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Flüchtlingscamp Moria
Griechenland

SOS-Kinderdorf in Griechenland

In der Nacht zum 9. September zerstörten mehrere Brände das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos komplett. 12.000 Geflüchtete lebten wochenlang ohne Unterkunft und ohne Grundversorgung auf der Insel Lesbos. Im neuen provisorisch eingerichteten Camp Mavrovouni leben nun 6.200 von ihnen, darunter auch 1.900 Kinder. Sie leben in Zelten direkt am Meer, der Witterung beinahe schutzlos ausgesetzt.

Das neue Camp bietet keinerlei Schutzräume für Mütter und Kinder. Monatelang waren die Menschen im Camp durch die Pandemie isoliert. Manche Menschen harren teilweise schon seit Jahren aus – vorher in Moria, nun in Mavrovouni. „Hunderte von Kindern verbinden den Begriff ‚Zuhause‘ mit einem Zelt in einem Flüchtlingslager“, erklärt Popi Gkliva, Leiterin des Flüchtlings-Nothilfeprogramm von SOS-Kinderdorf Griechenland und fügt hinzu: „Für diese Kinder ist es normal, in einer solchen Situation zu leben.“

SOS-Kinderdorf weist auf das besondere Schutzrecht von Flüchtlingskindern hin!

Wir von SOS-Kinderdorf sind der Überzeugung, dass ein Leben im Flüchtlingscamp für kein Kind Normalität sein darf. Außerdem weist SOS-Kinderdorf ausdrücklich auf das besondere Schutzrecht von Flüchtlingskindern hin, das in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. „Die Situation im Flüchtlingscamp Mavrovouni ist untragbar. Grundlegende Kinderrechte sind hier kontinuierlich verletzt. Wir als Gesellschaft müssen uns fragen, ob wir dabei zuschauen wollen, wie eine Generation von geflüchteten Kindern mit ihren Familien in menschenunwürdigen Verhältnissen aufwächst. Kinderrechte sind aber keine Verhandlungsmasse sondern eine völkerrechtliche Vereinbarung. Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträger*innen auf, der UN-Kinderrechtskonvention nachzukommen und diesen Kindern umfassenden Schutz zu gewähren“, so Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf e.V.

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SOS-Kinderdorf in Griechenland

SOS-Kinderdorf ist seit 1975 in Griechenland tätig. Infolge der Finanzkrise, die Ende der 2000-er Jahre begonnen hatte, haben wir unsere Arbeit im Land intensiviert. Unsere 11 Familienstärkungsprogramme, die beiden Jugendprogramme und die vier SOS-Kinderdörfer, die familiennahe Betreuung leisten, unterstützen über 2.200 Kinder und junge Erwachsene. Seit 2015 führen wir außerdem Nothilfeprogramme für in Griechenland eintreffende Flüchtlingsfamilien und –kinder durch.

Derzeit unterhält unsere Organisation vier SOS-Kinderdörfer in Griechenland. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Griechenland außerdem auch an 10 Standorten durch Jugendeinrichtungen, Sozialzentren und Nothilfeprogrammen.

Griechische Familien leiden unter Arbeitslosigkeit und Armut

Die griechische Wirtschaft geriet Ende 2009 in eine schwere Krise. Die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen hatten verheerende Folgen für die Mehrheit der griechischen Familien. Aufgrund von Steuererhöhungen, der steigenden Arbeitslosigkeit und der Kürzungen der Sozialleistungen führte die Armutsbelastung zu einer Zunahme an Scheidungen, Depressionen und Selbstmorden. 

Auch heute noch liegt die offizielle griechische Arbeitslosenrate bei knapp 20 Prozent, die Jugendlichen trifft es dabei besonders hart. Nur etwa jeder zweite findet noch einen Job. Viele Menschen haben seit Jahren kein festes Einkommen und können sich nur schwer dringend benötigte Medikamente und ärztliche Behandlungen leisten.

Wirtschaftliche und politische Situation

Zu Beginn des Konjunktureinbruchs im Jahr 2010 zählte die Staatsverschuldung zu den höchsten unter den Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU). Die griechische Regierung erhielt Rettungspakete von der EU und dem Internationalen Währungsfonds. Bedingung dafür war die Einführung einer Reihe von Sparmaßnahmen, darunter Kürzungen der öffentlichen Ausgaben und Steuererhöhungen. 

Die Lage wurde jedoch nicht besser. Bis 2016 war die Wirtschaft auf ein Viertel ihrer früheren Leistung geschrumpft, und die Staatsverschuldung auf über 300 Milliarden Euro gestiegen. Allmählich zeichnet sich eine leichte Besserung ab. Nach wie vor jedoch liegt das Hauptaugenmerk der Regierung auf der Bewältigung der Schuldenkrise.

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aller Jugendlichen finden keinen Job

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der Menschen arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

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der Gesamtbevölkerung sind arbeitslos