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Nothilfe in Indonesien

SOS-Kinderdorf hilft in Indonesien

Tsunami fordert viele Todesopfer auf Sumatra und Java

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In den Trümmern suchen Menschen nach ihrem verbliebenen Hab und Gut

Bei einem Tsunami sind auf den indonesischen Inseln Sumatra und Java in der Nacht auf den 4. Advent mehr als 370 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 800 Menschen wurden verletzt, viele gelten noch als vermisst. Die Opferzahlen könnten weiter steigen, die Flutwellen haben auch beliebte Touristenstrände getroffen.

In den betroffenen Regionen gibt es keine SOS-Kinderdörfer, die nächste Kinderdorfeinrichtung ist fast 300 km von der Unglücksregion entfernt. Nach den ersten unmittelbaren Nothilfeprogrammen hatte SOS-Kinderdorf sofort mit wichtigen, nachhaltigen Projekten für betroffene Kinder und Familien begonnen. 11.000 Menschen sind derzeit in provisorischen Lagern untergebracht und benötigen schnelle Hilfe.

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Nach Überlebenden wird weiterhin gesucht

Erst vor wenigen Monaten wurde Indonesien von einem starken Erdbeben erschüttert. Durch die damalige Katastrophe wurden 70.000 Menschen obdachlos, darunter mindestens 20.000 Kinder. In den vergangenen Wochen hatte SOS-Kinderdorf ein Kinderbetreuungszentrum (Child Care Center) in der Erdbebenregion Sulawesi errichtet. Diese Nothilfekindertagesstätte gibt den Kindern einen sicheren Ort, an dem sie das traumatische Ereignis mit Hilfe von speziell geschulten SOS-Kinderdorf-Mitarbeitern verarbeiten können.


Der Tsunami hat Vieles zerstört
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So können Sie helfen!

Schnell und unkompliziert: so hilft SOS-Kinderdorf in Indonesien

Besonders wichtig: Kinderschutz und Traumaheilung

Um Kinder in der unübersichtlichen Situation vor Ort vor Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung und Gewalt zu schützen, werden in Palu Betreuungsplätze für 400 Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren eingerichtet. Das Child Care Center wird zunächst für 3 Monate in Betrieb sein. Langjährige Erfahrungen von SOS-Kinderdorf in Nothilfegebieten zeigen, dass Kinder traumatische Erlebnisse besser bewältigen können, wenn sie in einer vertrauensvollen Umgebung geschützt sind und intensiv betreut werden.

Ausreichende und gesunde Ernährung

Um einer Unterernährung der betroffenen Kinder vorzubeugen, werden aufgenommene Kinder eine ausgewogene und gesunde Ernährung erhalten. Besonderen Schutz erhalten stillende Müttern mit ihren Säuglingen.    

Unterricht und Lernmaterialien

Um den aufgenommenen Kindern weiterhin gute Bildung zu ermöglichen, wird SOS-Kinderdorf Indonesien im Child Care Center einen grundlegenden Schulunterricht und weiterführende Kurse anbieten.

Trinkwasser und Hygiene

In allen Gebäuden werden für Kinder und ihre Familien sauberes Trinkwasser und Toilettenanlagen zur Verfügung gestellt.

Schulungen für Betreuer

Um die SOS-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter für die besonderen Anforderungen in der Nothilfesituationen zu schulen, werden intensive Lehrprogramme durchgeführt, um die Helfer vor Ort insbesondere in Fragen der Kinderbetreuung und der Kinderrechte auszubilden.


SOS-Kinderdorf in Indonesien

Derzeit unterhält unsere Organisation acht SOS-Kinderdörfer in Indonesien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Indonesien außerdem auch an acht verschiedenen Standorten durch Jugendeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Mitarbeiterschulungszentren und Sozialzentren.

Unzählige Kinder sterben an leicht behandelbaren Krankheiten

Unzählige Kinder sterben an leicht behandelbaren Krankheiten

Nach offiziellen Schätzungen leben zehn Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Dies wirkt sich besonders auf die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft aus - über ein Drittel aller Kinder sind unterernährt. Viele sterben an leicht behandelbaren Krankheiten, weil die Familien sich den Arztbesuch nicht leisten können. Aufgrund der wirtschaftlichen Notlage gehen viele Kinder nicht zur Schule, sondern müssen stattdessen arbeiten. Schätzungen zufolge verrichten circa sieben Prozent der Kinder zwischen fünf und 14 Jahren Kinderarbeit. Jedes fünfte Kind verlässt die Grundschule vorzeitig. 

Wirtschaftliche und politische Situation

Wirtschaftliche und politische Situation

Die abwechslungsreiche natürliche Schönheit und kulturelle Vielfalt des Landes machen Indonesien zu einem beliebten Ziel für Touristen. Auch ist das Land reich an Rohstoffen und zählt zu den Hauptexporteuren von Kohle, Gold und Kupfer. Dennoch können knapp 40 Prozent der Bevölkerung kaum von ihrem Einkommen leben. Die Armut ist vor allem in den ländlichen Gebieten weit verbreitet. Die Infrastruktur auf dem Land ist stark veraltet - Schätzungen zufolge haben lediglich 72 Prozent der Menschen Zugang zu ordentlichen sanitären Einrichtungen. Der Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem ist in den Städten ebenfalls besser als in den ländlichen Regionen. 

36,4

Prozent aller Kinder sind chronisch unterernährt

19,3

Prozent aller Jugendlichen sind arbeitslos

11

Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze