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Ukraine

SOS-Kinderdorf in der Ukraine

In den 1990-er Jahren nahmen mehrere ukrainische Hilfsorganisationen, die Familien und Kinder in Not unterstützen, mit SOS-Kinderdorf Kontakt auf, in der Hoffnung, dass wir auch in der Ukraine unsere Tätigkeit aufnehmen. 2003 eröffnete SOS-Kinderdorf ein Büro in Kiew und im selben Jahr starteten wir ein Familienstärkungsprogramm. 2009 konnte  das erste ukrainische SOS-Kinderdorf in Brovary eröffnet werden. Dort finden seither Kinder ohne elterliche Betreuung in einer der SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause.

Seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine im Jahr 2014, sind rund 1,7 Millionen Menschen intern vertrieben worden, 3,1 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Hunderttausende Kinder und Familien im gesamten Land leiden schwer unter der aktuellen Situation.  SOS-Kinderdorf hilft derzeit in Brovary, Kiew und anderen Gebieten der Ostukraine, die von den Kämpfen betroffen sind.

SOS-Kinderdorf in der Ukraine

Derzeit unterhält unsere Organisation zwei SOS-Kinderdörfer in der Ukraine. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Ukraine außerdem an zwei Standorten durch Jugendeinrichtungen, Sozialzentren sowie Nothilfeprogrammen.

Unzählige Menschen leiden unter Armut und dem Mangel an medizinischer Versorgung

In den letzten Jahrzehnten gab es in der Ukraine viele politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen. Diese Instabilität hatte negative Auswirkungen auf das Leben der Familien und Kinder. Nach dem Beginn der Kämpfe im Jahr 2014 hat sich die Situation insbesondere in den östlichen Gebieten verschlimmert. Das ganze Land ist von diesem Konflikt betroffen: seit dem Jahr 2015 sind sowohl die Arbeitslosigkeit als auch die Armut angestiegen. Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Bevölkerung in Armut lebt. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern ist die Lebenserwartung mit 71 Jahren sehr niedrig.  Zu den Hauptursachen zählen die Umweltverschmutzung, schlechte Ernährung, Rauchen und Alkohol sowie ein finanziell schlecht ausgestattetes Gesundheitssystem. Die HIV/AIDS-Infektionsrate ist eine der höchste in ganz Europa und die Zahlen steigen weiter an.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Wirtschaft des Landes leidet unter der geringen Wettbewerbsfähigkeit, veralteten Industrieanlagen und einem hohen Modernisierungsbedarf. Trotz hohem Ausbildungsstand sind die Löhne sehr gering. Die Preise für Nahrung, Basisgüter und grundlegende Versorgung (wie beispielsweise Gas und Strom) sind angestiegen, so dass es für viele Familie schwer ist, mit den niedrigen Löhnen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Besonders Jugendliche finden nur schwerlich eine Arbeit. Viele dieser Arbeitsplätze sind zeitlich befristet und lassen kaum längerfristige Planungen zu.  In den letzten Jahrzehnten sind in der Folge viele Ukrainer auf der Suche nach einem besseren Leben ins Ausland abgewandert.

23

aller Jugendlichen sind arbeitslos

18

der Bevölkerung sind in unsicheren Arbeitsverhältnissen beschäftigt

34

der Menschen leben in Armut

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