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Usbekistan

SOS-Kinderdorf in Usbekistan

SOS-Kinderdorf nahm seine Tätigkeit in Usbekistan im Jahr 1996 auf. Damals durchlief das Land aufgrund der jüngsten politischen Umwälzungen viele wirtschaftliche und soziale Veränderungen. Das erste SOS-Kinderdorf wurde in der Hauptstadt Taschkent errichtet. Seit dem Jahr 2007 bieten wir gemeinsam mit den lokalen Behörden außerdem Familienstärkungsprogramme an, die vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedrohten Kindern die Möglichkeit geben, in einer liebevollen familiären Umgebung aufzuwachsen. SOS-Kinderdorf sorgt außerdem dafür, dass die Kinder einen Zugang zur Grundversorgung haben und sich gesund entwickeln können, und unterstützt auch Angebote der Gemeinde zum Schutz gefährdeter Kinder.

SOS-Kinderdorf in Usbekistan

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Usbekistan. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Usbekistan außerdem auch an drei Standorten durch Sozialzentren und Jugendeinrichtungen.

Unzählige Kinder sterben an leicht behandelbaren Krankheiten

Obwohl Usbekistan seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 wirtschaftliche Fortschritte erzielt hat, gibt es nach wie vor große Unterschiede bei der Einkommensverteilung; der Reichtum konzentriert sich in den Händen einer kleinen Elite. Die Armutsraten sind vor allem in den ländlichen Gebieten immer noch sehr hoch - ca. ein Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. 

Kinder brechen häufig die Schule ab, um auf Märkten oder in der Landwirtschaft zu arbeiten. Die Arbeitslosenquote ist bei jungen Menschen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben, besonders hoch. Auch die Gesundheitsversorgung ist vielfach unzulänglich, viele Kinder leiden an Mangelernährung und sind daher sehr anfällig für Krankheiten. So kämpft das Land mit der Zunahme von Tuberkulose-Erkrankungen. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) der Vereinten Nationen befindet sich Usbekistan mit Platz 105 von 188 auf einem der hinteren Plätze.

Wirtschaftliche und politische Situation

Usbekistan musste nach seiner Abspaltung von der Sowjetunion im Jahr 1991 auf die russischen Subventionen verzichten, was zu einem Rückgang der Wirtschaft des Landes geführt hat. Bis heute kämpft das Land mit dem Umbau hin zu einem marktwirtschaftlichen System. Usbekistan ist eines der ärmsten Länder der GUS-Staaten. Schwerpunkte der Wirtschaft sind die Industrie, der Bergbau sowie die Landwirtschaft, in der circa die Hälfte der Bevölkerung beschäftigt ist. Die usbekische Wirtschaft basiert hauptsächlich auf dem Anbau und Export von Baumwolle - das Land ist weltweit eines der größten Baumwollerzeuger und Exporteure.

20

aller Kinder sind unterernährt

20

der Jugendlichen finden keinen Job

39

von 1000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag

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