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Philippinen

SOS-Kinderdorf auf den Philippinen

Vulkanausbruch auf den Philippinen - Kinder und Mitarbeiter wieder zurück im SOS-Kinderdorf

Im Januar spuckte der Vulkan Taal auf den Philippinen Lava und Asche. Die Aschewolken waren bis zu 15 Kilometer hoch und reichten bis Manila. Da die Behörden vor einem großen, explosiven Ausbruch warnten, mussten sich rund 45.000 Menschen in Sicherheit bringen. Auch die über 70 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Lipa wurden gemeinsam mit ihren SOS-Kinderdorfmüttern vorsichtshalber in das SOS-Kinderdorf Manila gebracht. „Im Kinderdorf zu bleiben wäre ein zu großes Risiko gewesen“, erklärt Leiter Johnald M. Lasin.

Kinder und Mitarbeiter ins SOS-Kinderdorf zurückgekehrt

Zum Schutz waren die Bewohner im SOS-Kinderdorf Lipa aufgefordert worden, in ihren Häusern zu bleiben sowie feuchte Handtücher zum Schutz vor dem Ascheregen vorzubereiten. Zudem wurden ausreichend Vorräte angelegt, sollte die SOS-Einrichtung einige Zeit von der Außenwelt abgeschnitten sein. Die Vorsichtsmaßnahmen wurden auch in allen Jugendeinrichtungen außerhalb des Kinderdorfes umgesetzt.

Familien in Lipa City, die von SOS-Kinderdorf Philippinen im Rahmen des SOS-Familienstärkungsprogramms unterstützt werden, befanden sich außerhalb der Gefahrenzone und wurden nicht evakuiert, fügt Lasin hinzu. „Die Familien in den Gemeinden waren alle in Sicherheit und konnten die staatlichen Angebote nutzen. Unsere Mitarbeiter hätten aber bei Evakuierungen aus den vom schweren Aschefall zerstörten Gebieten geholfen“, ergänzt er.

Regierungsangaben zufolge hat die Aktivität des Vulkans mittlerweile nachgelassen, seit dem 26. Januar gilt daher nur noch Alarmstufe 3. Mit einem "explosiven Ausbruch" ist aktuell nicht mehr zu rechnen.

Die Kinder und Mitarbeiter konnten nach drei langen Wochen nun endlich ins SOS-Kinderdorf zurückkehren. Die Freude war bei allen groß, wieder zuhause zu sein. Die Sicherheitsmaßnahmen werden dennoch aufrechterhalten, um schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. 

Das Taschenprojekt von Bataan

Margielyns Vater starb als sie 14 Jahre alt war. Damals musste sie die Schule abbrechen und in einer Fabrik arbeiten. Als nun ihr Ehemann starb und sie mit den beiden minderjährigen Kindern zurückließ, reichte ihr Einkommen als ungelernte Arbeitskraft nicht mehr für die Schulkosten der Kinder. Doch Margielyn wollte nicht, dass ihren Kindern das gleiche Schicksal widerfuhr.

SOS-Kinderdorf ist seit den 1960-er Jahren auf den Philippinen tätig. Viele Kinder und Familien leben immer noch unter erbärmlichen Bedingungen. Unsere Organisation setzt sich durch das Angebot von Kindertagesstätten, medizinischen Zentren, Familienstärkungsprogrammen und einem liebevollen Zuhause für Kinder und junge Menschen für die Linderung der Not ein. Nach dem Taifun Haiyan begann SOS-Kinderdorf rasch mit Nothilfe für betroffene Familien.

SOS-Kinderdorf auf den Philippinen

Derzeit unterhält unsere Organisation acht SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien auf den Philippinen außerdem auch an acht Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Mitarbeiterschulungszentren, Berufsausbildungszentren und Sozialzentren.

Steigende Anzahl von Menschen, die in Armut leben

Die Bewohner der Philippinen haben in den vergangenen Jahrzehnten viele soziale, politische und wirtschaftliche Reformen durchlebt. Jahrzehntelange Konflikte, darunter zahlreiche Kämpfe gegen Separatisten und Guerillas, haben tausende von Menschenleben gefordert, noch viele mehr zu Binnenflüchtlingen gemacht und die Entwicklungschancen des Landes beeinträchtigt. Armut und Ungleichheit sind nach wie vor die Hauptursache für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen. Das Land weist massive Defizite bei einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung auf. Nahezu jeder Zehnte leidet an Unterernährung, über die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sicheren Trinkwasserversorgungsanlagen.

Wirtschaftliche und politische Situation

Trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklungen mit einem Wirtschaftswachstum von über sechs Prozent haben die Veränderungen nicht zu einem Rückgang des Armutsniveaus geführt – rund 20 Prozent der Philippiner leben nach wie vor unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen gibt es sogar einen Anstieg der Gesamtzahl der Menschen zu verzeichnen, die in Armut leben. Rund ein Fünftel der Bevölkerung ist von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betroffen. Die Hälfte arbeitet dauerhaft in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, ohne soziale Absicherung. Die niedrigen Löhne reichen oft nicht, um der Armut zu entkommen. 

21

der Bevölkerung gelten als arm

35

der Bevölkerung sind in unsicheren Arbeitsverhältnissen beschäftigt

11

der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren müssen Kinderarbeit verrichten

patenschaft

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