Nepal

SOS-Kinderdorf in Nepal

Aktuelle Situation in Nepal

18.07.2019

[---Image_alt---] Nothilfe Nepal

Heftige Monsunregen gingen seit dem 11. Juli über weite Teile Nepals herab. Die sintflutartigen Regenmassen lösten vielerorts Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Nepal wird als einer der globalen „Hot Spots“ für Naturkatastrophen eingestuft und regelmäßig von starken Regenfällen und Überschwemmungen heimgesucht. Dieses Jahr war der saisonale Monsun jedoch besonders heftig.

Laut Behördenangaben waren 31 der insgesamt 77 Bezirke im Südosten des Landes betroffen, unter anderem auch die Hauptstadt Kathmandu. Das nepalesische Innenministerium (MoHA) berichtet von 88 Toten und 41 Verletzten. Unzählige Menschen verloren ihr Zuhause und mussten in Notunterkünften untergebracht werden, durch die Verunreinigung des Trinkwassers rechnen die Behörden mit dem Ausbruch von Epidemien.

Glücklicherweise sind die SOS-Kinderdörfer nicht betroffen, lediglich ein Teil der Grenzmauer des SOS-Kinderdorfes Itahari wurde durch den Regen beschädigt. Trotz der Überschwemmungen und Erdrutsche wird die Arbeit von SOS-Kinderdorf Nepal wie gewohnt fortgesetzt. Den SOS-Kindern und -Mitarbeitern geht es gut, alle sind wohlauf.

SOS-Kinderdorf in Nepal

SOS-Kinderdorf ist seit den späten 1960-er Jahren in Nepal tätig. Die Arbeit unserer Organisation begann in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu. Seither haben wir unsere Hilfen sukzessive ausgebaut. Kleine Kinder besuchen den SOS-Kindergarten und ältere die Grund- und Sekundarschule, die wir in Nepal betreiben. Wir bieten auch lebensnotwendige medizinische Beratung und Behandlung in einem Land, in dem medizinische Versorgung nicht selbstverständlich ist. Zudem arbeiten wir mit hilfsbedürftigen lokalen Familien, um sie vor dem Zerfall zu bewahren. Und wenn Kinder nicht mehr länger bei ihren Familien bleiben können, werden sie von unseren SOS-Kinderdorf-Müttern in einem der zehn SOS-Kinderdörfer im gesamten Land betreut.

Derzeit unterhält unsere Organisation zehn SOS-Kinderdörfer in Nepal. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Nepal außerdem auch an elf Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Schulen, Mitarbeiterschulungszentren, Berufsausbildungszentren, medizinischen Zentren und Sozialzentren.

Eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt

Eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt

Der langjährige Bürgerkrieg sowie die zwei großen Erdbeben der letzten Jahre stürzten die nepalesische Wirtschaft in eine schwere Krise, von der sich das Land nur langfristig erholen wird. Die Wirtschaft basiert nach wie vor hauptsächlich auf der Landwirtschaft, in der circa zwei Drittel der Bevölkerung beschäftigt sind. Zudem ist der Tourismus eine zunehmend wichtige Quelle für Einkommen und Beschäftigung. Seit dem Erdbeben und den politischen Unruhen im Jahr 2015 sind die Besucherzahlen des Landes allerdings stark gesunken und steigen erst allmählich wieder an.

Wirtschaftliche und politische Situation

Wirtschaftliche und politische Situation

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird durch regelmäßig wiederkehrende Naturkatastrophen und militärische Konflikte behindert. Durch die jüngsten Reformen haben sowohl das produzierende Gewerbe als auch der Finanzdienstleistungssektor erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Landwirtschaft, in der rund 70 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt ist, spielt jedoch nach wie vor eine große Rolle. Angesichts der niedrigen Löhne gelten knapp 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung als arm.

37

aller Kinder sind chronisch unterernährt

35

der Bevölkerung sind Analphabeten

37

der 5- bis 14-Jährigen müssen Kinderarbeit verrichten

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Erdbeben in Nepal 2015

Als am 25. April 2015 ein Erbeben die nepalesische Bevölkerung überraschte, änderte das schlagartig das Leben Tausender Menschen. SOS-Kinderdorf konnte sofortige Nothilfemaßnahmen ergreifen.