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Libanon

SOS-Kinderdorf im Libanon

SOS-Kinderdorf ist seit Mitte der 1960-er Jahre im Libanon tätig und unterstützt Kinder, junge Menschen und Familien in Not. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir unsere Hilfe im Laufe der andauernden Konflikte weiterhin fortgesetzt. Seit 2013 unterstützt das SOS-Nothilfeprogramm Flüchtlinge aus Syrien, die in den Libanon kommen. 

SOS-Kinderdorf im Libanon 

Derzeit unterhält unsere Organisation vier SOS-Kinderdörfer im Libanon. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien im Libanon auch an fünf Standorten durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Berufsausbildungszentren und Sozialzentren.

Über 1,3 Mio. Flüchtlinge hat das Land aufgenommen

Hunderttausende Flüchtlingskinder stammen aus Syrien. Viele von ihnen kamen ohne ihre Familie. Um zu überleben, leben und arbeiten sie in den Straßen, betteln, verkaufen kleine Gegenstände oder sammeln Müll. Viele Kinder werden ausgebeutet und müssen Zwangsarbeit verrichten. Kaum eines dieser Kinder kann eine Schule besuchen oder eine angemessene medizinische Versorgung erhalten. Rund 17 Prozent leiden an Mangelernährung.

Wirtschaftliche und politische Situation

Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 1975 war der Libanon eine der stärksten und am weitesten entwickelten Wirtschaftsmächte der Region. Der Bürgerkrieg und die darauffolgenden Konflikte führten zur Zerstörung vieler Fabriken und Betriebe und zu einem Einbruch der ausländischen Investitionen.

Seit Beginn des Syrienkrieges im Jahr 2011 erlebt die Bevölkerung Libanons zunehmend schwierige Zeiten. Politische Spannungen und sicherheitspolitische Herausforderungen führten zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums. Die Investitionen im Bereich der grundlegenden Infrastruktur, wie Elektrizität, Transport und die Bereitstellung von sicherem Trinkwasser sind ebenso gering.

Mehr als 1,3 Millionen syrische Flüchtlinge sind offiziell im Libanon registriert (UNHCR, August 2015). Das Land hat die weltweit höchste Flüchtlingsrate. Die meisten dieser Flüchtlinge leben in den städtischen Gebieten, tausende haben eine Art Unterkunft in den Camps von Sabra und Shatila nahe Beirut gefunden. Sie leben in beengten Verhältnissen, häufig in Häuserruinen und haben weder Zugang zu Toiletten noch zu sauberem Wasser.

19

der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen

22

aller Jugendlichen sind arbeitslos

17

der Kinder sind unterernährt

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