32481_adam_194603_India_CV Puducherry_Synne Ronning_40 (1).JPG
Indien

SOS-Kinderdorf in Indien

SOS-Kinderdorf ist seit 1963 in Indien tätig, nachdem ein Treffen zwischen Hermann Gmeiner und dem damaligen indischen Premierminister Pandit Jawahar Lal Nehru die Aufnahme unserer Aktivitäten besiegelte. Die von SOS-Kinderdorf entwickelten Programme sind je nach Bedürfnis der lokalen Bevölkerung unterschiedlich und umfassen Kindertagesstätten, Schulen, Betreuung und Unterkunft für junge Menschen, Berufsbildungszentren sowie medizinische Beratung und Behandlung. Die Familienstärkungsprogramme bilden einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit; gemeinsam mit lokalen Organisationen arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit Familien und Gemeinden zusammen, um sie in die Lage zu versetzen, effektiv für ihre Kinder zu sorgen. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

Über 200 Mio. Kinder führen ein Leben voller Entbehrungen

In Indien leben mehr als 447 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Trotz einiger Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten fristet etwa die Hälfte aller Kinder ein Leben voller Nöte und Entbehrungen. Obwohl die Gesundheitssituation für Kinder in jüngster Zeit Fortschritte zu verzeichnen hat, sterben jedes Jahr circa zwei Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten, davon schätzungsweise jährlich 400.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Circa 50 Prozent der Sterberate von Kindern ist auf Unterernährung zurückzuführen. In Indien leiden mehr Kinder an Unterernährung als in ganz Schwarzafrika. Auch wenn rund 95 Prozent aller Kinder die Grundschule abschließen, besucht lediglich die Hälfte von ihnen im Anschluss noch eine weiterführende Schule. Kinderarbeit ist ein weit verbreitetes Problem - circa zwölf Prozent aller Kinder zwischen fünf und 14 Jahren müssen arbeiten.

Wirtschaftliche und politische Situation

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich Indien zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht entwickelt und gilt als am stärksten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Dennoch haben nicht alle Menschen vom Wirtschaftswachstum profitiert; die Hälfte der Bevölkerung lebt weiterhin in Armut. Neben der Armut muss Indien noch viele andere Probleme bewältigen; dazu zählen Überbevölkerung, Umweltverschmutzung und die weit verbreitete Korruption. Die Alphabetisierungsrate ist nach wie vor niedrig und liegt bei ca. 86 Prozent für Männer und ca. 68 Prozent für Frauen. Der Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsfürsorge ist ebenfalls problematisch. Jede zweite Geburt verläuft ohne medizinische Begleitung.

SOS-Kinderdorf in Indien

Derzeit unterhält unsere Organisation 32 SOS-Kinderdörfer in Indien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Indien außerdem auch an 34 verschiedenen Standorten durch Jugendeinrichtungen, Schulen, Mitarbeiterschulungszentren, Berufsausbildungszentren, medizinischen Zentren und Sozialzentren.

Daten und Fakten

  • 38,7 Prozent aller Kinder sind chronisch unterernährt
  • 47,7 Kinder von 1000 Geburten sterben vor ihrem fünften Geburtstag
  • 23,9 Prozent Analphabeten
spenden

So können Sie helfen!

Spenden