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Mongolei

SOS-Kinderdorf in der Mongolei

Nach dem Zusammenbruch der früheren Sowjetunion kamen die schrecklichen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in der Mongolei zutage. Deshalb beschloss SOS-Kinderdorf 2002, in diesem Land tätig zu werden. Die wirtschaftliche Instabilität hat zu einem Anstieg der Kinder geführt, die ohne elterliche Fürsorge und unterhalb der Armutsgrenze leben mussten. Hier setzt unsere Arbeit an: in unseren SOS-Kinderdörfern bieten wir Kindern, die nicht mehr bei ihren Eltern leben können, ein neues Zuhause. Unsere SOS-Sozialzentren bieten Familienstärkungsprogramme zur Unterstützung von in Not geratenen Familien.

SOS-Kinderdorf in der Mongolei

Derzeit unterhält unsere Organisation zwei SOS-Kinderdörfer in der Mongolei. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Mongolei außerdem auch an zwei Standorten durch Jugendeinrichtungen und Sozialzentren.

Ein Drittel aller Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze

In den letzten Jahrzehnten hat sich die mongolische Regierung verstärkt für die Wahrung und den Schutz der Kinderrechte eingesetzt. Das Leben der Kinder ist auch in vieler Hinsicht verbessert worden; beispielsweise konnten die Säuglings- und Kindersterblichkeitsraten gesenkt werden. Dennoch werden die Kinder des Landes durch die anhaltenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen immer wieder vor neue Probleme gestellt. Kinderarbeit stellt ein anhaltendes Problem dar. Etwa 15 Prozent der Kinder zwischen fünf und 14 Jahren müssen Kinderarbeit verrichten. Sie gehen seltener zur Schule, wodurch ihre zukünftigen Chancen, als Erwachsene eine Arbeit zu finden, stark eingeschränkt werden.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die mongolische Gesellschaft hat nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion einen rasanten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wandel vollzogen. Nach langen Jahren des Wachstums, erfolgte 2013 ein tiefer Einbruch, der das Land an den Rand der Zahlungsunfähigkeit brachte. 2017 konnte, dank der gestiegenen Rohstoffpreise, eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage verzeichnet werden. 

Diese Entwicklung ist bei der Bevölkerung jedoch noch nicht angekommen – circa 30 Prozent der Menschen leben unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze, jedes zehnte Kind ist chronisch unterernährt, über ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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aller Kinder sind chronisch unterernährt

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aller 5- bis 14-Jährigen müssen arbeiten

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der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

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