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Frankreich

SOS-Kinderdorf in Frankreich

SOS-Kinderdorf nahm seine Tätigkeit in Frankreich im Jahr 1956 auf. Mittlerweile gibt es 13 SOS-Kinderdörfer, in denen Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, eine liebevolle Aufnahme finden. Zusätzlich zu den SOS-Kinderdörfern gibt es ein Programm, wo junge Menschen in betreuten Wohnungen leben können, in denen sie auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben durch professionelle Fachkräfte unterstützt werden. Zwei SOS-Sozialzentren, eines im Norden in der Nähe von Valenciennes und ein zweites in der Nähe von Paris, unterstützen Jugendliche mit Ausbildungsprogrammen.

SOS-Kinderdorf in Frankreich

Derzeit unterhält unsere Organisation 13 SOS-Kinderdörfer in Frankreich. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Frankreich außerdem auch an 16 Standorten durch Jugendeinrichtungen, Berufsausbildungszentren und Sozialzentren.

Familien mit Migrationshintergrund sind überproportional häufig von Armut betroffen

Frankreich hat eine der höchsten Geburtenraten in der Europäischen Union. Ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung ist unter 18 Jahren alt. Trotz eines allgemein hohen Entwicklungsstandes gibt es ein großes soziales Gefälle. Besonders Familien mit Migrationshintergrund finden häufig nur schwer Anschluss. Geschätzte zwei Millionen Kinder kommen aus Familien, die unter der nationalen Armutsgrenze leben. Armut und soziale Ausgrenzung erschweren auch die schulische, kulturelle und intellektuelle Entwicklung der Kinder.

Wirtschaftliche und politische Situation

Frankreich zählt zu den größten Wirtschaftsmächten der Welt. Das Land hat eine starke industrielle Basis. Die Wirtschaft Frankreichs basiert dennoch sehr stark auf dem Dienstleistungssektor, in dem drei Viertel der Menschen beschäftigt sind. Aber auch der landwirtschaftliche Sektor spielt eine bedeutende Rolle - Frankreich ist der führende landwirtschaftliche Exporteur der Europäischen Union. Zahlreiche Sozialversicherungssysteme bieten eine umfassende Versorgung der Bevölkerung im Bereich der medizinischen Versorgung, Altersvorsorge sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Eine der großen Herausforderungen bleibt die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Für Jugendliche ist der Übergang in das Erwachsenenleben mühsam – das Schulsystem wird den Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht gerecht, was die Integration in den Arbeitsmarkt erschwert. In konkreten Zahlen bedeutet das für ein Viertel der Jugendlichen, keinen Arbeitsplatz zu finden.

25

der Jugendlichen finden keinen Job

76

der Menschen arbeiten im Dienstleistungssektor

11

der Gesamtbevölkerung sind arbeitslos

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