Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Corona in Lateinamerika: SOS-Kinderdorf hilft!
SOS-Corona-Hilfe

Wenn Familien an der Pandemie zerbrechen

Das Corona-Virus, das sich weltweit ausgebreitet hat, ist auch in Lateinamerika angekommen. Der Kontinent gilt als das neue Epizentrum der Pandemie. Eine schlechte Gesundheitsversorgung, die schwache Wirtschaft und gesellschaftliche Ungleichheit stellen in der Krise eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Menschen in Lateinamerika dar.

Auswirkungen der Pandemie in Bolivien

Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Schwierige Lebensumstände, Kinderarbeit und häusliche Gewalt waren schon vor der Pandemie große Probleme. Durch die Krise werden sie nun noch verstärkt.        

Im März 2020 beschloss die Regierung des Landes weitreichende Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Sozial schwache Familien sind dabei auf sich allein gestellt – staatliche Unterstützung gibt es für sie nicht. Häusliche Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Armut und Arbeitslosigkeit sind weit verbreitet. Kinder sind all dem hilflos ausgeliefert.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Pandemie trifft Lateinamerika schwer

30

der Bevölkerung gelten als arm.

35

Mio. Menschen könnten zusätzlich infolge der Krise unter Armut leiden.

0,8

Krankenhausbetten gibt es pro 1.000 Einwohner in Venezuela, in Deutschland sind es 8,3.

Massive Probleme in Lateinamerika angesichts der Corona-Krise

Schwache Gesundheitssysteme

Die Gesundheitsversorgung in Lateinamerika hängt stark vom Einkommensniveau der Menschen ab. Während Privatkliniken gut ausgestattet sind, zeigt sich in den schlechter ausgestatteten Krankenhäusern der öffentlichen Hand ein anderes Bild. Dreißig Prozent der Bevölkerung haben aus finanziellen und geografischen Gründen gar keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Informelle Wirtschaft

In Lateinamerika arbeiten 130 Millionen Menschen im informellen Sektor ohne soziale Sicherung. Ohne alternative Einkommensquellen müssen sie täglich zwischen Ansteckungsrisiko oder Hunger entscheiden.

Zunahme häuslicher Gewalt

In einer Region mit einer ohnehin schon alarmierend hohen Rate häuslicher Gewalt wird emotionaler Stress durch z.B. Zukunftsangst und Arbeitslosigkeit schnell zur Zeitbombe. Langfristig droht so noch mehr Kindern der Verlust der elterlichen Fürsorge.

Folgen der Schulschließungen

Nur ein kleiner Prozentsatz der Kinder und Jugendlichen hat Zugang zu Online-Bildungsmöglichkeiten. Aufgrund der Schulschließungen könnten sie zurückfallen oder sogar die Schule abbrechen. Außerdem verpassen unter den momentanen Umständen etwa 80 Millionen Kinder in Lateinamerika die Schulspeisung und damit Mahlzeiten, die ihre Familien zu Hause nicht bieten können. Für diese Kinder bedeutet eine anhaltende Corona-Krise Bildungsrückstände und langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Corona in Lateinamerika: SOS-Kinderdorf hilft!

Kinder und Jugendliche sind die unsichtbaren Opfer der Pandemie

Corona trifft die Ärmsten am Härtesten



Vereint gegen das Corona-Virus

Als das Corona-Virus in Noemys* Heimat Bolivien ankam, rückte ihre Familie noch enger zusammen. Gemeinsam hoffen alle die Pandemie trotz Schwierigkeiten besser überstehen zu können.

Noemy und ihre kleine Familie in Bolivien

Noemys kleine Familie wurde durch die Einschränkungen des Coronavirus in Bolivien hart getroffen.

Als Boliviens Regierung verkündete, dass es nun auch in dem lateinamerikanischen Land weitreichende Maßnahmen gegen das Corona-Virus geben würde, wussten Noemy und ihre Familie sofort, dass die kommenden Monate hart für sie werden würden. Denn die Familie der 31-Jährigen verdient ihren Lebensunterhalt vor allem mit dem Verkauf von Essen an Straßenständen – ein Geschäft, das durch die Maßnahmen stark eingeschränkt werden würde. Um Geld zu sparen, wohnen sie nun bei Noemys Eltern.

Auch in Bolivien sind die Schulen geschlossen. Noemy und ihr Mann geben trotzdem ihr Bestes, um die Kinder bei Laune zu halten und zum Lesen zu motivieren. Auch ihre eigenen Zukunftspläne, eine Ausbildung zur Erzieherin, will Noemy nicht aus den Augen verlieren. Diese versucht sie nun von zuhause aus so gut wie möglich fortzusetzen, wie sie erzählt: „Alles ist online und ich telefoniere viel. Aber ich muss ständig Guthaben kaufen. Auch ist es eine Herausforderung neben der Arbeit und den Kindern Zeit zu finden, aber ich schaffe es. Ich will meinen Traum trotz der Krise weiter verfolgen.“

*Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf in Lateinamerika reagiert schnell auf die sich ausbreitende Pandemie. Wir wollen die Programme trotz steigender Preise aufrechterhalten. Wir bauen unsere Hilfsmaßnahmen auf unsere bestehenden Programme auf.

  • Alle Kinder und Jugendlichen, die in SOS-Einrichtungen leben, werden besonders unterstützt. 
  • Auch Kindern und Familien außerhalb der Kinderdörfer helfen wir mit Aufklärung, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln. 
  • Kindern, die ihre Eltern verloren haben, bietet SOS psychologische Betreuung und Schutz. Außerdem sichert SOS-Kinderdorf den Zugang zu Lernmaterialien und – wo möglich – zu digitalen Lernmethoden.
Spenden Sie jetzt

Lateinamerika braucht dringend Ihre Hilfe

10

Hygiene-Artikel, wie z.B. Seife und Desinfektionsmittel für ein Kind monatlich

60

Nahrungsmittelpaket mit z.B. Reis, Bohnen, Mehl und Öl für eine sechsköpfige Familie monatlich

300

Existenzaufbau und -sicherung durch Bereitstellung von z.B. Startkrediten für eine sechsköpfige Familie monatlich

spenden

So können Sie helfen!

Spenden