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Corona trifft Asien besonders hart. SOS-Kinderdorf hilft notleidenden Kindern und Familien
SOS-Corona-Hilfe in Asien

Corona-Krise in Asien: Wenn die Not noch größer wird

Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen verschärfen auch im asiatischen Raum Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut. Alle Aspekte des Kindeswohls wie Zugang zu Nahrung, Gesundheitsversorgung, Bildung und die Sicherheit der Kinder werden negativ beeinflusst.

Die Folgen der Pandemie sind eine immense Bedrohung für Kinder

Gesundheit stark gefährdet

Die Unterbrechung von Gesundheitsversorgung und sozialen Diensten für Kinder sind die schwerste Bedrohung. Impfungen, ambulante Behandlungen, Hilfsangebote um die Geburt und Besuche von SozialarbeiterInnen sind stark eingeschränkt. 40 Prozent weniger Kinder werden mit Ernährungshilfen erreicht.

Armut und Hunger

Süd- und Südostasien sind besonders von der weltweiten wirtschaftlichen Rezession betroffen. Denn hier brechen vor allem die Einnahmen aus der Tourismus- und Textilindustrie weg. Auch die Arbeitsmigration, die viel Geld aus dem Ausland in die Länder der Region brachte, ist derzeit nur noch bedingt möglich. Hohe Arbeitslosigkeit, wachsende Armut und Unterernährung vor allem bei Kindern und Frauen sind hier, aber auch in anderen Teilen Asiens, die bitteren Folgen der Pandemie.

Verpasste Zukunftschancen

Schulkinder aus ärmeren Haushalten und ländlichen Gegenden haben am wenigsten Zugang zu alternativen Lernmöglichkeiten. Immer öfter müssen sie durch Kinderarbeit mithelfen, das Überleben der Familie zu sichern.Das Risiko ist hoch, dass viele auch nach dem Ende der Pandemie nicht in die Schule zurückkehren werden.

Corona trifft die Ärmsten am Härtesten


Zahlen, Daten, Fakten

Asien braucht dringend Hilfe

11172

40

Mio. Kinder in Pakistan bekommen wegen der Pandemie vorerst keine Polio-Impfung.

56204

4

der Schutzbedürftigen in Südasien erhalten Sozialhilfe.

11172

147

Mio. Kinder haben keinen Zugang zu Fernunterricht.

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf in Asien reagiert schnell auf die sich ausbreitende Pandemie. Es gilt, Quantität und Qualität der Programme trotz steigender Preise aufrechtzuerhalten und sie angesichts der Krise zu stärken. Wir bauen unsere Hilfsmaßnahmen auf unsere bestehenden Programme auf. 

Aufklärung und Prävention

Wir informieren Kinder, Familien und Gemeinden darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können und stellen Hygieneartikel wie z. B. Seife zur Verfügung.

Medizinische Versorgung

Wir stärken das lokale Gesundheitssystem auf Gemeindeebene und versorgen Kinder, Betreuungspersonen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstungen.

Grundbedürfnisse sichern

Wir versorgen sozial benachteiligte Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Wir bieten außerdem Unterstützung beim (Wieder-)Aufbau einer Existenzgrundlage.

Psychologische Unterstützung

Wir entwickeln stressreduzierende Aktivitäten für Kinder zu Hause, bieten Teleberatung für Eltern und Hotlines für traumatisierte Kinder an.

Schulbildung sicherstellen

Wir unterstützen Homeschooling mit Lernmaterialien wie Büchern und Stiften und, wo möglich, durch digitale Anschlussmöglichkeiten, Lerntechniken und Lerngruppen.

Betreuung elternloser Kinder

Wir sorgen dafür, dass Kinder, die die elterliche Fürsorge verlieren, durch Verwandte, Pflegeeltern oder eine SOS-Kinderdorffamilie betreut werden.

Nepal ist in großer Not

Nepal ist eines der ärmsten Länder in Asien. Die Auswirkungen des langjährigen Bürgerkriegs, die zwei großen Erdbeben der letzten Jahre und die Corona-Pandemie stellen das Land vor eine schwere Herausforderung.

