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Bolivien

SOS-Kinderdorf in Bolivien

SOS-Kinderdorf startete seine Tätigkeit in Bolivien in den späten 1960-er Jahren, nachdem Hermann Gmeiner, der Gründer von SOS-Kinderdorf, das Land 1968 besucht hatte. Die instabile politische und wirtschaftliche Situation, die Bolivien erdulden musste, führte zu einem besonders intensiven Engagement von SOS-Kinderdorf im Land, so dass es heute zehn bolivianische SOS-Kinderdörfer sowie diverse Zusatzeinrichtungen gibt.

SOS-Kinderdorf in Bolivien

Derzeit unterhält unsere Organisation zehn SOS-Kinderdörfer in Bolivien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Bolivien auch an 10 verschiedenen Standorten durch Jugendeinrichtungen, Mitarbeiterschulungszentren und Sozialzentren.

Jedes vierte Kind muss Kinderarbeit verrichten

Jedes vierte Kind muss Kinderarbeit verrichten

Die Lage der Kinder in Bolivien ist hart. Bei einer geschätzten Armutsrate von über 30 Prozent der Bevölkerung, sind viele Familien nicht in der Lage, sich und ihre Kinder ausreichend zu ernähren. 18 Prozent leiden als Folge an chronischer Unterernährung. Auch die Lebensumstände sind oftmals prekär: Jeder Zehnte hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, jeder Dritte keine sanitären Einrichtungen. Viele Kinder sterben an leicht vermeidbaren Krankheiten.

Dank intensiver Bemühungen der Regierung haben sich im Laufe der vergangenen Jahre die Alphabetisierungsraten zwar deutlich verbessert. Fast jedes Kind wird eingeschult. Allerdings verlässt ein Viertel von ihnen vorzeitig die Schule wieder, weil es aufgrund der großen Armut der Familien arbeiten muss, um zum Lebensunterhalt beizutragen.

Wirtschaftliche und politische Situation

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Mehrheit der Bevölkerung Boliviens lebt in ländlichen Gebieten und ist nach wie vor in der Landwirtschaft beschäftigt. Aus wirtschaftlichen Gründen verlassen jedoch viele Bolivianer die verarmten ländlichen Regionen und ziehen auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen in die Stadtzentren. Trotz des jüngsten Wirtschaftswachstums und des sozioökonomischen Fortschritts zählt Bolivien weiterhin zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas.

38

von 1000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag

26

Prozent aller 5- bis 14-Jährigen müssen arbeiten

38

Prozent der Bevölkerung gelten als arm

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