SOS-Kinderdorf hilft bedürftigen Kinder in Russland
Russland

SOS-Kinderdorf in Russland

1988 begannen die Verhandlungen zwischen SOS-Kinderdorf und der sowjetischen Lenin-Kinderstiftung. Zwei Jahre später wurde der Bau des ersten SOS-Kinderdorfes Tomilino nahe Moskau genehmigt. Seither haben wir unsere Arbeit stetig erweitert. SOS-Kinderdorf unterstützt gefährdete Familien, um sie vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren. Wir stellen sicher, dass sie Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen wie medizinische Betreuung und Bildung haben. Wenn Kinder trotz aller Unterstützung nicht bei ihren Eltern leben können, finden sie in SOS-Kinderdorf-Familien, die in die Gemeinden integriert sind, ein neues Zuhause. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung gibt es Schulungs- und Hilfsangebote von SOS-Kinderdorf um sicherzustellen, dass Kinder in Würde und Sicherheit in Familien aufwachsen können.

SOS-Kinderdorf in Russland

Derzeit unterhält unsere Organisation sechs SOS-Kinderdörfer in Russland. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Russland außerdem an sieben Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Krankheiten wie Tuberkulose breiten sich aus

In Russland gibt es große Unterschiede in Bezug auf den Lebensstandard. Ein Großteil der wirtschaftlichen Entwicklung hat in der Region Moskau stattgefunden. Die ländlichen Gebiete sind besonders benachteiligt: die Infrastruktur ist stark veraltet, und nicht alle Regionen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Das Gesundheitswesen weist erhebliche Defizite auf. Viele Krankenhäuser wurden aus Kostengründen in den letzten Jahren geschlossen, die technische und fachliche Ausstattung ist häufig unzureichend. Die Ausbreitung von Krankheiten wie Tuberkulose und HIV ist zu einem ernsthaften Problem geworden. Auch die Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren ist mit 10 Kindern auf 1000 Geburten besorgniserregend hoch.

Wirtschaftliche und politische Situation

Russland verfügt über große natürliche Ressourcen. Das Land ist weltweit größter Exporteur von Erdöl und Ergas. Nach einer schweren Rezession im Jahre 2015 kann aktuell ein erneutes leichtes Wirtschaftswachstum verzeichnet werden. Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit, Korruption sowie dringend notwendige Modernisierungen der Wirtschaftsbereiche behindern die weitere Entwicklung. Zwar bewegt sich die allgemeine Arbeitslosenquote bei knapp sechs Prozent, Jugendliche sind mit 15 Prozent hiervon jedoch besonders stark betroffen. Angesichts der niedrigen Löhne gelten rund vier Prozent der arbeitenden Bevölkerung als arm.

15

der Jugendlichen sind arbeitslos

10

von 1000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag

14

der Bevölkerung haben keinen Zugang zu geeigneten sanitären Einrichtungen

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SOS-Kinderdorfmutter Oksana öffnet die Herzen

Am 31. Oktober 2015 bricht für die vier Geschwister, Leyna, Katarina, Llia und Artiem eine Welt zusammen. Kinderdorfmutter Elena, zu der sie eben erst Vertrauen gefasst hatten, stirbt bei einem Flugzeugunglück. Sie sind zutiefst bestürzt, ziehen sich zurück.

Als Oksana in die Familie kommt und die neue Kinderdorfmutter werden soll, weiß sie, dass es schwierig werden wird, das Vertrauen der Kinder zurückzugewinnen.