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Estland

SOS-Kinderdorf in Estland

Die Arbeit von SOS-Kinderdorf begann in Estland im Jahr 1992, kurz nachdem das Land seine Unabhängigkeit von der früheren Sowjetunion erklärt hatte. Aufgrund der schlechten Situation des bestehenden Sozialsystems und der Pflegeheime bot unsere Organisation rasch Hilfe und Unterstützung für hilfsbedürftige Familien. SOS-Kinderdorf hat seither mehr und mehr Familien erreicht und ihnen in den letzten Jahrzehnten des gesellschaftlichen Transformationsprozesses Hilfe und Unterstützung geboten.

SOS-Kinderdorf in Estland

Derzeit unterhält unsere Organisation fünf SOS-Kinderdörfer in Estland. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Estland außerdem auch an fünf Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Auch heute noch sind viele Familien auf Unterstützung angewiesen

Überfüllte staatliche Waisenhäuser und das Fehlen eines Sozialsystems machten die Arbeit von SOS-Kinderdorf in Estland dringend notwendig. Obwohl sich die wirtschaftliche Lage im Land enorm gebessert hat, benötigen viele Familien und Kinder weiterhin unsere Unterstützung. Wir unterstützen in unseren Familienstärkungsprogrammen Familien, die wegen häuslicher Gewalt, wirtschaftlicher Probleme oder Krankheit vom Auseinanderbrechen bedroht sind. 

Unser Angebot umfasst auch allgemeine und medizinische Beratung. In manchen Fällen bieten wir finanzielle Unterstützung, um Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung oder schulbezogene Ausgaben zu decken. Gleichzeitig arbeiten wir mit Eltern oder Betreuungspersonen, damit sie Fähigkeiten entwickeln, die ihre Chancen erhöhen, ihre Familie zu unterstützen.  Können Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Familien bleiben, finden sie eine liebevolle Aufnahme in einem unserer SOS-Kinderdörfer.

Wirtschaftliche und politische Situation

Seit der Unabhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion fanden in Estland wichtige politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen statt. Obwohl es lange Zeit ein rasches Wirtschaftswachstum gab,  das dem Land den Beinamen des "Baltischen Tigers" verlieh, gibt es dennoch weiter ungelöste Probleme. Darüber hinaus gibt es große regionale Ungleichgewichte, was Wohlstand, Beschäftigung und den Zugang zur Gesundheitsfürsorge betrifft.

Die meisten Menschen arbeiten im Dienstleistungssektor, vor allem in der Tourismusbranche. Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung sind in der Industrie beschäftigt, weniger als vier Prozent in der Landwirtschaft. Angesichts der niedrigen Löhne und einer Jugendarbeitslosenquote von über 10 Prozent wandern viele junge Arbeitskräfte ins Ausland ab.

11

der Jugendlichen finden keinen Job

65

der Bevölkerung arbeiten im Dienstleistungsbereich

6

der Menschen arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

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