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Georgien

SOS-Kinderdorf in Georgien

Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1996 in der Nähe der Hauptstadt Tiflis eröffnet. Der Zusammenbruch der früheren Sowjetunion und die nachfolgenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen führten dazu, dass viele Kinder in Georgien dringend auf Hilfe angewiesen waren. 

Seit dem Jahr 2005 bieten SOS-Sozialzentren Programme zur Familienstärkung an, in denen direkt mit Familien, Gemeinden, lokalen Behörden und anderen Einrichtungen gearbeitet wird, um Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer liebevollen familiären Umgebung aufzuwachsen. SOS-Kinderdorf stellt sicher, dass Kinder Zugang zur Grundversorgung wie der Gesundheitsfürsorge und dem Bildungssystem haben und unterstützt Eltern bei der Suche nach Arbeit und beim Ausbau ihrer elterlichen Kompetenzen. 

Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

SOS-Kinderdorf in Georgien

Derzeit unterhält unsere Organisation zwei SOS-Kinderdörfer in Georgien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Georgien außerdem auch an zwei Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Die Unabhängigkeit brachte viele soziale Probleme mit sich

Der Übergang zur Demokratie hat komplexe soziale Probleme ausgelöst; davon sind auch die Kinder betroffen. Armut, Krankheit der Eltern, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch haben dazu geführt, dass viele Kinder nicht mehr bei ihren Ursprungsfamilien bleiben konnten. 

Kinder, die ungefähr ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, leiden außerdem unter einer höheren Armutsquote als der Rest der Bevölkerung; 28 Prozent der Kinder unter 18 Jahren leben unterhalb der Armutsgrenze. Kinder in ländlichen Regionen sind besonders benachteiligt - ihnen fehlt es an Zugang zum Bildungssystem, sozialer Unterstützung und Gesundheitsfürsorge. Georgien hat eine hohe Kindersterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren. 

Wirtschaftliche und politische Situation

Nach der Unabhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion wurden die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern aufgelöst. Georgien verlor seine günstigen Energiequellen, was zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft führte. In der Folge erschloss Georgien eigene Energiequellen, hauptsächlich aus Wasserkraftwerken und importiertem Gas aus Aserbaidschan. Dank der strategisch günstigen geographischen Lage zwischen Europa und Asien fungiert Georgien heute als Transitland für Gas, Öl und andere Güter.

Mit dem Zusammenbrechen der Wirtschaft fiel auch der Lebensstandard der Bevölkerung, die Arbeitslosenquote stieg auf 12 Prozent. Obwohl sich Georgien zu einer Dienstleistungswirtschaft entwickelt, ist ca. die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt. Es werden Trauben, Zitrusfrüchte, Früchte und Haselnüsse angebaut. Die wichtigsten Exportpartner sind die Nachbarländer Türkei und Aserbaidschan.

11

der unter 5-Jährigen leiden an Unterernährung

12

Kinder von 1000 Geburten sterben vor ihrem fünften Geburtstag

30

der Jugendlichen finden keinen Job

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