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Griechenland

SOS-Kinderdorf in Griechenland

SOS-Kinderdorf ist seit 1975 in Griechenland tätig. Infolge der Finanzkrise, die Ende der 2000-er Jahre begonnen hatte, haben wir unsere Arbeit im Land intensiviert. Unsere 11 Familienstärkungsprogramme, die beiden Jugendprogramme und die vier SOS-Kinderdörfer, die familiennahe Betreuung leisten, unterstützen über 2.200 Kinder und junge Erwachsene. Seit 2015 führen wir außerdem Nothilfeprogramme für in Griechenland eintreffende Flüchtlingsfamilien und –kinder durch.

SOS-Kinderdorf in Griechenland

Derzeit unterhält unsere Organisation vier SOS-Kinderdörfer in Griechenland. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Griechenland außerdem auch an 10 Standorten durch Jugendeinrichtungen, Sozialzentren und Nothilfeprogrammen.

Griechische Familien leiden unter Arbeitslosigkeit und Armut

Die griechische Wirtschaft geriet Ende 2009 in eine schwere Krise. Die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen hatten verheerende Folgen für die Mehrheit der griechischen Familien. Aufgrund von Steuererhöhungen, der steigenden Arbeitslosigkeit und der Kürzungen der Sozialleistungen führte die Armutsbelastung zu einer Zunahme an Scheidungen, Depressionen und Selbstmorden. 

Auch heute noch liegt die offizielle griechische Arbeitslosenrate bei knapp 25 Prozent, die Jugendlichen trifft es dabei besonders hart. Nur jeder zweite findet noch einen Job. Viele Menschen haben seit Jahren kein festes Einkommen und können sich nur schwer dringend benötigte Medikamente und ärztliche Behandlungen leisten.

Wirtschaftliche und politische Situation

Zu Beginn des Konjunktureinbruchs im Jahr 2010 zählte die Staatsverschuldung zu den höchsten unter den Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU). Die griechische Regierung erhielt Rettungspakete von der EU und dem Internationalen Währungsfonds. Bedingung dafür war die Einführung einer Reihe von Sparmaßnahmen, darunter Kürzungen der öffentlichen Ausgaben und Steuererhöhungen. 

Die Lage wurde jedoch nicht besser. Bis 2016 war die Wirtschaft auf ein Viertel ihrer früheren Leistung geschrumpft, und die Staatsverschuldung auf über 300 Milliarden Euro gestiegen. Allmählich zeichnet sich eine leichte Besserung ab. Nach wie vor jedoch liegt das Hauptaugenmerk der Regierung auf der Bewältigung der Schuldenkrise.

49

aller Jugendlichen finden keinen Job

30

der Menschen arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

25

der Gesamtbevölkerung sind arbeitslos

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