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Corona trifft Asien besonders hart. SOS-Kinderdorf hilft notleidenden Kindern und Familien
SOS-Corona-Hilfe in Asien

Corona-Krise in Asien: Wenn die Not noch größer wird

Die ersten Berichte über das neuartige Corona-Virus kamen bereits Ende 2019 aus China. Auch heute noch breitet sich Sars-CoV-2 im asiatischen Raum massiv aus. Arbeitslosigkeit, Armut und schwache Gesundheitssysteme stellen hier eine immense Bedrohung für viele Familien dar.

Zahlen, Daten, Fakten

Asien braucht dringend Hilfe

23

der Bevölkerung in Laos gelten als arm.

12

aller Kinder zwischen 7 und 14 Jahren müssen in Kambodscha Kinderarbeit verrichten.

0,55

Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner gibt es in Indien. In Deutschland sind es 8,3.

Warum viele Länder in Asien von der Pandemie bedroht werden

Das Corona-Virus trifft in Asien auf Länder mit einer schwachen Wirtschaft und schlechten Gesundheitssystemen. Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen verschärfen Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut.

Schwache Gesundheitssysteme

Abgesehen von einigen wenigen Ländern in Asien ist die staatliche Gesundheitsinfrastruktur schlecht. Selbst eine führende Volkswirtschaft wie Indien hat nur 0,55 Betten pro 1000 Einwohner in staatlichen Krankenhäusern und 0,62 Ärzte pro 1000 Einwohner. Die Situation in den Nachbarländern ist ähnlich.

Arbeitslosigkeit

In bevölkerungsreichen Ländern wie Indien, Nepal und Bangladesch arbeiten fast 81, 91 bzw. 50 Prozent der Arbeitskräfte im informellen Sektor als Tageslöhner, in der Regel ohne Verträge, Gesundheitsversorgung oder Renten. Durch die Ausgangsbeschränkungen werden viele Beschäftigte ihre Arbeit verlieren und Kinderarbeit wird zunehmen.

Armut und Hunger

Die Reispreise steigen in vielen asiatischen Ländern stetig an. Auf lange Sicht könnten Hunger und Unterernährung so mehr Leben kosten als das Corona-Virus. Die Weltbank geht davon aus, dass im schlimmsten Fall fast 35 Millionen Menschen in die Armut abrutschen würden. Das würde bedeuten, dass diese Menschen von 5,50 US-Dollar pro Tag oder weniger leben müssten. Würde diese Schätzung auf Menschen ausgedehnt, die weniger als einen Dollar pro Tag verdienen, würde sich ihre Zahl verdreifachen.

Corona trifft die Ärmsten am Härtesten


Nepal ist in großer Not

Nepal ist eines der ärmsten Länder in Asien. Die Auswirkungen des langjährigen Bürgerkriegs, die zwei großen Erdbeben der letzten Jahre und die Corona-Pandemie stellen das Land vor eine schwere Herausforderung.

Der durch die Ausgangssperre eingetretene wirtschaftliche Kollaps im Land trifft vor allem Familien, die schon vor der Pandemie mit Armut zu kämpfen hatten. Es herrscht Lebensmittelknappheit, die Preise erreichen ungeahnte Höhen. Besonders gefährdet sind Frauen und Mädchen. Sie dürfen vielerorts kulturbedingt erst nach den männlichen Familienmitgliedern essen und auch bei der medizinischen Versorgung müssen sie oft hintanstehen. Eltern haben ihre Arbeit, und Jugendliche ihre Ausbildungsplätze verloren. Zudem sind Schulen, Ausbildungszentren und Medizinstationen geschlossen.

SOS-Kinderdorf Asien hilft notleidenden Familien und Kindern in der Corona-Krise

Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen verschärfen Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut. Millionen Menschen laufen Gefahr unter die Armutsgrenze zu rutschen.



