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Albanien

SOS-Kinderdorf in Albanien

Meldung, 28.11.2019

Der Westen Albaniens wurde am 26. November 2019 von einem Erdbeben der Größe 6,4 auf der Richterskala erschüttert. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens 26 Menschen, über 600 wurden verletzt. Auch das SOS-Kinderdorf in Tirana wurde beschädigt. Laut der Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Albanien, Teute Shkenza, geht es den Kindern und Mitarbeiter jedoch glücklicherweise gut.

SOS-Kinderdorf hat bereits erste Nothilfemaßnahmen in Form von psychologischer Unterstützung eingeleitet. „Wir möchten den Kindern von Tirana helfen. Wir stehen alle unter Schock. Wie traumatisch muss das nur für die Kinder sein?“ fragt sich Teute Shkenza.  SOS-Kinderdorf Albanien hat daher Therapeuten in die drei öffentlichen Hilfszentren entsendet, um den Kindern bei der Verarbeitung des Traumas zu helfen.

Das SOS-Kinderdorf Tirana hat das Erdbeben gut überstanden

Den Kindern im SOS-Kinderdorf geht es gut

Die politischen Umbrüche in den frühen 1990-er Jahren beeinträchtigten das Leben vieler Kinder in Albanien erheblich. Die meisten Kinder, die die elterliche Betreuung verloren hatten, lebten unter entsetzlichen Bedingungen in Kinderheimen. Angesichts dieser Lage unterzeichnete SOS-Kinderdorf im  Herbst 1992 eine Vereinbarung mit der Regierung zur Gründung des albanischen SOS-Kinderdorf-Vereins. 

Bereits 1995 konnte das SOS-Kinderdorf Tirana in Betrieb genommen werden. Seither unterstützen wir gefährdete Kinder und ihre Familien. Wir stellen sicher, dass die Kinder die Schule besuchen können und Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Wir bieten auch juristische und psychologische Unterstützung für die Familien. Kinder, die nicht mehr bei ihren Familien leben können, finden in den SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause.

SOS-Kinderdorf in Albanien

Derzeit unterhält unsere Organisation ein SOS-Kinderdorf in Albanien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Albanien außerdem auch an zwei Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Die Familien leiden aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und Armut

Albanien zählt bis heute zu einem der ärmsten Länder Europas. Dies wirkt sich besonders auf die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft aus – die Kinder. So sind knapp ein Viertel der unter 5-Jährigen chronisch unterernährt. Aufgrund der schlechten sozialen und wirtschaftlichen Lage der Familien, verlassen besonders in den ländlichen Gebieten viele Kinder nach der Grundschule die Schule. Um zum Familieneinkommen beizutragen, müssen ungefähr 5 Prozent der Kinder  im Alter von 5 – 14 Jahren Kinderarbeit leisten. Die hohe Arbeitslosenquote trifft besonders die Jugend. Jeder dritte Jugendliche unter 24 Jahren hat keine Arbeit.

Wirtschaftliche und politische Situation

In den letzten zwei Jahrzehnten konnte Albanien große Fortschritte bei der Armutsbekämpfung erzielen. Dennoch leben nach wie vor rund 15 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt, ein Großteil davon in Subsistenzwirtschaft. Ein weiterer Wirtschaftsschwerpunkt sind die Textil- und Schuhindustrie sowie der Tourismus. Auch im Bereich der Energiegewinnung aus Wasserkraft verfügt das Land über großes Potential. Demgegenüber stehen jedoch eine in weiten Teilen schlecht ausgebaute Infrastruktur sowie die  hohen Korruptions- und Kriminalitätsraten.

23

der unter 5-Jährigen sind unterernährt

32

aller Jugendlichen sind arbeitslos

14

der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze

nothilfe

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Allgemeiner Hinweis
Im Ausnahmefall kann es nach öffentlichen Spendenaufrufen zu einem bestimmten Zweck zu der Situation kommen, dass für den konkreten Spendenzweck entweder zu viel Geld gespendet wurde oder wegen der projektbezogenen äußeren Umstände die Gelder nicht oder nicht zeitnah für den konkreten Spendenzweck eingesetzt werden können. Diese werden dann für ein vergleichbares Projekt, jedenfalls aber für satzungsmäßige Zwecke eingesetzt.