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Rumänien

SOS-Kinderdorf in Rumänien

SOS-Kinderdorf begann seine Tätigkeit in Rumänien im Jahr 1989 nach dem Sturz des langjährigen Diktators Nicolae Ceausescu. Berichte über die entsetzliche Lage in rumänischen Waisenhäusern gingen um die ganze Welt - die Kinder waren unterernährt, schlecht versorgt und lebten unter grauenhaften Bedingungen. 1993 konnten die ersten Kinder mit ihren SOS-Familien in die ersten zwei SOS-Kinderdörfer ziehen. SOS-Kinderdorf hat seither seine Arbeit in Rumänien fortgesetzt und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien an landesweit drei Standorten.

SOS-Kinderdorf in Rumänien

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Rumänien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Rumänien außerdem an drei Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Zweitärmstes Land der Europäischen Union

Rumänien gilt als drittärmstes Land der Europäischen Union. Zwar sind Minderheiten von der Verfassung besonders geschützt. Dennoch sind diese Bevölkerungsgruppen im Alltag überproportional häufig von Armut und Ausgrenzung betroffen. Kinder, die in armen Familien leben, sind vielfach prekären Situationen ausgesetzt; dazu zählen die Ausbeutung durch Kinderarbeit, Gewalt und häusliche Gewalt. Rund 13 Prozent aller rumänischen Kinder leiden unter Mangelernährung und sind besonders anfällig für Krankheiten. Die Sterblichkeitsrate bei den unter 5-Jährigen liegt über dem EU-Durchschnitt.

Wirtschaftliche und politische Situation

Rumänien ist reich an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen. Nach dem Zusammenbruch der Ceausescu-Diktatur ging es dem Land wirtschaftlich lange Zeit sehr schlecht. Dank internationaler Hilfe konnte in den letzten Jahren eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage verzeichnet werden. Trotz hoher Wachstumsraten liegt das aktuelle Pro-Kopf-Einkommen dennoch bei lediglich 63 Prozent des EU-Durchschnitts. Rumänien gilt damit als drittärmstes Land der EU nach Bulgarien und Kroatien. Ein Viertel der Beschäftigten ist in unsicheren Arbeitsverhältnissen tätig. Zwar liegt die allgemeine Arbeitslosenquote bei vier Prozent, Jugendliche sind hier jedoch mit 15 Prozent überdurchschnittlich stark betroffen.

13

der Kinder leiden an Mangelernährung

8

von 1000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag

25

der Menschen sind in unsicheren Arbeitsverhältnissen beschäftigt

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