SOS-Kinderdorf hilft notleidenden Kindern und Jugendlichen in Bosnien-Herzegowina
Wo wir helfen

SOS-Kinderdorf in Bosnien-Herzegowina

Bereits 1994 während des Balkankrieges nahm SOS-Kinderdorf Kontakt zu den bosnischen Behörden auf und startete ein Nothilfeprogramm für kriegsgeschädigte Familien. Nach Ende des Krieges konzentrierte sich unsere Arbeit auf eine langfristige Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie. Junge Menschen können in betreuten Wohnungen und Häusern in Tuzla und Sarajewo lernen, selbständig zu werden.  In unseren Sozialzentren bieten wir Beratung und psychologischen Beistand für Familien, um sie darin zu unterstützen, ihre Kinder zu beschützen und für sie zu sorgen.

SOS-Kinderdorf in Bosnien-Herzegowina

Derzeit unterhält unsere Organisation zwei SOS-Kinderdörfer in Bosnien-Herzegowina. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Bosnien-Herzegowina außerdem auch an sechs Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Der Krieg wirkt bis heute nach

Bis heute leidet die Bevölkerung Bosnien-Herzegowina unter den Folgen des Krieges. Nach offiziellen Schätzungen leben knapp 20 Prozent der Bevölkerung unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Vor allem Menschen in ländlichen Gebieten sind besonders häufig betroffen. Das Gesundheitssystem und das Bildungswesen sind vielfach nach wie vor ineffizient. Bis heute haben viele Menschen, vor allem in ländlichen Gebieten, keinen Zugang zur Gesundheitsfürsorge. Immer noch gelten fast 10 Prozent aller Kinder unter 5 Jahren als mangelernährt.

Wirtschaftliche und politische Situation

Bosnien-Herzegowina ist immer noch damit beschäftigt, sich vom Krieg der neunziger Jahre zu erholen. Bei Kriegsende waren die Infrastruktur und die Wirtschaft zerstört, und zwei Millionen Menschen vertrieben worden. Die Versorgung mit Wasser und Elektrizität musste wieder hergestellt und Schulen, Häuser und Straßen wieder aufgebaut werden. Bis heute zählt Bosnien-Herzegowina zu den schwächsten Volkswirtschaften Europas. Die Arbeitslosenquote wird immer noch auf extrem hohe 30 Prozent geschätzt. Besonders schwer betroffen sind hier die Jugendlichen. Offiziellen Angaben zufolge  finden knapp 70 Prozent aller Jugendlichen keine Arbeit.

66,9

der Jugendlichen sind arbeitslos

16,9

der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze

25,3

der Menschen arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

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