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Corona in Lateinamerika: SOS-Kinderdorf hilft!
SOS-Corona-Hilfe

Zerstörte Perspektiven

Lateinamerika und die Karibik* sind weltweit von der Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen am stärksten betroffen. Der Kontinent erlitt 2020 den größten Wirtschaftsabschwung seit 120 Jahren. 

Die Wirtschaft Lateinamerikas ist instabil, die sozialen Unterschiede auf dem Kontinent sind extrem. Die bereits prekären Lebensumstände von Millionen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien verschlimmern sich durch die Corona-Krise enorm. Die Armut nimmt zu, zahllose Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage.

* Im Folgenden schließt die Bezeichnung „Lateinamerika“ die Länder der Karibik ein.

Massive Probleme in Lateinamerika angesichts der Corona-Krise

Schwache Gesundheitssysteme

Die hohen Infektionszahlen überfordern die schwachen, unterfinanzierten Gesundheitssysteme des Kontinents. Die gesundheitliche Grundversorgung ist beeinträchtigt und lebenswichtige Eingriffe können oft nicht mehr durchgeführt werden. Besonders betroffen sind davon Menschen mit geringen finanziellen Mitteln.

Informelle Wirtschaft

In Lateinamerika arbeiten 130 Millionen Menschen im informellen Sektor ohne soziale Sicherung. Ohne Einkommen geraten sie in Existenznot. Viele Kinder sind bereits an der Schwelle zur Unterernährung.

Zunahme häuslicher Gewalt

In einer Region mit einer ohnehin schon alarmierend hohen Rate häuslicher Gewalt wird emotionaler Stress schnell zur Zeitbombe. Auf lange Sicht droht damit noch mehr Kindern der Verlust der elterlichen Fürsorge.

Verlorene Bildungschancen

Nur wenige Kinder und Jugendliche haben Zugang zu Online-Unterricht. Wegen Schulschließungen fallen Millionen Kinder zurück. Die ökonomischen Folgen von COVID-19 treiben Schüler, deren Eltern keinen anderen Ausweg sehen, in die Kinderarbeit. Eine Corona-Generation wächst heran, von der man später sagen wird, dass sie im Schatten der Pandemie ihre Chance auf eine bessere Zukunft verloren hat.

Corona trifft die Ärmsten am Härtesten



Zahlen, Daten, Fakten

Die Pandemie trifft Lateinamerika schwer

9638

13

Mio. Kinder haben keinen Zugang zu Fernunterricht.

46040

45

Mio. Menschen könnten zusätzlich infolge der Krise unter Armut leiden.

39626

0,8

Krankenhausbetten gibt es pro 1.000 Einwohner in Venezuela, in Deutschland sind es 8,3.

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf in Lateinamerika reagiert schnell auf die sich ausbreitende Pandemie. Wir bauen unsere Hilfsmaßnahmen auf unsere bestehenden Programme auf. Alle Kinder und Jugendliche, die in SOS-Einrichtungen leben, werden besonders unterstützt. Auch Kindern und Familien außerhalb der Kinderdörfer helfen wir mit Aufklärung, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln.

Aufklärung und Prävention

Wir informieren Kinder, Familien und Gemeinden darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können und stellen Hygieneprodukte wie z. B. Seife zur Verfügung.

Medizinische Versorgung

Wir stärken das lokale Gesundheitssystem auf Gemeindeebene und versorgen Kinder, Betreuungspersonen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstungen.

Grundbedürfnisse sichern

Wir versorgen sozial benachteiligte Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Wir bieten außerdem Unterstützung beim (Wieder-)Aufbau einer Existenzgrundlage.

Psychologische Unterstützung

Wir entwickeln stressreduzierende Aktivitäten für Kinder zu Hause, bieten Teleberatung für Eltern und Hotlines für traumatisierte Kinder an.

Schulbildung sicherstellen

Wir unterstützen Homeschooling mit Lernmaterialien wie Büchern und Stiften und, wo möglich, durch digitale Anschlussmöglichkeiten, Lerntechniken und Lerngruppen.