Kampf ums Überleben

Schon vor dem Ausbruch des Corona-Virus in Nepal war die Familie des vierjährigen Rajiv* arm. Hunger ist ein Gefühl, das der kleine Junge trotz seines kurzen Lebens schon sehr gut kennt. Mit dem wenigen Geld, das der Vater als Tagelöhner nach Hause brachte, fiel es den Eltern schwer, die Familie ausreichend zu versorgen. Unter den Folgen litt besonders Rajiv, der bald deutliche Symptome einer Mangelernährung entwickelte.  

Das änderte sich, als Rajiv in die Tagesbetreuung von SOS-Kinderdorf in Itahari im Osten des Landes aufgenommen wurde. Neben einer liebevollen Betreuung bekam der Junge hier auch drei gesunde Mahlzeiten am Tag – ein echter Lichtblick für die Familie. 

SOS-Kinderdorf Nepal hilft notleidenden Kindern und ihren Familien durch die Corona-Krise

Die Corona-Pandemie zerstört die Lebensgrundlage der Familie des kleinen Rajiv.

Doch dann erreichte das Corona-Virus, und mit ihm strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Nepal, und die so fragile Existenz der Familie wurde einem erneuten Stresstest unterzogen. Rajiv kann nicht mehr in die Tagesbetreuung, und auch seine beiden Geschwister müssen nun tagsüber wieder von Basanta, der Mutter, betreut werden. Lediglich Vater Pavan verlässt noch regelmäßig das Haus. Zu Hause zu bleiben kann er sich genauso wenig leisten wie schützende Masken oder Handschuhe. Trotz Ausgangsbeschränkungen geht er deshalb täglich auf den Markt, in der Hoffnung, doch noch Arbeit zu finden. „Nur so haben wir wenigstens manchmal etwas zu essen“, erzählt Basanta. 

Um die Familie in diesen schweren Zeiten zu unterstützen, hat ihr das nahe gelegene SOS-Kinderdorf mit umgerechnet knapp 40 Euro ausgeholfen. Von dem Geld hat Basanta Reis und Bohnen gekauft. „Doch wie lange wir damit durchhalten, weiß ich nicht“, sagt sie. 

*Namen zum Schutz der Privatsphäre geändert

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf in Asien reagiert schnell auf die sich ausbreitende Pandemie. Es gilt, Quantität und Qualität der Programme trotz steigender Preise aufrechtzuerhalten und sie angesichts der Krise zu stärken. Wir bauen unsere Hilfsmaßnahmen auf unsere bestehenden Programme auf. 

Aufklärung und Prävention

Wir informieren Kinder, Familien und Gemeinden darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können und stellen Hygieneartikel wie z. B. Seife zur Verfügung.

Medizinische Versorgung

Wir stärken das lokale Gesundheitssystem auf Gemeindeebene und versorgen Kinder, Betreuungspersonen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstungen.

Grundbedürfnisse sichern

Wir versorgen sozial benachteiligte Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Wir bieten außerdem Unterstützung beim (Wieder-)Aufbau einer Existenzgrundlage.

Psychologische Unterstützung

Wir entwickeln stressreduzierende Aktivitäten für Kinder zu Hause, bieten Teleberatung für Eltern und Hotlines für traumatisierte Kinder an.

Schulbildung sicherstellen

Wir unterstützen Homeschooling mit Lernmaterialien wie Büchern und Stiften und, wo möglich, durch digitale Anschlussmöglichkeiten, Lerntechniken und Lerngruppen.

Betreuung elternloser Kinder

Wir sorgen dafür, dass Kinder, die die elterliche Fürsorge verlieren, durch Verwandte, Pflegeeltern oder eine SOS-Kinderdorffamilie betreut werden.

Spenden Sie jetzt

Die Menschen in Asien brauchen dringend Ihre Unterstützung

10

Hygieneartikel wie z.B. Seife und Desinfektionsmittel für ein Kind monatlich

400

Existenzaufbau und -sicherung durch Bereitstellung von z. B. Startkrediten für eine sechs-köpfige Familie

60

Lebensmittelpaket mit z. B. Reis, Bohnen, Mehl und Öl für eine sechs-köpfige Familie monatlich