SOS-Kinderdorf engagiert sich für notleidende Kinder und ihre Familien
Peru
SOS-Kinderdorf in Peru

SOS-Kinderdorf in Peru

Seit 1975 unterstützt SOS-Kinderdorf in Peru Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren. 

Starkes Erdbeben trifft Peru

Ein starkes Erdbeben hat den Süden Perus erschüttert. Nach Angaben des peruanischen Geophysikalischen Instituts lag das Epizentrum in der Region Ayacucho. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke mit 6,7 an. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen des Landes bis hin zur Hauptstadt Lima zu spüren. Nach Angaben der Behörden wurden in mehreren Bezirken von Ayacucho und Cusco 22 Häuser, sechs Gesundheitszentren und eine Schule beschädigt.
Kinder und Mitarbeitende von SOS-Kinderdorf sind wohlauf
Die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitenden des SOS-Kinderdorfs Ayacucho sind wohlauf und in Sicherheit. SOS-Kinderdorf beobachtet die Situation vor Ort weiterhin aufmerksam.
Stand: 21.08.2026

Warum SOS-Kinderdorf in Peru tätig ist 

In Peru machen Kinder unter 15 Jahren einen großen Teil der Bevölkerung aus. Gefährdete Kinder und Jugendliche sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Sie leben in Armut und sind von Gewalt, Missbrauch und Unterernährung betroffen. Viele dieser Kinder sind gezwungen, die Schule frühzeitig abzubrechen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen Unterstützung, damit sie eine gute Schul- und Berufsausbildung erhalten und so ihre Lebenschancen verbessern können.

Armut

Rund 30 Prozent  der peruanischen Bevölkerung leben in Armut.  Am stärksten verbreitet ist sie unter den indigenen Gemeinschaften, die in abgelegenen ländlichen Gebieten leben. Eine der Hauptauswirkungen der Armut auf Kinder ist die Unterernährung. Über 13 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind chronisch unterernährt. Auch wenn Peru wirtschaftlich wächst, sind Blutarmut und chronische Unterernährung bei Kindern nach wie vor ein großes Problem. Kleine Kinder sind besonders gefährdet, und ihre Entwicklung ist beeinträchtigt. 

Kinderarbeit 

Peru ist einer der größten Kokainproduzenten der Welt. Für die Herstellung werden Kokablätter benötigt. Die Nachfrage zwingt eine ganze Generation von Kindern zu Zwangsarbeit im Kokaanbau und zu einem Leben in der Kriminalität. Wenn sie in einem solchen Umfeld aufwachsen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie später in der Kokainindustrie bleiben, und wenn sie erwachsen sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie wegen Gewalt- und Drogendelikten inhaftiert werden, um 30 Prozent höher.

Peru

Peru liegt im westlichen Teil von Südamerika. Es grenzt an Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile und Ecuador. In Peru leben fast 34 Millionen Menschen. Es ist das drittgrößte Land Südamerikas und zieht mit seinen herrlichen natürlichen und historischen Stätten viele Besucher an. Kinder und Jugendliche stehen jedoch vor vielen Herausforderungen. Peru ist einer der größten Kokainproduzenten der Welt. Illegaler Drogenhandel, Morde, häusliche Gewalt und Korruption sind immer noch besorgniserregende Themen, die viele Familien betreffen.

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