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Ferhard aus dem Irak
Geflüchtet nach Europa

Ferhards Traum vom Lernen

Mein Name ist Ferhard und ich bin 12 Jahre alt. In meiner Sprache bedeutet mein Name „mutig“. Mein Heimatland, in dem ich mit meiner Familie gelebt habe, der Irak, ist weit weg.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich mutig bin, aber ich weiß, dass ich mich bisher in meinem Leben vielen Herausforderungen stellen musste. Als ich noch sehr jung war, habe ich meinen Vater verloren. Von da an war ich alleine mit meiner Mutter. Als ich 2018 in Thessaloniki in Griechenland ankam, war ich gerade einmal neun Jahre alt.

Ferhard und seine Mutter

Ferhard und seine Mutter

Ein Traum geht in Erfüllung

Wir kannten niemanden und alles war so neu und beängstigend für uns. Ich habe mich so verloren und einsam gefühlt. Anfang 2019 haben wir dann von einem Bildungszentrum von SOS-Kinderdorf erfahren, in dem Flüchtlingskinder wie ich Bildungsangebote nutzen können, um neue Dinge zu lernen, zu spielen und Freunde zu finden. Es war das erste Mal, dass ich zur Schule ging. In meinem Heimatland war ich noch zu jung, um zur Schule zu gehen. Ich war so glücklich und aufgeregt. Ein Traum ging für mich in Erfüllung.

Anfangs als ich das SOS-Bildungszentrum besucht habe, konnte ich gerade einmal ein paar Worte Griechisch. Ich habe mich geschämt. Meine Lehrer waren sehr nett und haben mir vom ersten Tag an geholfen mehr zu lernen. Ich habe nie eine Stunde verpasst. Ich wollte sogar am Wochenende zum Unterricht, weil ich so meine Freunde sehen und mein Wissen testen konnte. Ich besuche das Bildungszentrum inzwischen seit über zwei Jahren und kann kaum noch zählen, wie viele Freunde ich kennengelernt habe und wie viel ich gelernt habe.

Wenn ich so zurückdenke, finde ich, dass Griechisch eigentlich eine einfache Sprache ist – wenn man sie mag. Ich bin nicht so gut in Mathe, aber ich liebe es Aufgaben für Griechisch, Englisch und Deutsch zu machen. Und ich mag Computer und nehme gerne an Kunst- und Zeichenprojekten teil.

Ferhard aus dem Irak

Ferhard liebt die Schule. Am liebsten lernt er Griechisch, Englisch und Deutsch.

Neue Zukunftsperspektiven

Doch meine Lehrer haben mich nicht nur im Unterricht unterstützt, sondern auch als meine Mutter gesundheitliche Probleme hatte und sehr traurig und einsam war, nachdem meine Großmutter gestorben ist. Ich war der einzige, der für sie sorgen konnte. Aber zur gleichen Zeit bin ich auch zur Schule gegangen. Trotzdem haben wir es geschafft!

Mein größter Traum ist es Lehrer zu werden und anderen Kindern beim Lernen zu helfen. Und sie zu ermutigen an sich zu glauben! Meine Vorbilder sind meine Lehrer im SOS-Bildungszentrum, weil sie an mich geglaubt und mich unterstützt haben. Und mir geholfen haben wieder zu träumen!

Ferhard und seine Mutter haben Griechenland Ende 2018 erreicht. Ferhard besucht den Unterricht und Ausbildungsangebote. Seine Mutter nimmt Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch. Die Familie erhält jeden Monaten Lebensmittel und andere Produkte.

Ferhard

Ferhards große Vorbilder sind die Lehrer im SOS-Bildungszentrum. Sie haben ihm das Vetrauen gegeben, wieder träumen zu dürfen.