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Portugal

SOS-Kinderdorf in Portugal

SOS-Kinderdorf ist seit den frühen 60-er Jahren in Portugal tätig. Zu dieser Zeit war der Bedarf an Unterstützung für Kinder und Familien sehr groß. Kinder ohne elterliche Fürsorge wurden nach Alter und Geschlecht aufgeteilt und in Heimen untergebracht, in denen sie völlig von der Außenwelt abgeschnitten waren. SOS-Kinderdorf begann seine Aktivitäten in Estoril, ca. 25 km von der Hauptstadt Lissabon entfernt. Im Laufe der Jahre hat SOS-Kinderdorf seine Arbeit auf andere Einsatzgebiete ausgedehnt und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in den örtlichen Gemeinden.

SOS-Kinderdorf in Portugal

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Portugal. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Portugal außerdem an fünf Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Hohe Schulabbrecherquoten verhindern eine gute Ausbildung

Die Reformen zur Überwindung der Wirtschaftskrise der letzten Jahre hatten erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung. Sparmaßnahmen wie die Kürzung des Kindergeldes und Sozialleistungen trieben unzählige Familien an den Rand der Armut. Viele Kinder mussten zum Lebensunterhalt beitragen und arbeiten, die meisten davon in der Landwirtschaft.  Ein Großteil dieser Kinder bricht vorzeitig die Schule ab. Angesichts der fehlenden oder unzureichenden Ausbildung wird es immer schwieriger dem Teufelskreis von Armut und Arbeitslosigkeit zu entkommen.

Wirtschaftliche und politische Situation

Nach einer tiefen wirtschaftlichen Krise in 2013 befindet sich das Land mittlerweile wieder im Aufwärtstrend. 2016 konnte eine erhebliche Absenkung des Haushaltsdefizits sowie der Arbeitslosenrate erzielt werden. Insbesondere im Bereich Touristik, landwirtschaftlichen Produkten sowie der Industrie zeichnen sich solide Wachstumsraten ab. Schwerpunkt der Regierung liegt im Wirtschafts- und Finanzbereich, in dem viel Potential gesehen wird. Angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit und niedriger Durchschnittsgehälter kämpft Portugal jedoch mit der hohen Abwanderung junger Arbeitskräfte.

15

aller Jugendlichen finden keinen Job

557

brutto beträgt der gesetzliche Mindestlohn

17

der Bevölkerung arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

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