Haiti

Armes Land – verlorenes Land?

Haiti: geprägt durch Naturkatastrophen, Korruption, Armut

Wieviele Naturkatastrophen, korrupte Machthaber, politische Krisen und welches Maß an Armut kann ein Land erdulden, bevor es in sich zusammenbricht? So abwegig diese Frage klingen mag: Beim Blick auf die jüngere Geschichte Haitis scheint sie tatsächlich angebracht. Der Karibikstaat gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. 220.000 Todesopfer forderte allein das verheerende Erdbeben im Jahr 2010; es folgten nicht minder zerstörerische Hurrikans. Jeder zweite Bewohner kann nicht lesen und schreiben, ein Drittel der Jugendlichen haben keine geregelte Arbeit, vielerorts grassieren tödliche Infektionskrankheiten und es herrscht akute Lebensmittelknappheit.


Wenn die Familie arm ist, landen die Kinder oft auf der Straße oder werden kriminell. Außerdem ist es alarmierend, wie viele Kinder keinen Zugang zu Bildung haben, obwohl das  in der Verfassung verankert ist.

Celigny Darius, Nationaler Direktor bei SOS-Kinderdorf Haiti

spenden

So können Sie helfen!

Spenden

SOS-Kinderdorf in Haiti 

SOS-Kinderdorf ist seit 1978 auf Haiti tätig. Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer vor Ort. Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien in Haiti auch an drei verschiedenen Standorten durch Jugendeinrichtungen, Schulen, Mitarbeiterschuungszentren, Berufsausbildungszentren und Sozialzentren. Mit unseren Nothilfeprogrammen liefern wir kurzfristige Hilfen in akuten Notlagen.

So hilft SOS-Kinderdorf in Haiti

Ein sicheres Zuhause in den SOS-Kinderdörfern

In unseren SOS-Kinderdörfern wachsen Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei ihren Familien leben können auf der ganzen Welt in einem sicheren Zuhause auf und leben gemeinsam mit Geschwistern in einer SOS-Kinderdorf-Familie. Ein geregelter Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten und die Liebe der Kinderdorfmutter geben den Kindern Schutz und ein stabiles Umfeld.

Wichtige Ausbildung - für den Weg in die Selbständigkeit

In den SOS-Grund- und Sekundarschulen werden SOS-Kinder mit Kindern der Gemeinde zusammen unterrichtet. Bedürftige Kinder aus einkommensschwachen Familien erhalten ein Stipendium für den kostenlosen Besuch der Schule.Aufgrund der dortigen schlechten Bildungssituation betreibt SOS-Kinderdorf in einigen Ländern eigene SOS-Berufsausbildungszentren. In diesen erlernen die Jugendlichen nach Abschluss ihrer Schulausbildung Ausbildungsberufe wie z.B. Schreiner, Elektriker, Kfz-Mechaniker, Buchhaltung.

Familienstärkung - lernen, sich selbst zu helfen

2004 startete SOS-Kinderdorf weltweit Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. 

Je nach Bedarfslage erhalten die begünstigten Familien der SOS-Familienstärkungsprogramme individuell zugeschnittene Hilfsmaßnahmen, wie z.B. Lebensmittelpakete, Übernahme der Schulgebühren. Des Weiteren werden diverse Kurse (z.B. Nähkurse) angeboten, die den Familien ermöglichen, durch die Erlangung beruflicher Fähigkeiten in der Folge selbst ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

In den Kindertagesstätten werden Kinder betreut und spielerisch gefördert. Während sie ihre Kinder gut betreut wissen, können die Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen und den Lebensunterhalt der Familie sichern. 

Nothilfe - bei Naturkatastrophen

Im Krisenfall bietet SOS-Kinderdorf schnelle und effiziente Hilfe auf der ganzen Welt. Unsere Mitarbeiter stimmen Hilfsaktionen für Krisengebiete weltweit mit den örtlichen und nationalen Behörden ab, organisieren Lebensmitteltransporte, verteilen Medikamente und Kleidung oder bieten notleidenden Kindern und Familien ein Dach über dem Kopf. Die Soforthilfe geht anschließend oftmals in langfristige Aufbau- und Entwicklungsprojekte über: Wenn andere Hilfsteams längst abgezogen sind, bleiben wir vor Ort aktiv, um Kindern und Familien einen Neuanfang zu ermöglichen.