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Serbien

SOS-Kinderdorf in Serbien

SOS-Kinderdorf ist seit den 1970-er Jahren in Serbien tätig. Damals gehörte das Land noch zum früheren Jugoslawien. Unsere Arbeit wurde nahe der Stadt Novi Sad im Norden des Landes begonnen und 2003 auf das Landeszentrum in der Nähe von Kraljevo ausgeweitet. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie. Junge Erwachsene können in spezielle Häuser und Wohnungen ziehen, in denen sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit von professionellen Fachkräften begleitet werden.

Als Reaktion auf die Flüchtlingskrise von 2015, konzentrieren sich unsere SOS-Nothilfeprogramme auf die Unterstützung von Kindern (vor allem von unbegleiteten Kindern), Jugendlichen, Müttern mit Kindern und Schwangeren. Wir sorgen für Schutz und Nahrungsmittel sowie medizinische Hilfe.

SOS-Kinderdorf in Serbien

Derzeit unterhält unsere Organisation ein SOS-Kinderdorf in Serbien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Serbien außerdem an drei Standorten durch Jugendeinrichtungen, Sozialzentren sowie zwei Nothilfeprogramme.

Besonders die Kinder leiden unter der Armut

Arbeitslosigkeit, Armut und gesundheitliche Probleme der Eltern wirken sich schwer auf das Wohlergehen der Kinder aus. Aufgrund der begrenzten Finanzmittel kann die Regierung nur ein Mindestmaß an sozialen Dienstleistungen, wie z.B. Schwangerschaftsbegleitung oder Kinderbetreuung für berufstätige Eltern bereitstellen. Auch die medizinische Versorgung ist unzulänglich. Rund sechs Prozent der Kinder unter 5 Jahren leiden an chronischer Mangelernährung. Jedes zehnte Kind muss Kinderarbeit verrichten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.

Wirtschaftliche und politische Situation

Serbien ist ein Beitrittskandidat der Europäischen Union und bemüht sich stark um die Erreichung der EU-Standards. Durch politische Unruhen und Konflikte während der 1990-er Jahre wurden die Infrastruktur und die Wirtschaft des Landes zerstört. Nach dem Krieg musste die Wirtschaft mühsam wieder aufgebaut werden. Die traditionellen Handelspartner und Handelswege waren verloren, und das Land stand vor der Herausforderung neue Handelsbeziehungen zu knüpfen. Aktuell fährt die Regierung einen starken Sparkurs mit wirtschaftlichen Strukturreformen. Die weit verbreitete Korruption, ein ineffizientes Rechtssystem sowie die hohen Arbeitslosenraten stellen das Land vor große Probleme.

6

aller Kinder leiden unter Mangelernährung

10

der Kinder müssen arbeiten

45

der Jugendlichen finden keinen Job

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