste ukrainische SOS-Kinderdorf in Brovary eröffnet werden. Dort finden seither Kinder ohne elterliche Betreuung in einer der SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause.

SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Ukraine durch SOS-Pflegefamilien, Jugendwohngruppen, die SOS-Familienstärkung sowie das Nothilfeprogramm. 

FAQs zur humanitären Hilfe für die Ukraine

Wie hilft SOS-Kinderdorf?

SOS-Kinderdorf International plant mit seiner humanitären Hilfe in den nächsten Jahren 500.000 Menschen aus der Ukraine zu erreichen.

 Zu den sofortigen Hilfsmaßnahmen für in Not geratene Familien zählen: 

  •  Unterstützung bei der Evakuierung der Betroffenen
  • Bereitstellung von Notunterkünften
  • Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln
  • Psychologische und medizinische Soforthilfe

Auch in Deutschland unterstützen die SOS-Einrichtungen ankommende geflüchtete Familien und unbegleitete Minderjährige. Ihnen werden Unterbringungsmöglichkeiten, aber auch psychosoziale Unterstützung und Integrationshilfen zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos erhalten Sie hier.

Um den Betroffenen zu helfen, ist SOS-Kinderdorf auf Unterstützung angewiesen. Jeder Beitrag ist in dieser schlimmen Situation eine wichtige Hilfe!

Warum sind Geldspenden wichtig?

Der Bedarf in der Ukraine ist enorm groß – kurz-, mittel- und langfristig. Der Bedarf, was tatsächlich benötigt wird, ändert sich sehr schnell. Deshalb sind Geldspenden wichtig. So kann bedarfsgerecht vor Ort das organisiert werden, was gerade benötigt wird. Außerdem verursachen Sachspenden einen höheren Verwaltungsaufwand für zum Beispiel Sichten, Sortieren, Lagerung, Transport.

Wichtig ist zu sagen, dass jeder Beitrag wichtig ist. Gemeinsam können wir viel bewirken.

Ich habe eine Unterbringungsmöglichkeit. Kann ich helfen?

SOS-Kinderdorf hat sich bereit erklärt, flüchtende junge Men-schen aus der Ukraine in Deutschland aufzunehmen und zu un-terstützen. Natürlich hoffen wir, dass alle, die jetzt auf der Flucht sind, bald wieder sicher in ihre Heimat zurückkehren können. Aber wir stehen bereit, um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in unseren deutschen SOS-Einrichtungen zu betreuen. Es ist aber nicht geplant, Geflüchtete auch außerhalb unserer Einrichtungen unterzubringen.

Viele deutsche Städte und Gemeinden bereiten sich bereits darauf vor, Menschen aus der Ukraine aufzunehmen. Gerne können Sie sich mit Ihrem Angebot an Ihre Stadt oder Kommune wenden, die sehr dankbar Angebote von Privatpersonen annehmen werden, Geflüchtete aus der Ukraine vorübergehend unterzubringen.

Kann ich mit Sachspenden helfen?

In der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine ist nicht absehbar, ob und in welcher Form dort Sachspenden gebraucht werden. Auch wäre es aktuell nicht möglich, diese von Deutschland aus in unsere ukrainischen Einrichtungen zu transportieren.

Es ist aber zu erwarten, dass viele Geflüchtete auch nach Deutschland kommen werden. Diese Geflüchteten werden in der Mehrzahl Mütter und Kinder sein, da es Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren nicht gestattet ist auszureisen. Viele deutsche Städte und Gemeinden bereiten sich darauf vor. In München beispielsweise kann man sich schon jetzt auf der Website der Stadt München registrieren und dort angeben, zu welchen Hilfeleistungen man imstande ist: Sachspenden, Wohn-raum, andere Hilfsformen. Dies ist auch bei zahlreichen anderen Städten und Gemeinden möglich. Darüber hinaus gibt es überall regionale Hilfsinitiativen für Geflüchtete, die man ebenfalls kontaktieren kann.

Von den deutschen SOS-Einrichtungen aus sind derzeit keine Hilfslieferungen mehr in die Ukraine geplant. Wenn solche Lieferungen stattfinden sollten, dann von den Nachbarländern der Ukraine, wie zum Beispiel von SOS-Kinderdorf in Polen. Unsere SOS-Kollegen in Polen nehmen schon jetzt in ihren SOS-Einrichtungen Familien aus ukrainischen SOS-Einrichtungen auf, deren Sicherheit in der Ukraine nicht mehr gewährleistet werden kann.

Es ist davon auszugehen, dass auch in Deutschland der Bedarf an Babynahrung, Decken etc. steigen wird, weil Mütter mit ihren Kindern nach Deutschland kommen werden. Wer hier unterstützen möchte, kann sich in seinem Wohnort an die Gemeinde- bzw. Stadtverwaltungen wenden, wo die Hilfsleistungen koordiniert werden.

Kann ich mich ehrenamtlich vor Ort engagieren?

Aufgrund der vielen Geflüchteten, die auch nach Deutschland kommen, werden sicher viele helfende Hände benötigt.

Viele deutsche Städte und Gemeinden bereiten sich bereits darauf vor, Menschen aus der Ukraine aufzunehmen und koordinieren Sachspenden und ehrenamtliches Engagement. Gerne können Sie sich mit Ihrem Angebot an Ihre Stadt oder Kommune wenden, die sehr dankbar Angebote von Privatpersonen annehmen werden. Wenn es im direkten Umfeld eine SOS-Einrichtung gibt, kann auch diese direkt kontaktiert werden. Wir haben leider nicht die Möglichkeit, solche Angebote zentral zu koordinieren.

An wen können sich betroffene Familien, Mütter, Kinder und Jugendliche wenden?

Ankommende Familien oder Mütter mit Kindern müssen sich vor Ort in der Kommune registrieren lassen (z.B. Landratsamt, Stadtverwaltung, Rathaus). Nach der Registrierung haben Familien aus der Ukraine Zugang zu allen Unterstützungsleistungen, die sie brauchen (inkl. Schulbesuch). Alleinreisende Minderjährige müssen beim örtlichen Jugendamt gemeldet werden, das dann für deren Unterbringung sorgt. Hier finden Sie das zuständige Jugendamt.

Allgemeiner Hinweis
Im Ausnahmefall kann es nach öffentlichen Spendenaufrufen zu einem bestimmten Zweck zu der Situation kommen, dass für den konkreten Spendenzweck entweder zu viel Geld gespendet wurde oder wegen der projektbezogenen äußeren Umstände die Gelder nicht oder nicht zeitnah für den konkreten Spendenzweck eingesetzt werden können. Diese werden dann für ein vergleichbares Projekt, jedenfalls aber für satzungsmäßige Zwecke eingesetzt.