Betreuung elternloser Kinder

Wir sorgen dafür, dass Kinder, die die elterliche Fürsorge verlieren, durch Verwandte, Pflegeeltern oder eine SOS-Kinderdorffamilie betreut werden.

Länderbeispiel Bolivien

Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Schwierige Lebensumstände, Kinderarbeit und häusliche Gewalt waren schon vor der Pandemie große Probleme. Durch die Krise werden sie nun noch verstärkt. 

Im März 2020 beschloss die Regierung des Landes weitreichende Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Sozial schwache Familien sind dabei auf sich allein gestellt – staatliche Unterstützung gibt es für sie nicht. Häusliche Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Armut und Arbeitslosigkeit sind weit verbreitet. Kinder sind all dem hilflos ausgeliefert.

So helfen wir in Bolivien

Die SOS-Familienstärkungsprogramme und SOS-Kinderdörfer unterstützen in Bolivien an zehn Standorten in Not geratene Kinder und Familien mit Nahrungsmittel- und Hygieneproduktlieferungen und Bildungsmaßnahmen.

Um die Familien in unseren Familienstärkungsprogrammen auch während den Lockdowns erreichen zu können entschloss sich SOS-Kinderdorf Bolivien zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Jede der betreuten Familien erhielt ein internetfähiges Handy oder Tablet. SOS-Kinderdorf trägt die Kosten der Telefon- und Internetnutzung, wobei diese begrenzt ist. Mit den Geräten können neben dem Homeschooling Corona-Infos weitergegeben, Beratungsgespräche geführt und Video-Chats angeboten werden.

Corona in Lateinamerika: SOS-Kinderdorf hilft!

Kinder und Jugendliche sind die unsichtbaren Opfer der Pandemie

Vereint gegen das Corona-Virus

Als das Corona-Virus in Noemys** Heimat Bolivien ankam, rückte ihre Familie noch enger zusammen. Gemeinsam hoffen alle die Pandemie trotz Schwierigkeiten besser überstehen zu können.

Noemy und ihre kleine Familie in Bolivien

Noemys kleine Familie wurde durch die Einschränkungen des Coronavirus in Bolivien hart getroffen.

Als Boliviens Regierung verkündete, dass es nun auch in dem lateinamerikanischen Land weitreichende Maßnahmen gegen das Corona-Virus geben würde, wussten Noemy und ihre Familie sofort, dass die kommenden Monate hart für sie werden würden. Denn die Familie der 31-Jährigen verdient ihren Lebensunterhalt vor allem mit dem Verkauf von Essen an Straßenständen – ein Geschäft, das durch die Maßnahmen stark eingeschränkt werden würde. Um Geld zu sparen, wohnen sie nun bei Noemys Eltern.

Auch in Bolivien sind die Schulen geschlossen. Noemy und ihr Mann geben trotzdem ihr Bestes, um die Kinder bei Laune zu halten und zum Lesen zu motivieren. Auch ihre eigenen Zukunftspläne, eine Ausbildung zur Erzieherin, will Noemy nicht aus den Augen verlieren. Diese versucht sie nun von zuhause aus so gut wie möglich fortzusetzen, wie sie erzählt: „Alles ist online und ich telefoniere viel. Aber ich muss ständig Guthaben kaufen. Auch ist es eine Herausforderung neben der Arbeit und den Kindern Zeit zu finden, aber ich schaffe es. Ich will meinen Traum trotz der Krise weiter verfolgen.“

**Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

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Hygiene-Artikel, wie z.B. Seife und Desinfektionsmittel für ein Kind monatlich

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60

Nahrungsmittelpaket mit z.B. Reis, Bohnen, Mehl und Öl für eine sechsköpfige Familie monatlich

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Existenzaufbau und -sicherung durch Bereitstellung von z.B. Startkrediten für eine sechsköpfige Familie monatlich

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