Der durch die Ausgangssperre eingetretene wirtschaftliche Kollaps im Land trifft vor allem Familien, die schon vor der Pandemie mit Armut zu kämpfen hatten. Es herrscht Lebensmittelknappheit, die Preise erreichen ungeahnte Höhen. Besonders gefährdet sind Frauen und Mädchen. Sie dürfen vielerorts kulturbedingt erst nach den männlichen Familienmitgliedern essen und auch bei der medizinischen Versorgung müssen sie oft hintanstehen. Eltern haben ihre Arbeit, und Jugendliche ihre Ausbildungsplätze verloren. Zudem sind Schulen, Ausbildungszentren und Medizinstationen geschlossen.

SOS-Kinderdorf Asien hilft notleidenden Familien und Kindern in der Corona-Krise

Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen verschärfen Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut. Millionen Menschen laufen Gefahr unter die Armutsgrenze zu rutschen.



So helfen wir in Nepal

Die SOS-Familienstärkungsprogramme und SOS-Kinderdörfer unterstützen in Nepal an zehn Standorten in Not geratene Kinder und Familien mit Nahrungsmittel- und Hygieneproduktlieferungen und Bildungsmaßnahmen.

Unser Ziel ist, Gesundheit und Grundversorgung der Kinder und Jugendlichen in den Kinderdorffamilien sowie der Familien in den Familienstärkungsprogrammen zu sichern. Dabei achten wir besonders darauf, dass Familien auch in Krisensituationen nicht voneinander getrennt werden. Frauen und Mädchen erhalten besondere Hilfe. Kindern und Jugendlichen soll der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.

Kampf ums Überleben

Schon vor dem Ausbruch des Corona-Virus in Nepal war die Familie des vierjährigen Rajiv* arm. Hunger ist ein Gefühl, das der kleine Junge trotz seines kurzen Lebens schon sehr gut kennt. Mit dem wenigen Geld, das der Vater als Tagelöhner nach Hause brachte, fiel es den Eltern schwer, die Familie ausreichend zu versorgen. Unter den Folgen litt besonders Rajiv, der bald deutliche Symptome einer Mangelernährung entwickelte.  

Das änderte sich, als Rajiv in die Tagesbetreuung von SOS-Kinderdorf in Itahari im Osten des Landes aufgenommen wurde. Neben einer liebevollen Betreuung bekam der Junge hier auch drei gesunde Mahlzeiten am Tag – ein echter Lichtblick für die Familie. 

SOS-Kinderdorf Nepal hilft notleidenden Kindern und ihren Familien durch die Corona-Krise

Die Corona-Pandemie zerstört die Lebensgrundlage der Familie des kleinen Rajiv.

Doch dann erreichte das Corona-Virus, und mit ihm strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Nepal, und die so fragile Existenz der Familie wurde einem erneuten Stresstest unterzogen. Rajiv kann nicht mehr in die Tagesbetreuung, und auch seine beiden Geschwister müssen nun tagsüber wieder von Basanta, der Mutter, betreut werden. Lediglich Vater Pavan verlässt noch regelmäßig das Haus. Zu Hause zu bleiben kann er sich genauso wenig leisten wie schützende Masken oder Handschuhe. Trotz Ausgangsbeschränkungen geht er deshalb täglich auf den Markt, in der Hoffnung, doch noch Arbeit zu finden. „Nur so haben wir wenigstens manchmal etwas zu essen“, erzählt Basanta. 

Um die Familie in diesen schweren Zeiten zu unterstützen, hat ihr das nahe gelegene SOS-Kinderdorf mit umgerechnet knapp 40 Euro ausgeholfen. Von dem Geld hat Basanta Reis und Bohnen gekauft. „Doch wie lange wir damit durchhalten, weiß ich nicht“, sagt sie. 

*Namen zum Schutz der Privatsphäre geändert

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Die Menschen in Asien brauchen dringend Ihre Unterstützung

82856

10

Hygieneartikel wie z.B. Seife und Desinfektionsmittel für ein Kind monatlich

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60

Lebensmittelpaket mit z. B. Reis, Bohnen, Mehl und Öl für eine sechs-köpfige Familie monatlich

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