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Spanien

SOS-Kinderdorf in Spanien

SOS-Kinderdorf ist seit Ende der 1960-er Jahre in Spanien tätig. 1981 wurde der nationale SOS-Kinderdorf-Verein in Spanien gegründet und ist seither für die Arbeit unserer Organisation vor Ort verantwortlich. SOS-Kinderdorf unterhält eine Reihe von Einrichtungen und Programmen, um auf die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien in den örtlichen Gemeinden zu reagieren. So bieten wir Unterstützung in Form von Beratungen zur Hilfe bei der Jobsuche oder psychologischem Beistand sowie Kinderbetreuung in Kindergärten. Es gibt fast 20 SOS-Tageszentren für gefährdete Familien und Kinder.

SOS-Kinderdorf in Spanien

Derzeit unterhält unsere Organisation acht SOS-Kinderdörfer in Spanien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Spanien außerdem an zehn Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Berufsausbildungszentren, Mitarbeiterschulungszentren sowie Sozialzentren.

Das traditionelle Rollenbild hat sich geändert

Seit Mitte der 1980-er Jahre ist Spanien ein Einwanderungsland; ca. drei Viertel des Bevölkerungswachstums sind auf die steigende Zahl von Einwanderern zurückzuführen. In der Vergangenheit waren hauptsächlich ältere Menschen über 65 von Armut betroffen, in jüngster Zeit jedoch sind auch vermehrt Einwanderer und Kinder in Mitleidenschaft gezogen worden. Aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen in Spanien hat sich auch das traditionelle Rollenmodell gewandelt, nach dem die Mütter zuhause blieben, um für die Kinder zu sorgen. Die Verschlechterung der sozialen Verhältnisse als Folge der Wirtschaftskrise zwingt viele junge Familien heute dazu, dass beide Elternteile einer Arbeit nachgehen müssen.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die spanische Wirtschaft, die hauptsächlich auf der Bauindustrie und dem Einkommen aus der Tourismusbranche basiert, wurde schwer von der Weltwirtschaftskrise getroffen. Nach schwierigen Jahren verzeichnet das Land nun wieder ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Drei Viertel der Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor, 20 Prozent in der Industrie und ca. 4 Prozent in der Landwirtschaft. 

Einer der Grundzüge des spanischen Arbeitsmarktes ist die Aufspaltung in zwei Klassen von Erwerbstätigen - ein Teil der Bevölkerung, vorwiegend ältere Menschen, ist in stabilen, geschützten Arbeitsverhältnissen tätig. Ein anderer Teil, der 12 Prozent der Erwerbsbevölkerung ausmacht, besteht aus jüngeren Arbeitnehmern und muss mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen kämpfen. Problematisch bleibt die hohe Arbeitslosenquote mit über 20 Prozent. Junge Menschen unter 25 sind jedoch besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen - knapp 50 Prozent dieser Altersgruppe haben keinen Arbeitsplatz.

49

der Jugendlichen finden keinen Job

12

der Bevölkerung arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

22

der Gesamtbevölkerung sind arbeitslos

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